
Dies ist ein kleines Handbuch zu allem, was wichtig ist, wenn du in Dreistadt kommunizieren, handeln und Objekte bauen willst. Es kann stichpunktartig als Nachschlagewerk dienen, ist aber geschrieben als zusammenhängende Einführung.
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Wenn du dies hier liest, hast du dich wahrscheinlich schon ein wenig in der "Cyberstadt" Dreistadt umgeschaut - und zwar durch den Web-Browser. Vom zentralen Dorfplatz aus konntest du dich einfach über die blauen Hyperlinks in die einzelnen Räume klicken und dort die Objekte anschauen, dann wieder zurückkehren, in einen anderen Raum gehen und so weiter. Wir hoffen, daß dir die kleine Stadtrundfahrt gefallen hat. Doch mal ganz ehrlich: Klicken und Surfen - das kann man doch eigentlich überall im Internet...
Dir steht der Sinn nach mehr? Wie wäre es, wenn du dir selbst einen Raum in Dreistadt bauen
könntest, den du beschreibst und einrichtest und der automatisch
zu einer Web-Page würde? Oder wenn du in Dreistadt aktiv einsteigen und andere Leute treffen könntest? Mit ihnen könntest du dich
(schreibend) unterhalten, und die Objekte, die sie gebaut haben,
ausprobieren. In der Gaststätte gibt es zum Beispiel deutsches
(Cyber-)Bier...
Wie das möglich sein soll?
Dazu zwei-drei Sätze Technisches. Die Web-Seiten, die du durch den Browser betrachtet, werden von einem sog. MOO (Multi-User Domain, Object Oriented; sprich: muh) erstellt. Das MOO ist auf unserer Maschine in Bergen installiert und fungiert als Web-Server. In das MOO kannst du einsteigen. Auf diese Weise wird es möglich, selbst Texte zu schreiben, Objekte zu bauen und andere zu Leute treffen.
Du brauchst neben deinem Web-Browser ein sog. Client-Programm. Die einfachste Lösung ist dabei der Java-Client "Surf&Turf". Dieses Zusatzprogramm kannst du direkt von deinem Browser aus starten. Dazu klickst du einfach auf die Option "Surf&Turf" auf der Dreistadt-Einsteige-Seite. Der Client erscheint in einem neuen Fenster.
Leider gibt es hierbei "Kleingedrucktes", sprich Einschränkungen. Wer das Betriebssystem Windows 3.11 (oder niedriger/DOS) auf seinem Computer installiert hat, wird den Surf&Turf-Client nicht benutzen können. Weiter ist es von Vorteil, eine kräftige Maschine zu haben. Sonst werden die Antwortzeiten schnell zu einer Geduldsprobe.
Eine weitere Möglichkeit ist, ein separates Client-Programm auf seinem Computer zu installieren. Es gibt eine Vielzahl davon, und alle sind gratis erhältlich. Siehe dazu die Links auf der Client-Seite. Unsere Praxis hat gezeigt, daß die Wahl eines separaten Client-Programmes wegen der Zuverlässigkeit, schneller Antwortzeiten und komfortabler Editier-Funktionen diejenigen erstklassig bedient, die viel kommunizieren und konstruieren möchten.
Ob über Surf&Turf oder einen separaten Client, du wirst auf jeden Fall zuerst den Dreistadt-Einsteigebildschirm angezeigt bekommen. Dieser sieht so aus:

Du bekommst hier auch die möglichen Befehle angezeigt. Beim ersten Mal steigst du am einfachsten als Gast ein. Schreib dazu in die Befehlzeile einsteigen Gast. Das MOO fragt dich dann nach deinem Namen.
Wenn du "Dreistädter mit festem Wohnsitz" werden möchtest, weil du öfter mal reinschauen, Dich mit anderen treffen und eigene Räume und Objekte bauen willst, solltest du einen eigenen Zugriff mit Passwort beantragen. Dies geht zügig (zwei bis drei Tage) und problemlos auf dieser Seite. Hast du dein Passwort erhalten, schreibst du folgendes in die Befehlzeile.
einsteigen <dein Name> <Passwort>, also z.B. einsteigen Peter Clown23
Wichtig ist, daß das System an dieser Stelle aus Sicherheitsgründen zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet.
Nach geglücktem Einstieg landest du automatisch im Zentrum von Dreistadt, dem Dorfplatz. Du kennst ihn schon von deiner Dreistadt-Besichtung durch den Web-Browser. Dieser Platz ist Dreh- und Angelpunkt des Stadtlebens. Von hier aus kann man am einfachsten zu allen anderen Orten und Gebäuden gelangen. Durch den Client sieht seine Darstellung so aus:

Wie Du siehst, gibt es hier keine bunten Bilder mehr, sondern "nur" Text, Text und Text. Inhaltlich siehst du dasselbe wie durch den Browser, nur das alles textuell dargestellt wird. Das Schirmbild gliedert sich in folgende Teile (von oben):
1 - Unter dem Namen des Raumes befindet sich eine Illustration,
angefertigt mit den Zeichen der Tastatur. Diese dient als Skizze
der Umgebung und ist als Hilfszeichnung zu betrachten, die die
folgende Beschreibung des Raumes ergänzt.
2 - Darunter folgt die Beschreibung des Raumes. Sie kann Größe,
Lage, Atmosphäre, Details etc. umfassen. Sie wird von dem Besitzer
des jeweiligen Raumes angefertigt und ist somit von dessen Kreativität
und Phantasie abhängig.
3 - Eine Liste der Objekte, die sich in dem jeweiligen Raum befinden.
Dies sind die Objekte, die - um in der Fiktion der virtuellen
Realität zu bleiben - man im Augenblick gerade sehen kann. Diese
Objekte können angeschaut, betrachtet, gelesen oder hantiert
werden (siehe weiter unten).
Auf einer separaten Zeile dieser Liste werden auch die Personen genannt, die sich gleichzeitig im selben Raum befinden. Wenn
du etwas sagst, so sind es diese Personen, die Dich hören.
4 - Die Beschreibung eines Wegweisers, auf dem alle Ausgänge verzeichnet sind. Schreibst du die in Klammern aufgeführte Kurzbezeichnung in das Eingabefenster, gelangst du in den entsprechenden Raum.
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Auf diesen Befehl hin zeigt dir das System die Beschreibung deiner Umgebung an. Schau ist einer der am häufigsten gebrauchten Befehle. Deshalb gibt es auch verschiedene Kurzformen für ihn: es genügt, sch zu schreiben.
Schau gibt dir eine Art Panoramasicht. Du kannst deinen Blick aber auch auf einzelne Objekte oder Personen der Umgebung richten. Alle Objekte, die in dem unteren Teil des schau-Schirmbildes aufgeführt, können angeschaut werden. Dies tust du, indem du den Befehl (oder seine Kurzform) gefolgt von dem Namen des gewünschten Objektes eingibst. So gibt Dir der Befehl schau Manfred den verbal formulierten, visuellen Eindruck der Person Klaus wieder, und zwar in Form einer Beschreibung, die die Person selbst von sich angefertigt hat. Bsp.:
Du schreibst: schau Manfred
Das System antwortet: Ein Mann in den besten Jahren, blond und blauäuigig, immer ein Lächeln auf den Lippen; gekleidet wie der Marlboro-Man persönlich.
Befände sich in meiner Umgebung eine Kaffemaschine, so könnte ich mir diese ebenfalls anschauen.
schau Kaffeemaschine
Eine Kaffemaschine der 30-Marks-Klasse; neon-grün; deutlich gezeichnet von jahrelangem Rund-um-die-Uhr-Einsatz unter studentischem Besitzer.
Befinden sich unter den vorhandenen Objekten Dokumente, d.h. Objekte wie z.B. Tafeln, Briefe, Hand-Outs, Poster, so kann man sich diese auch anschauen. Dann wird allerdings nur eine äußere Beschreibung dieser Dokumente geliefert. Will man den Text darauf lesen, muß man das Dokument lesen, und zwar mit lies <Name des Dokuments>
Im Unterschied zu schau und lies, die beide inhaltliche Informationen eines Objektes zeigen, gibt uns betrachte überwiegend technische Daten, d.h. Daten, die für die Handhabung eines Objektes wichtig sind. Darauf soll später eingegangen werden.
Wie man sich in der virtuellen Dreistadt umherbewegen kann, wurde bereits oben angedeutet: In der unterste Zeile des schau-Schirmbildes stehen die möglichen Ausgänge aufgelistet. Diese sind versehen mit einer Abkürzung. Um in den gewünschten Raum zu gelangen, schreibt man lediglich die Abkürzung des gewünschten Raumes in das Eingabefenster. Vom Dorfplatz aus gelangt man also beispielsweise mit dem Befehl UNI in die Universität. Ist man in der Universität angelangt, kann man beispielsweise mit SEM1 in den Seminarraum 1 gelangen, usw. Will man zurück, so kann man entweder die Abkürzung für den Raum, aus dem man gekommen ist, eingeben, oder einfach raus. Dann geht man automatisch einen Schritt zurück in Richtung Dorfplatz. Schreibt man mehrmals raus, kommt man zurück auf den Dorfplatz.
Nun kann es sein, daß man schnell und direkt in einen Raum gelangen möchte, der vom momentanen Standort aus weit entfernt liegt. Um den Weg durch alle die dazwischenliegenden Räume abzukürzen, kann man den geh-Befehl benutzen. Dann gelangt man direkt an den gewünschten Ort. Die Syntax für diesen Befehl ist geh <Name des Raumes>. Schreibt man also an irgendeiner Stelle geh Universität, fliegt man direkt in die Universität.
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Die vielleicht zentralste und dynamischste Aktivität ist das Kommunizieren. In Dreistadt kann man sowohl sprechen als auch Gestik und Mimik übermitteln. Alles natürlich verbal, d.h. das Sprechen ist eigentlich ein Schreib-Sprechen, denn man muß seine jeweilige Äußerung über die Tastatur eingeben. Gleiches gilt für Gestik und Mimik.
Wie spreche ich?
Ganz einfach: Du schreibst ein Anführungszeichen (") in die Befehlszeile. Dahinter dann das, was du sagen möchtest.
Also zum Beispiel: "Hallo Leute!. Fertig. Am Ende Deiner Replik brauchst du keine Anführungszeichen
einzugeben. Wenn du nun die Eingabetaste drückst, bekommst du
die Meldung: Du sagst: "Hallo Leute!". Alternativ zum Anführungzeichen kann man auch sag schreiben.
Wer kann mich hören?
Wenn du schau eingibst, bekommst du im unteren Teil angezeigt, welche Personen
sich mit dir im selben Raum befinden. Diese Personen können dich
hören. Auf ihrem Schirm erscheint eine Meldung, die für unser
Beispiel so aussieht: Martina sagt: "Hallo Leute!".
Jemanden im gleichen Raum gezielt ansprechen / jemandem gezielt
antworten
Gibst du folgendes ein: zu Martina Was hälst du davon?
erscheint im Ausgabefeld, für alle sichtbar: Peter [zu Martina]: "Was hälst du davon?" - Also eine Möglichkeit, Personen gezielt anzusprechen, was
von Vorteil sein kann, wenn in einem Raum viele Leute gleichzeitig
sind.
Wer häufig schriftlich-synchron "spricht", wird automatisch das Bedürfnis bekommen, seine Gefühlsregungen und Körpersprache verbal ausdrücken zu wollen. Wenn zum Beispiel jemand einen gelungenen Witz erzählt, kannst du natürlich antworten "Der Witz war gut, wirklich lustig, haha!". Viel effektvoller und natürlicher ist es in so einer Situation aber, einfach zu lachen. Dies geht folgendermaßen:
Du schreibst einen Doppelpunkt (:) und dahinter das Verb (in der 3. Person Singular) oder die Phrase,
die deine Körpersprache ausdrückt. Um zu lachen, schreibst du
also :lacht. Dann lesen die anderen: Martina lacht. Oder du schreibst: :sieht die anderen fragend an. . Dann lesen die anderen: Martina sieht die anderen fragend an. Fast schon üblich ist es, zu winken, wenn man sich von jemandem
verabschiedet. Dazu schreibt man einfach: :winkt.
Mit dieser Funktion kann man jeder Unterhaltung eine zusätzliche
Dimension geben, indem man sich selbst und seine Handlungen sozusagen
von außen beschreibt.
Personen, die sich im selben Raum befinden, kann man direkt ansprechen. Um zu erfahren, wer sich sonst noch in Dreistadt befindet, gibt man den Befehl wer ein. Die Anzeige des Systems sieht dann so aus:
| Zur Zeit befinden sich in Dreistadt: 5 Personen. | |||
| Name
------------------------------- |
Wie lange?
--------------------- |
Inaktiv
----------------- |
Wo?
----------------- |
| Frank (#131) | 2 Stunden | 0 Sekunden | Gaststaette |
| Carsten (#140) | 3 Stunden | 17 Minuten | Dorfplatz |
| Haavard (#144) | 48 Minuten | 17 Minuten | Haavards Buero |
| Martina (#236) | 36 Minuten | 5 Minuten | Werkstatt |
Eine Person, die sich nicht mit dir in einem Raum befindet, kannst du anrufen. Du kannst natürlich auch direkt zu ihr hingehen (wo sie sich befindet, steht auf dem wer-Bild). Zur ersten Kontaktaufnahme aber ist vielleicht ein Anruf ganz praktisch. Der Befehl, um jemanden anzurufen, folgt folgender Syntax:
rufe <Person> an <Nachricht>
Wenn also Martina Frank anrufen möchte, der sich gerade in der Gaststätte befindet, so sieht das so aus:
rufe Frank an Hallo Frank, alles klar?
Das System gibt eine Rückmeldung an den Absender:
Frank hat Deinen Anruf erhalten.
und leitet die Nachricht, begleitet von einer einleitenden Zeile, an den Empfänger weiter:
Martina sucht dich. Du bekommst einen Anruf von ihr
Sie sagt: "Hallo Frank, alles klar?"
Um zu antworten, müßte Frank in diesem Beispiel Martina mit demselben Befehl zurückrufen. Für den Befehl gibt es auch eine einfache Kurzform: das Zeichen "+" gefolgt vom Namen des Empfängers. (Wichtig: kein Leerzeichen nach dem "+")
Über die Anruf-Funktion kann man vereinbaren, sich in einem Raum zu treffen. Oder der eine Partner kann den anderen besuchen. Wenn Frank schreibt besuche Martina, wird er automatisch in den Raum transportiert, in dem sich Martina momentan aufhält. Dann kann das Gespräch weitergehen.
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Eins der spannendsten Dinge in Dreistadt ist es, seine eigene
Identität aufzubauen. Dies kannst du tun, indem du dir eigene
Dinge und Räume baust, die dich im "Cyberspace" unverwechselbar
machen. Am direktesten aber gibt man sich wohl durch seine eigene
Beschreibung eine Identität. Dies ist der Text, den andere sehen, wenn sie
dich anschauen ('schau Martina') oder im Browser auf dein icon klicken.
Um dich zu beschreiben, benutzt du das "Einstellungen"-Menü. Schreib
dazu einfach 'Einstellungen'. Es erscheint folgendes Menü:

Wähl die 3, drück EINGABE, und dann kannst du loslegen!
Wie du siehst, kann man mit diesem Menü so ziemlich alles einstellen.
Unter Auswahl 5 kannst du deine Interessen eingeben, so dass andere
dich direkt darauf ansprechen können.
Auswahl 8 ("Move Message") ist die Nachricht, die die anderen
angezeigt bekommen, wenn du den Raum verläßt.
Auswahl 9 und 10 sind technische Angaben: Mit "Word Wrap" (9)
auf "on" passt sich die Zeilenlänge automatisch der Bildschirmbreite
an. "Page Length" (10) regelt, wie viele Zeilen auf einmal auf
dem Bildschirm erscheinen.
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Bei deinen bisherigen Besuchen in Dreistadt hast du sicherlich all die tollen Dinge bewundert, die sich andere gebaut haben: Dokumente, Tafeln, Archivschränke, oder sogar Fahrräder, Bilder und Kassettenrekorder. Viele Dreistädter haben sogar ihren eigenen Wohnsitz im Wohnviertel, den sie selbst ausbauen und gestalten können. - "Das will ich auch...!" hast du dir gedacht. Kein Problem.
Doch der Reihe nach. Zuerst erklären wir dir, wie du ein Objekt baust. Danach erfährst du, was zu tun ist, um deinen eigenen Raum anzulegen. Und dann... weißt du alles Notwendige, um WIRKLICH loslegen zu können!
Ein Objekt bauen
Wir sind in Dreistadt in einer simulierten Welt, und da ist es klar, dass das "Bauen" keine physisches Bauen ist, sondern dass die Objekte als Text entstehen und evt. mit einem Bild versehen werden können. Zugegeben, ein Dreistadt-Butterbrot macht nicht satt, und mit dem oben versprochenen Fahrrad kann man nur schwerlich morgens zur Arbeit radeln. Aber sonst haben die virtuellen Objekte eigentlich nur Vorteile: die "Baukosten" sind gering, nämlich gratis. Oder kannst du dir sonst irgendwo eine "Villa" leisten?! Das einzige, was deinen Schaffensdrang in Dreistadt begrenzt, ist deine Fantasie!

Die Auswahl 1 ("Ein Ding") ist das allgemeinste aller Objekte.
Es ist so eine Art Grundbaustein, der keine besonderen Eigenschaften
besitzt. Allen anderen anderen Objekte haben noch zusätzliche
Funktionen: ein Behälter zum Beispiel (Auswahl 2) hat die Eigenschaft,
dass man etwas hineinlegen kann, ein Dokument (Auswahl 3) kann
man mit Text versehen und an eine Pinnwand (6) kann man etwas
heften.
Wenn du dir nun ein Objekt baust, bekommst du eine Kopie des von
dir ausgewählten Objekts. Das kopierte Objekt kannst du verändern,
anpassen, erweitern und beschreiben, wie du willst. Für unsere
Espressomaschine wähle ich die Auswahl 1 ("Ding"), weil sie am
besten passt. Wollte ich zum Beispiel einen Küchenschrank bauen,
hätte ich die Auswahl 2 ("Behälter") gewählt, denn dann hätte
das neue Objekt die wichtige Eigenschaft geerbt, andere Objekte
in sich aufnehmen zu können.
Das Konstruktionsmenü fragt nach unserer Wahl (1-16), und dann
läuft ein kleiner Dialog wie folgt ab:

Wie du siehst, hast du nun ein Objekt mit dem gewünschten Namen. Das System hat ihm ferner eine Objektnummer zugeteilt (#1216). Diese ist sehr wichtig: Alles in Dreistadt (Räume, Dinge, sogar die Personen) sind innerhalb des Systems Objekte, die sich durch ihre individuelle Nummer voneinander unterscheiden. Zwei Objekte können durchaus den gleichen Namen haben, aber nie die gleiche Objektnummer. Die Objektnummer kann immer anstelle des Namens eingegeben werden, was in der Praxis oft von Vorteil sein kann, wenn nämlich zwei Objekte verwechselbare oder identische Namen haben.
Wo befindet sich das neue Objekt?
Jedes neue Objekt, das du baust, wird in deine (virtuelle) "Jackentasche"
gelegt. Diese kannst du einsehen mit dem Befehl 'Inv' (für "Inventar"). Du siehst eine Liste mit allen Objekten, die
du "bei dir hast", darunter auch das neue Objekt.
Mit dem Befehl 'Besitz' bekommst du eine Liste aller Objekte angezeigt, die einmal gebaut
hast und deshalb besitzt, also auch die, die du gerade nicht bei
dir hast.
Was mache ich mit meinem neuen Objekt?
Nun, du kannst es beschreiben, mit WWW-Bildern versehen oder kleine
Programme (scripts) dafür schreiben, die eine Funktion ausführen (zum Beispiel die
Funktion "trink" für Cyberbier; es rollt dann ein Script auf dem
Bildschirm ab, das anschaulich darstellt, wie man das Bier trinkt).
Grundlegender aber sind folgende Befehle:
Folgende Befehle sind sehr nützlich.
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Dokumente sind auch "normale" Objekte. Da das Anlegen, Bearbeiten, Lagern und Veröffentlichen von Texten eine typische "Web-Tätigkeit" ist, haben wir eine kleine Artikelsammlung dazu ausgearbeitet. Sie liegt in der Dreistadt-Bürgerhilfe.
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In Dreistadt gibt es das Wohnviertel, und dort können sich alle
Dreistädter ihr eigenes Domizil aufbauen. Gehe zuerst in eine
der drei Straßen des Wohnviertels, in denen du wohnen möchtest.
Dies ist entweder der Thomas-Mann-Platz, die Ingeborg-Bachmann-Straße
oder die Heinrich-von-Kleist-Allee. Dort angekommen, schreibst
du einfach in die Befehlszeile: Raum.
Dann wird automatisch ein Raum für dich gebaut. Du wirst nach
dem Namen gefragt, und da kann man ja seiner Fantasie freien Lauf
lassen...
Der Raum-Befehl gibt dir leider keine Gelegenheit, das Genus zu definieren. Das System setzt automatisch Neutrum, und das paßt ja bei einer "Villa" oder einer "Hütte" nicht so gut. Um das zu ändern, kannst du den Befehl umbenennen benutzen (siehe vorigen Abschnitt), indem du schreibst: 'umbenennen Villa zu Villa', und dann bekommst du die Möglichkeit, das korrekte Genus Femininum einzugeben
In deinen Raum kannst du alle deine Objekte legen, oder neue bauen und den Raum nach einem Thema ausschmücken, oder oder... Jeder Raum ist auch gleichzeitig ein Home-Page. Die Adresse ist: http://cmc.uib.no/7001/<Objektnummer>. Du erfährst die Objektnummer deines Raumes indem du schreibst: betrachte here , wenn du dort bist ("here" steht für "hier", es ließ sich leider nicht übersetzen)
Weitere Räume bauen
Ein eigener Raum... nicht schlecht. Doch du möchtest nun gerne weitere Räume bauen, die von deinem Raum aus zu erreichen sind, so dass sich eine Wohnung oder gar eine ganze kleine Stadt ergibt. Auch kein Problem. Hier wird nun etwas Konzentration nötig, um die Befehle in der richtigen Syntax einzugeben.
Du bist also in deinem Raum, der, sagen wir, Werkstatt heißt. Wie an jedem Arbeitsplatz möchtest du dich natürlich ausruhen, und deshalb willst du dir ein Schlafzimmer bauen.
Von der Werkstatt soll ein Ausgang mit der Abkürzung SCH ins Schlafzimmer führen. Vom Schlafzimmer aus soll der Ausgang WS zurück zur Werkstatt führen. Um dieses alles in einem Befehl auszuführen, schreibst du folgendes:

Wie uns das System mitteilt, wurden mit dem einen Befehl drei
Operationen ausgeführt: das Schlafzimmer wurde gebaut und zwei
Ausgänge, einer von der Werkstatt ins Schlafzimmer und einer zurück.
Wichtig: die Ausgänge haben auch Objektnummern, sind aber keine
Räume. Notier dir am besten alle neuen Räume und Ausgänge mit
ihren Objektnummern auf einem Blatt Papier, einem Bauplan, dann
ist es hinterher leichter, Korrekturen durchzuführen. Missglückte
Versuche kannst du einfach vernichten (vernichte <Objektnummer>)
Den Befehl 'grabe' kannst du auch mit weniger Parametern verwenden. Dann mußt du aber die fehlenden Ausgänge nachträglich "graben":
19.12.98 - C. Jopp