-- Start der Aufzeichnung: Montag, 24. September 2001 5:32 Uhr Dreistadt-Zeit --
Geir kommt.
Benedikt erzaehlt: "Letzte Woche hat der Link zu Biermann leider nicht funktioniert. Wer Lust hat kann sich im Semesterapparat einen Liedtext anschauen und ein Biermann Lied hören. Aber bitte erst nach dem Unterricht."
Solfrid kommt.
Benedikt erzaehlt: "Wir werden heute nicht in Kleingruppen arbeiten. Ich wäre euch aber dankbar, wenn ihr mir mitteilen würdet, ob die Gruppenarbeit funktionierte oder nicht."
Ingeborg_A sagt: "Comme ci, comme ca"
Benedikt sagt: "Verzeihung! Ich dachte ihr könntet die Erfahrungen in einer kleinen Mail schicken."
Gro_L sagt: "Einige von uns verlieren oft die Verbindung. Mit Gruppen wird es mehr kompliziert zurueckzukommen"
Benedikt meint: "Zuerst müssen wir noch ein wenig über die Kulturpolitik sprechen ..."
Benedikt sagt: "Wie steuerte die SED die Produktion von Kultur? Z.B. die Buchproduktion."
Ole kommt.
Oddny sagt: "einige Schriftsteller wurden verboten"
Tellef sagt: "Nur Bücher die eine erzierische Funktion hatten, oder die politisch ungefährlich waren wurden erlaubt."
Lars2 sagt: "Ich denke, sie hat einen eigenen Verlag errichtet"
Ingeborg_A sagt: "Die Arbeiter sollten schreiben, und die Schriftsteller arbeiten"
Benedikt fragt: "Ja richtig. Es geht hier um Zensur und das sog. Genehmigungsverfahren. Was versteht man darunter?"
Geir sagt: "Man brauchte eine Begutachtung der Manuskripte."
Else2 sagt: "die Bibliotheken bekamen einen Befehl kosmopol./pazifis./dekadente Litteratur auszusondern und zu vernichten."
Benedikt [zu Geir]: "Richtig. Wer begutachtete die Manuskripte?"
Benedikt [zu Else_2]: "Stimmt. Darauf kommen wir gleich zurück."
Geir sagt: "Ein zentrales Amt."
Anne_E sagt: "Die Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel"
Benedikt [zu Anne_E]: "Genau. Lest doch bitte kurz über die Richtlinien dieser Verwaltung folgendes Dia."
Benedikt zeigt Dia 15.
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Wie funktioniert das Genehmigungsverfahren?
B. Worin bestehen die hauptsächlichsten Fehler und Mängel in unserer Arbeit mit Manuskripten?
Die Hauptursache liegt im sorglosen, nicht parteilichen Herangehen an die Begutachtung und ist ideologischer Natur. Deshalb ist es notwendig, sowohl die kollektive Zusammenarbeit als auch die persönliche Verantwortung jedes politischen Mitarbeiters entscheidend zu verbessern und zu erhöhen.
Nur durch größte ideologische Wachsamkeit sind die bestehenden Mißstände zu beseitigen und alle Erscheinungen der Routinearbeit, der Duldsamkeit und der liberalen Einstellung zur literarischen Begutachtung schnellstens zu überwinden.
Dabei ist von dem Grundsatz auszugehen, daß sich die staatliche Kontrollfunktion in erster Linie auf die politisch-ideologische Richtigkeit und Nützlichkeit literarischer Arbeiten erstreckt, bei gleichzeitiger Beachtung des Prinzips der Übereinstimmung von Inhalt und Form.
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Benedikt [zu Renate]: "Welche Schlagworte sind hier wichtig?"
Hans_E kommt.
Renate sagt: "Entschuldigung"
Tellef fragt: "Wo sehen wir das Dia?"
Renate sagt: "Missstände beseitigen"
Benedikt [zu Renate]: "Wodurch werden die Missstände beseitigt?"
Solfrid sagt: "ideologie"
Renate sagt: "die persönliche Verantwortung jedes politischen Mitarbeiters zu verbessern."
Gro_L sagt: "Ideologische Wachsamkeit"
Renate sagt: "Kritische Literatur zu unterschlagen"
Renate sagt: "Dichter auszubürgern."
Oddny sagt: "kollektive Zusammenarbeit und persönliche Verantwortung"
Anne_E sagt: "Liberale Einstellungen überwinden"
Benedikt sagt: "Ja. Die Literatur zu unterdrücken, die nicht dem Parteistandpunkt nützt ("Richtigkeit und Nützlichkeit")"
Gro_L sagt: "politisch-ideologische Richtigkeit"
Ingeborg_A [zu Tellef]: "druck auf das Auge."
Benedikt erzaehlt: "Die Genehmigungsverfahren dauerten oft sehr lange (bis zu 6 Jahren) und manche Bücher wurden nicht genehmigt. Was hatte dies für Folgen für die Schriftsteller?"
Tellef sagt: "Etwas muss bei mir falsch sen. Ich habe öfters auf das Auge gedrückt."
Renate fragt: "Sie bekamen wahrscheinlich auch keine Honorare?"
Ingeborg_A [zu Tellef.]: "Es tut mir leid"
Anne_E sagt: "Keine Möglichkeit sich zu Ernähren"
Bjørg sagt: "Sie mussten andere Arbeit nehmen"
Solfrid sagt: "wenn die Zensur so streng ist, gibt es den Schriftstellern wenig Freiheit zu dichten"
Benedikt [zu Renate]: "Ja. Wie verhält man sich vielleicht beim nächsten Buch?"
Else2 fragt: "Die Schrifsteller verlassen vielleicht die DDR?"
Tore_T sagt: "Die Schriftsteller praktisierten Selbstzensur."
Renate sagt: "Man richtet sich ein, man passt sich an"
Renate sagt: "damit dann das Buch genehmigt wird."
Renate sagt: "denn von Luft allein kann man nicht leben."
Geir meint: "Dadurch werden die Ziele erreicht..."
Anne_E sagt: "Man veröffentlicht im privaten Kreis"
Benedikt [zu Renate]: "Ja. Das System hat es geschafft, dass der Autor selbst mit der Zensur beginnt."
Gro_L fragt: "Einige Bücher sind in der BRD erschienen obwohl die Schriftsteller in der DDR blieben. Ist es nicht so?"
Benedikt sagt: "Man nennt das die Schere im Kopf - Selbstzensur."
Renate sagt: "Und diese Schriftsteller wurden gefördert."
Benedikt [zu Else_2]: "Du hast eben über Massnahmen bei den Bibliotheken angesprochen. Kannst Du drauf noch mal eingehen?"
Anne_E sagt: "Einige Authoren haben es geschafft im Westen zu veröffentlichen"
Renate sagt: "Ja, viele Bücher kamen in die Magazine - und wurden nur für wissenschaftliche Zwecke herausgeholt."
Else2 sagt: "mehrere Bücher von berühmten Schrifsteller verscwanden aus den Biblioth."
Gro_L ruft: "z.B. Brecht - merkkkwürdig!"
Tellef sagt: "Sogar die Bücher von Karl May wurden verboten"
Benedikt erzaehlt: "Renate spricht die sog. Giftschränke an. Viele Autoren wurden in den Keller verbannt und man musste einen Antrag stellen, um sie lesen zu dürfen. So war es leicht möglich zu kontrollieren (Stasi), wer was las."
Benedikt fragt: "Man konnte auch durch die Mangelwirtschaft die Kultur steuern. Woran denke ich?"
Anne_E sagt: "Nicht nur Bücher verschwanden im Keller auch viele Intelektulle haben in Kellern"
Tellef sagt: "Velleicht dass die DDR-Bürger lasen was sie eben bekommen konnten."
Renate sagt: "Man konnte nicht frei reisen - die Kinder wurden in Sommerlager geschickt."
Solfrid sagt: "Papier wurde den gegeben die das "richtige" geschrieben haben"
Benedikt [zu Tellef.]: "In die Richtung geht es. Kritische Bücher erschienen in sehr kleinen Auflagen und die Verlage bekamen kleinere Mengen Papier zugewiesen ..."
Benedikt [zu Solfrid]: "Genau"
Geir sagt: "Privilegien an die Systemtreuen."
Renate sagt: "da hat man immer grossen Einfluss auf sie und was eventell lasen og im Kino sich ansahen."
Benedikt sagt: "Die Werke linientreuer Autoren bekam man allerdings hinterher geworfen. (Marx, Engels usw...)"
Renate ruft: "ja, die 'richtigen' Bücher waren sehr preiswert!"
Benedikt erzaehlt: "Zum Schluss will ich euch noch ein Beispiel zeigen, wie auf Künstler Druck ausgeübt wurde. Lest die folgenden Quelle kurz mal an. Ihr könnt sie später in Ruhe durcharbeiten."
Benedikt zeigt das Dokument 'Begründung eines Ausreiseantrages in die BRD (Manfred Krug). 20. April 1977'.
<http://cmc.hf.uib.no:7001/2694>.
Ingeborg_A [zu Tellef:Siehst]: "du jetzt das Diaz?"
Renate fragt: "Ich habe noch eine Frage: wer sass eigentlich in den Auswahlausschüssen/-gremien?"
Tellef sagt: "Ja, jetzt geht es ."
Benedikt [zu Renate]: "In den Ausschüssen des Genehmigungsverfahren sassen Wissenschaftler und Kulturfunktionäre der SED"
Renate fragt: "Danke. - Wurden die oft ausgetauscht? War es ein 'Verdienst', dort bestimmen zu können?"
Benedikt [zu Renate]: "Manche sassen da ewig (Kurt Hager z.B.), andere wurden schnell gefeuert, wenn die Kunst zu kritisch wurde."
Benedikt sagt: "Zum Schluss eine kleine Zusammenfassung zu den Steuerungsmechanismen der Kulturpolitik"
Benedikt zeigt Dia 16.
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Steuerungsmechanismen der Kulturpolitik (Zusammenfassung)
a) Genehmigungsverfahren für Bücher und Filme
b) Daraus resultierte Selbstzensur
c) Repressionen gegen Künstler (siehe Ausreiseantrag von Manfred Krug)
d) Giftschranksystem
e) Steuerung der Aufmerksamkeit durch künstliche Begrenzung der Auflagen, geringe Zuteilung von Papier usw.
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Benedikt meint: "Als Übergang zur Bildung möchte ich auf folgenden vor kurzem verstorbenen Man hinweisen ..."
Benedikt zeigt Dia 13.
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Karl Eduard von Schnitzler und der schwarze Kanal
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Anne_E fragt: "Schnitzler?"
Hans_E fragt: "Seine Programme waren aber Klasse. Wie kann man nur die Wircklichkeit verzerren ?"
Benedikt erzaehlt: "Karl Eduard von Schnitzler kommentierte Ausschnitte aus dem Westfernsehen und bewies immer, wie schrecklich der Westen war. Er war der kälteste der kalten Krieger."
Hans_E sagt: "Durch seine Beiträge hatt er aber gezeit dass er ein Meister der Dessinformation war."
Hans_E sagt: "Wir haben in Berlin regelmässig seine "show" gesehen.."
Benedikt sagt: "Wer sich dafür interessiert findet alle Sendemanuskripte auf folgender Homepage über Suddelede (so der Volksmund)"
Benedikt zeigt Dia 14.
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http://dra.orb.de/grape/start.htm
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Anne_E sagt: "In den 80er haben auch viele DDRBürger über ihm gelacht"
Benedikt sagt: "Gut. Es muss auch Platz für Kuriositäten geben ;-)"
Benedikt fragt: "Gibt es noch Fragen zur Kulturpolitik oder können wir zur Bildung übergehen?"
Hans_E sagt: "Das tragisch war wohl dass er es ernst gemeint hatt."
Ingeborg_A sagt: "Meinetwegen gern zur Bildung"
Hans_E sagt: "Keine Fragen"
Benedikt [zu Ole]: "Siehst Du Ähnlichkeiten und Unterschiede zum norwegischen Schulsystem?"
Anne_E sagt: "Privat schulengab es nicht"
Oddny sagt: "die Gedanken der Einheitsschule"
Renate sagt: "Die Einheitsschule wurde eingeführt - gibt es auch in N."
Solfrid [zu Anne_E]: "eine katolische gab es in Berlin"
Ingeborg_A sagt: "Man braucht nicht wieder Abitur abzulegen um an der Uni zu studieren"
Hans_E fragt: "Das Schulsystem war einheitlich, es gab aber wohl Sonderschulen die wir ja bei uns nicht haben möchten?"
Tore_T sagt: "Ja, aber die norwegische Einheitsschule forderte zu Toleranz auf."
Renate ruft: "und Politik steht nicht an erster Stelle!"
Ole sagt: "änlich - ein staatliches Schulsystem, doch die Schule wird wird in DDR viel stärker ideologich gesteuert"
Benedikt sagt: "Hm - alles richtig. Die Einheitsschule kennt ihr auch in Norwegen. Wieviele Schüler machen in Norwegen Abitur und wieviel % machten in der DDR."
Solfrid sagt: "das Schulsystem sollte so sein, dass nicht nur Kinder von "bürgerlichen" Famlien eine höhere Ausbildung machen konnten"
Hans_E sagt: "Wehr übungen und Unterricht gab es bei uns nicht."
Geir sagt: "Einheitliche Lehrpläne sichern die Vermittlung einer grundlegenden sozialistischen Allgemeinbildung. (Die DDR stellt sich vor, 197
"
Anne_E sagt: "Man musste die Richtige politische Einstellung haben um zu studieren"
Bjørg sagt: "DDR etwa 12%"
Geir sagt: "In Norwegen etwa 55%."
Tellef sagt: "Die Schule sollte für eine Intelligenz "neuer Art sorgen"
Benedikt [zu Bjørg]: "Richtig nur magere 12% machten Abitur."
Benedikt [zu Lars2]: "Warum machten nur so wenige Kinder Abitur? War der Rest dumm?"
Hans_E sagt: "Akademier war aber nicht so gefragt wie Facharbeiter. Delhalb ja auch Polytechnikum"
Solfrid fragt: "aber Anfang der 60-iger etwa 18 % -oder ?"
Renate sagt: "Politische Auffassungen und sportliche Veranlagungen waren wichtiger als Begabung."
Solfrid sagt: "Die Gesellschaft brauchte unbedingt Arbeitskräfte"
Bjørg sagt: "Nein, sie gingen zu Technische Schulen"
Renate sagt: "Auch die politische Einstellung der Eltern hatte viel zu sagen."
Solfrid sagt: "Ausbildung wird ja von der Industrie gesteuert - es wird gesagt was fehlt - der Staat soll für Arbeitskraft sorgen"
Tellef sagt: "Der gewöhnliche Arbeiter wurde am meisten in der DDR bejubelt"
Tore_T sagt: "In einer Diktatur ist die Intelligenzia nie beliebt."
Geir sagt: "Die Jugendlichen wurden zu 'sozialistischen Facharbeitern' gezogen."
Solfrid sagt: "hände - nicht Köpfe wurden zu der Zeit gesucht - auch im Westen"
Benedikt erzaehlt: "Aus jeder Klasse (25 Kinder) wurden nur zwei Kinder zur EOS (Erweiterten Oberschule) zugelassen, wo man das Abitur machte. Nach welchen Kriterien wurde ausgewählt?"
Solfrid sagt: "Mitglied FDJ war schon eine wichtige Voraussetzung"
Gro_L sagt: "Die Kinder mussten die Jugenweihe mitgemacht haben"
Ingeborg_A fragt: "IQ und Eltern?"
Oddny sagt: "das Abitur in der BRD war wertvoller als das in der DDR"
Hans_E sagt: "Arbeiter kinder wurden bevorzugt"
Renate sagt: "politische Einstellung (auch die der Eltern) und sportliche Veranlagung."
Tellef sagt: "Bestimmt hauptsachlich wegen politischer Auffassung."
Hans E ist soeben ausgestiegen.
Benedikt sagt: "Richtig. Wichtig waren: IQ, Herkunft (Arbeiterklasse oder Funktionärskaste), Mitgliedschaft in der FDJ, politische Treue."
Oddny fragt: "die Abiturienten aus DDR mussten eine Spezialstudium machen um die BRD-niveau zu erreichen. Was sagte man in der DDR dazu ?"
Oddny sagt: "wenn man in der BRD studieren wollte"
Benedikt [zu Else2]: "Welche Pädagogik prägte die Einheitsschule?"
Ingeborg_A [zu Oddny]: "Heute ist das so für Norwegische Arb., die im Ausland studieren wollen"
Oddny sagt: "ja heute, aber nicht früher - glaube ich"
Benedikt fragt: "Wie sah die Lehrerrolle aus?"
Else2 sagt: "autorative Lehrer, diszipliniertes Verhalten und Konformität"
Gro_L sagt: "Für die Schule war es wichtig, gute Sozialisten hervorzubringen"
Ingeborg_A sagt: "Diktatorisch"
Renate sagt: "Die Verbreitung der marxistisch-lininistischen Lehre war eins der Hauptanliegen der Einheitsschule."
Solfrid sagt: "Gleichheit - strenger Diziplin"
Tore_T fragt: "War die Lehrerrolle in der BDR sehr verschieden - pedagogisch gesehen?"
Solfrid sagt: "gute Bürger sollten aus der Schule kommen"
Benedikt sagt: "Ja. Die Lehrer traten autoritär auf und forderten Konformität."
Solfrid sagt: "gute Bürger, die sich leicht anpassen und das beste für ihr Land und für die Gesellschaft bringen -"
Benedikt [zu Tore_T]: "Sicherlich gibt es Unterschiede, auch wenn die Lehrer in der BRD sicherlich autoritärer sind als die Kollegen in Norwegen."
Benedikt fragt: "In welchen Bereichen wurde Konformität gefordert?"
Solfrid fragt: "die Kinder trugen Schuluniformen?"
Gro_L sagt: "Im Bereich von der politischen Überzeugung"
Anne_E sagt: "KEIN wESTLICHE kLEIDUNG WIE jEANS WURDE GEDULDET"
Solfrid sagt: "Christliche Traditionen wurden wurden ersetzt - also kein Religion"
Tellef sagt: "Die Kinder sollten Alle zu der Entwicklung des Sozialismus beitragen"
Benedikt fragt: "Genau. Der Bereich Kleidung ist wichtig. Worauf verweisen die Uniformen?"
Tellef sagt: "Es gibt keine "Klassen."
Else2 sagt: "auch Neigung zur Militarisierung in der Schule, militärische Begriffe.."
Renate sagt: "dass es keine Klassenunterschiede gibt.(geben soll!)"
Solfrid sagt: "als Religion - den Glauben an die sozialistische Lösung für Frieden und Gerechtigkeit"
Renate ruft: "wichtig, was Else2 sagt!"
Tore_T fragt: "Wurden die Uniforme frei den Kindern gegeben?"
Benedikt sagt: " Ich glaube Else2s Anmerkung ist sehr wichtig. Die Schule förderte die Militarisierung der Gesellschaft."
Tellef sagt: "Die ganze Gesellschaft sollte sich gegen den westlichen Faschismus wehren."
Benedikt fragt: "Wie war das Verhältnis Schule - Arbeitswelt?"
Renate sagt: "Die Studenten mussten sich verpflichten, an der militärischen Ausbildung teilzunehmen - Kommentar zu Else2."
Geir sagt: "Die Schüler hatten Praktika."
Solfrid sagt: "man hat versucht eine Enge zusammenarbeit zu haben"
Anne_E sagt: "Man hatte Arbeitswochen,Praktika"
Tellef sagt: "Die Studenten verpflichteten sich ein Paar Jahre dort zu arbeiten wo, sie am meisten gefragt wurden."
Benedikt fragt: "Das ist an sich ja eine gute Idee. Hat sie funktioniert?"
Anne_E sagt: "Nein"
Anne_E sagt: "Nein"
Gro_L fragt: "Warum?"
Geir sagt: "Die Kinder waren meistens 'auf Besuch'."
Anne_E sagt: "Die Zeit war zu knapp, die Schüler konnten in der Zeit nichts richtiges Lernen"
Gro_L fragt: "Konnte man wählen Bundeswehr oder Arbeit?"
Geir sagt: "Sie haben in der Arbeit nicht richtig teilgenommen."
Benedikt erzaehlt: "Richtig trotz des Unterrichtsfaches 'Einführung in die sozialistische Produktion' blieben sie Gäste. Und lernten eher die Probleme der Mangelwirtschaft kennen."
Else2 meint: "die Schüler haben auch die Unzahl unproduktiver Arbeitabläufe bemerkt..."
Benedikt fragt: "Wenn wir nun die Schule verlassen und uns der Universität zuwenden. Wie bekam man einen Studienplatz?"
Gro_L sagt: "Politisch rechtgläubig sein"
Else2 sagt: "eine Mitgliedschaft des FDJ war z.B wichtig - laut einer Lehrerin in Jena"
Benedikt fragt: "Konnte man frei wählen?"
Anne_E sagt: "Gute Zeugnisse, Eine Politishe Richtige Einstellung;Fdj und Zugehörigkeit in der richtige "Klasse"
Renate sagt: "Ich glaube nicht, jedenfalls immer nur innerhalb der von der SED geplanten Fächer"
Geir sagt: "'Gesellschaftlice Erfordernisse' wurden berücksichtigt."
Benedikt sagt: "Die Zulassung zum Studium wurde zentral geregelt. Man reagierte auf den Bedarf."
Benedikt sagt: "Hier wurde nach der Zulassung zur EOS also noch mal gesiebt. Man schuf sich also seine eigene, neue, treue Elite. Man spricht von Elitenwechsel."
Ingeborg A ist soeben ausgestiegen.
Benedikt fragt: "Gab es Studienfächer, die obligatorisch waren für alle Studenten?"
Anne_E sagt: "Ja Mraksistische-lenlinistishe studium"
Geir sagt: "um eine Grundlage zu bilden"
Else2 sagt: "es gab eine Verpflichtungserklärung - S.34 "
Benedikt [zu Anne_E]: "Genau. Auch wer Schiffsbau studierte, musste Kurse in Marxismus-Leninismus belegen."
Geir sagt: "Ein 'gesellschaftswissenschaftliches Grundstudium'."
Benedikt [zu Else2]: "Auch ein wichtiger Punkt. Wer studieren wollte, musste geloben für den Staat zu arbeiten. (langer Armeedienst oder einjähriges Arbeitspraktikum)"
Gro_L fragt: "Haben auch junge Frauen Armeedienst machen müssen?"
Benedikt sagt: "Doch auch ausserhalb der Schule wurde erzogen. Wir haben schon mehrfach über die FDJ gesprochen. Schaut euch bitte folgendes Dia an"
Benedikt zeigt Dia 1.
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Die Gebote der FDJ
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Tellef sagt: "Wie war die finanzierung des Studiums? Bekamen die Studenten Geld F¨ur Unterkunft u.s.w."
Benedikt [zu Tellef]: "Sozial waren die Studenten recht gut abgesichert."
Renate sagt: "Ist das Dia schon da? Ich kann es nicht sehen."
Gro_L sagt: "Ich sehe auch nichts"
Benedikt sagt: "Das Dia hat bei mir auch lange gedauert."
Benedikt fragt: "Sieht man es jetzt?"
Geir sagt: "leider nicht"
Renate sagt: "Ich sehe es nicht."
Else2 sagt: "ja"
Bjørg sagt: "ich sehe es"
Solfrid sagt: "nach oben gehen um das dia zu sehen"
Gro_L sagt: "nein"
Oddny sagt: "nein"
Tellef sagt: "Diesmal ist es merkwürdiger Weise bei mir aufgetaucht"
Gro_L sagt: "das Auge hilft diesmal nicht"
Benedikt meint: "Ich versuche es noch einmal ..."
Renate sagt: "Bei mir taucht nur der schwarze Kanal auf, wenn ich auf zurück drücke - kein neues Dia."
Benedikt zeigt Dia 1.
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Die Gebote der FDJ
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Oddny sagt: "jetzt sehe ich es"
Oddny sagt: "danke"
Gro_L sagt: "Jetzt hilft es"
Renate ruft: "alles klar!"
Geir sagt: "ok"
Benedikt meint: "Doch solche Gesetze gab es nicht nur für die lieben Kleinen - auch wir Erwachsenen sollten weiter erzogen werden ..."
Else2 ruft: "die Jungpioniere sollten erst die DDR lieben, dannach die Eltern.......!"
Benedikt zeigt Dia 2.
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#1759
Die 10 Gebote der DDR
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Benedikt [zu Else2]: "Stimmt genau!"
Solfrid sagt: "Anstatt die 10 Gebote von Moses"
Benedikt meint: "So. Machen wir jetzt 15 Minuten Pause und sehen uns dann im Literaturraum. Bis gleich ..."
Renate sagt: "es gab immer wieder politische Schulungen, besonders für die, die in den Westen fahren durften (aus beruflichen Gründen"
Bjørg geht ins Mellomfags-Atelier.
Benedikt [zu Solfrid]: "Der Sozialismus war die neue Religion ..."
Renate ist soeben ausgestiegen.
-- Ende der Aufzeichnung: Montag, 24. September 2001 7:02 Uhr Dreistadt-Zeit --