-- Start der Aufzeichnung: Mittwoch, 21. November 2001 7:13 Uhr Dreistadt-Zeit --
Heinz-Peter ruft: "Ja, dann können wir anfangen. Hei alle sammen!"
Ingeborg_A ruft: "Hei, hei!"
Oddny sagt: "hallo HP"
Tellef sagt: "Hallo"
Gro_L ruft: "Hallo!"
Heinz-Peter fragt: "Haben alle meine e-mail bekommen?"
Anne_E sagt: "Ja"
Ingeborg_A sagt: "Ja"
Gro_L sagt: "Ja, danke"
Ingeborg_A sagt: "Ja"
Tellef sagt: "Ja"
Oddny sagt: "über was zu lesen ? Ja"
Frode_R sagt: "Hei, und ja"
Geir kommt.
Heinz-Peter sagt: "Wir haben viel zu tun. Wir fangen mit einem Dia an."
Solfrid kommt.
Heinz-Peter zeigt Dia 1.
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Wir werden uns heute und in Woche 49 mit der Geschichte der Verbmorphologie vor allem seit dem Mhd. befassen. Dies ist ein komplizierter Stoff, und er wird manchem / mancher von euch vielleicht zunächst etwas schwierig vorkommen. Das macht aber nichts. Ich hoffe, ihr habt euch vorbereitet (Kompendium Kap. 2.5.1.)? Benutzt nach den Sitzungen auf jeden Fall auch die Aufzeichnungen auf dem Rekorder!
Zunächst aber eine ganz andere Frage, die allerdings mit den Verben zu tun hat:
Wer weiss, wie der Umlaut in den germanischen Sprachen entstanden ist?
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Else2 kommt.
Heinz-Peter fragt: "Könnt ihr das Dia lesen?"
Geir sagt: "Ja"
Gro_L sagt: "ja"
Oddny sagt: "ja"
Tore_T kommt.
Solfrid sagt: "ja"
Frode_R sagt: "Ja"
Heinz-Peter fragt: "Wer weiss etwas über den Umlaut?"
Ingeborg_A sagt: "Wir haben jedenfalls mit einem U-Umlaut, I-und A_Umlaut zu tun"
Heinz-Peter fragt: "Was ist der i-Umlaut?"
Ingeborg_A sagt: "(auf Norwegisch,jedenfalls"
Heinz-Peter ruft: "schaun wir mal das nächste Dia!"
Else2 kommt.
Heinz-Peter zeigt Dia 2.
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Der Umlaut ist durch ein i oder j in der Folgesilbe entstanden ('partielle regressive Assimilation', d.h. teilweise lautliche Angleichung eines 'tiefen' Vokals an das 'hohe' folgende i, s. Stedje S. 76f; Kompendium S. 9f u. 13). Im Ahd. lässt sich der Prozess zum Teil beobachten, jedenfalls für den sogenannten 'Primärumlaut' kurzes a > kurzes offenes e:
Singular gast - Plural gesti;
Infinitiv faran - 2.Ps.Sg.Präs. feris ('du fährst').
Die übrigen Umlaute ('Sekundärumlaut': langes ä sowie langes und kurzes ö, ü) wurden in der Schrift z.T. erst spät konsequent markiert, man meint aber heute, dass sie schon früh als Umlaute gesprochen wurden. Auf der phonetischen Ebene ist der 'Sekundärumlaut' also nicht später entstanden als der 'Primärumlaut' (s. Kompendium).
In den allermeisten Fällen ist das umlautbewirkende i oder j schon in der mhd. Zeit nicht mehr vorhanden, der Umlaut hat sich jedoch erhalten bzw. wird erst jetzt schriftlich umgesetzt:
ahd. hûsir > mhd. hiuser (iu steht für langes ü) ;
germ. *hôrjan > ahd. hôren > mhd. hoeren (hier hat das alte j den Umlaut ausgelöst, der wahrscheinlich schon im Ahd. gesprochen, aber erst im Mhd. geschrieben wurde).
Wir kommen in Zusammenhang mit den Verben gleich auf den Umlaut zurück. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir den Umlaut sicher noch einmal systematischer besprechen.
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Heinz-Peter sagt: "Wichtig ist jetzt nur, dass der Umlaut im Prinzip durch ein i oder j in der Silbe, die auf den Vokal folgt, entstanden ist."
Geir fragt: "Damit die Aussprache einfacher geworden ist?"
Heinz-Peter sagt: "Wichtig ist auch, dass er nicht immer sofort auch schriftlich zum Ausdruck gebracht wurde."
Heinz-Peter [zu Geir]: "Genau! Der 'Abstand' zwischen ä und i ist kleiner als der zwischen a und i."
Heinz-Peter sagt: "Könnt ihr selbst ausprobieren."
Geir sagt: "Gerade getan."
Heinz-Peter fragt: "Noch Fragen zum Dia?"
Geir fragt: "Es git wohl auch andere Umlaute?"
Geir sagt: "gibt"
Heinz-Peter sagt: "Assimilation ist gerade das: Ausspracheerleichterung, indem man Laute einander annähert."
Heinz-Peter [zu Geir]: "Wie meinst du das?"
Geir sagt: "Im Beispiel steht 'durch ein i oder j'."
Geir fragt: "ist es nicht in anderen Fällen passiert?"
Geir fragt: "Z.B. dass die Laute dunkler geworden sind?"
Heinz-Peter sagt: "Es gibt andere Lautwechsel, aber die nennen wir jetzt nicht 'Umlaut'"
Geir fragt: "Dann Ablaut usw.?"
Heinz-Peter sagt: "Etwas ähnliches kommt gleich noch vor."
Heinz-Peter fragt: "Können wir also zu den Verben kommen?"
Heinz-Peter ruft: "Dann eine gaaaanz leichte Frage, Dia!"
Gro_L sagt: "Könntest du bitte die Text wieder presentieren. Sie ist bei mir verschwunden"
Heinz-Peter zeigt Dia 2.
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Der Umlaut ist durch ein i oder j in der Folgesilbe entstanden ('partielle regressive Assimilation', d.h. teilweise lautliche Angleichung eines 'tiefen' Vokals an das 'hohe' folgende i, s. Stedje S. 76f; Kompendium S. 9f u. 13). Im Ahd. lässt sich der Prozess zum Teil beobachten, jedenfalls für den sogenannten 'Primärumlaut' kurzes a > kurzes offenes e:
Singular gast - Plural gesti;
Infinitiv faran - 2.Ps.Sg.Präs. feris ('du fährst').
Die übrigen Umlaute ('Sekundärumlaut': langes ä sowie langes und kurzes ö, ü) wurden in der Schrift z.T. erst spät konsequent markiert, man meint aber heute, dass sie schon früh als Umlaute gesprochen wurden. Auf der phonetischen Ebene ist der 'Sekundärumlaut' also nicht später entstanden als der 'Primärumlaut' (s. Kompendium).
In den allermeisten Fällen ist das umlautbewirkende i oder j schon in der mhd. Zeit nicht mehr vorhanden, der Umlaut hat sich jedoch erhalten bzw. wird erst jetzt schriftlich umgesetzt:
ahd. hûsir > mhd. hiuser (iu steht für langes ü) ;
germ. *hôrjan > ahd. hôren > mhd. hoeren (hier hat das alte j den Umlaut ausgelöst, der wahrscheinlich schon im Ahd. gesprochen, aber erst im Mhd. geschrieben wurde).
Wir kommen in Zusammenhang mit den Verben gleich auf den Umlaut zurück. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir den Umlaut sicher noch einmal systematischer besprechen.
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Heinz-Peter [zu Gro_L]: "Du kannst es dir auch in der Aufzeichnung ansehen."
Heinz-Peter zeigt Dia 3.
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Was ist der wichtigste morphologische Unterschied zwischen den Verbformen er sagte und er sprach?
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Heinz-Peter fragt: "Oddny?"
Oddny sagt: "sagte hat in Pret. eine Endung gekriegt"
Ingeborg_A sagt: "sagte hat ein en Dentalsuffix-spach hat keine Endung"
Oddny sagt: "sprach hat ein Umlaut"
Heinz-Peter ruft: "Nein, das heisst nicht Ümlaut'!"
Solfrid sagt: "sag und te zwei morpheme"
Heinz-Peter sagt: "...auch nicht 'Umlaut'"
Tellef sagt: "Sagte ist zweigeteilt und sprach ist nicht geteilt."
Heinz-Peter fragt: "Das ist alles richtig. Welche Klassen von Verben sind hier vertreten?"
Solfrid sagt: "schwach und stark"
Geir sagt: "Starke und schwache."
Anne_E sagt: "stark und schwach"
Ingeborg_A sagt: "starke und scwache"
Tore_T fragt: "Kannst du den Unterschied zwischen Umlaut und Ablaut erklären?"
Else2 sagt: "Starke und schwache"
Heinz-Peter ruft: "Gut!"
Tore_T sagt: "Könntest"
Heinz-Peter [zu Tore_T]: "Umlaut ist immer i-Umlaut, Ablaut der geregelte Vokalwechsel, der z.B. in den starken Verben auftritt."
Tore_T sagt: "Danke"
Heinz-Peter sagt: "In 'spräche' (Konjunktiv') liegt also Umlaut vor, in 'sprach' Ablaut."
Heinz-Peter sagt: "Zuerst ein bisschen zu den schwachen Verben."
Oddny fragt: "Ablaut ? ok, aber Stedje hat Umlaut benutzt - oder ?"
Heinz-Peter sagt: "Ihr habt ja bestimmt die Seiten im Kompendium gelesen."
Heinz-Peter [zu Oddny]: "Glaub ich nicht."
Oddny sagt: "ok"
Heinz-Peter sagt: "Noch'n Dia."
Heinz-Peter zeigt Dia 4.
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Die auffälligste lautliche Erscheinung bei den schwachen Verben (abgekürzt 'swv.') ist der sogenannte Rückumlaut. Die rückumlautenden Verben haben Umlaut im Infinitiv und Präsens, nicht aber im Präteritum und Partizip II ('Partizip Perfekt'): brennen - brannte - gebrannt, kennen - kannte - gekannt. Die Bezeichnung 'Rückumlaut' beruht auf der (falschen) Annahme Jacob Grimms, die entsprechenden Formen hätten ursprünglich einen Umlaut gehabt, der später rückgängig gemacht wurde. In Wirklichkeit ist hier das umlautbewirkende i oder j bereits so früh weggefallen, dass es keinen Umlaut mehr verursachen konnte.
Wichtig ist, dass es im Mhd. mehr rückumlautende Verben gibt als in der Gegenwartssprache, z.B. füeren - fuorte, hoeren - hôrte, setzen - sazte u.a. Die meisten dieser unregelmässigen Formen sind hin zum Nhd. ausgeglichen worden (vgl. Kompendium S. 15f).
Auf weitere Besonderheiten der schwachen Konjugation wie denken - dachte, mögen - mochte gehen wir hier nicht ein.
Zu den Endungen der schwachen Verben: die Endungen im Präsens sind wie bei den starken Verben (hierzu später), die Endungen im Präteritum sind im Prinzip schon wie heute.
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Tellef ist soeben ausgestiegen.
Heinz-Peter fragt: "Habt ihr das verstanden?"
Heinz-Peter ruft: "HALLOOO!"
Gro_L sagt: "werde später eingehender lesen"
Gro_L ruft erregt: "Es ist kompliziert!!"
Frode_R sagt: "Glaube schon, aber wie immer ohne Gewähr"
Heinz-Peter [zu Gro_L]: "Ja, das ist gut. "
Anne_E fragt: "hiess brennen früher brinnen?"
Ingeborg_A fragt: "kannst du Rückumlaut nähere erklâren?"
Tellef ist eingestiegen.
Geir fragt: "Wie hat man dann die ältesten Formen - also mit i oder j - finden können?"
Heinz-Peter sagt: "Das e in 'brennen'ist eigentlich ein Umlaut."
Heinz-Peter erzaehlt: "Das a in 'brannte' ist der ursprüngliche Vokal, der im Präteritum nicht umgelautet wurde, weil hier das i oder j der Folgesilbe bereits früh geschwunden war."
Heinz-Peter [zu Geir]: "Gute Frage. Viel ist rekonstruiert worden und insofern hypothetisch."
Heinz-Peter sagt: "Die meisten Erklärungen sind aber ganz einleuchtend, finde ich."
Geir fragt: "Also brannen - brannte - und irgendwann früher ein i dazu?"
Heinz-Peter sagt: "So ungefähr."
Geir sagt: "Danke."
Ingeborg_A fragt: "Was ist der Unterschied zw. Umlaut und Rûckumlaut?"
Heinz-Peter sagt: "Rückumlaut bedeutet, dass an einer bestimmten Stelle gerade KEIN Umlaut auftritt."
Heinz-Peter sagt: "Aber die Bezeichnung ist etwas ungünstig."
Ingeborg_A sagt: "Ach so"
Heinz-Peter sagt: "Dann kommen wir zu den starken Verben. Für das nächste Dia nehmen wir uns etwas mehr Zeit."
Heinz-Peter zeigt Dia 5.
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Das charakteristische Merkmal der starken Verben (abgekürzt 'stv.') ist der Vokalwechsel, den man als Ablaut bezeichnet: singen - sang - gesungen. Neben dem qualitativen Ablaut (echter Vokalwechsel wie im obigen Beispiel) ist im Mhd. der quantitative Ablaut von Bedeutung, der lediglich aus einem Wechsel von Kurz- und Langvokal besteht: ich nam (kurz!) - wir nâmen (lang!). Neben dem Ablaut kann der grammatische Wechsel (s. Kompendium S. 9) eine Rolle spielen: ziehen - gezogen, wâren - gewesen.
Auf S. 16 des Kompendiums befindet sich eine Übersicht über die mhd. Ablautklassen.
Frage: Wer weiss, nach welchen Kriterien ein mhd. starkes Verb einer Ablautreihe zugeordnet wird?
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Heinz-Peter [zu Daniel]: "Ja, natürlich. Vielen Dank."
Daniel ist soeben ausgestiegen.
Heinz-Peter sagt: "Ja."
Heinz-Peter sagt: "Ablaut tritt aber nicht NUR bei den starken Verben auf, sondern z.B. auch in der Wortbildung, z.B. binden > Band, brechen > Bruch."
Geir sagt: "Die Verben werden je nach Stammvokal in verschiedenen Reihen eingeteilt."
Heinz-Peter ruft: "Gut, Geir!"
Heinz-Peter sagt: "Zuerst noch eine Bemerkung: der quantitative Ablaut spielt heute keine Rolle mehr."
Else2 sagt: "nach Stammvokoal und dessen konsonactischer Umgebung,.."
Heinz-Peter ruft: "Das ist natürlich noch besser, Else!"
Heinz-Peter sagt: "Dann können wir zum nächsten Dia kommen. Schaut bitte auch auf Seite 16 des Kompendiums."
Heinz-Peter zeigt Dia 6.
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Die Zugehörigkeit eines mhd. starken Verbs richtet sich nach dem Wurzelvokal des Infinitivs und dessen konsonantischer Umgebung, z.B.Wurzelvokal e + l oder r + ein weiterer Konsonant = Ablautreihe IIIb (helfen, werden u.a.).
Ein wichtiger Unterschied zwischen nhd. und mhd. Ablautreihen: für ein nhd. starkes Verb lernt man drei bis vier Ablautstufen oder 'Stammformen': singen - sang - gesungen; helfen - hilft - half - geholfen. Mhd. starke Verben haben dagegen im Prinzip fünf Ablautstufen, nämlich jeweils zwei für das Präsens und das Präteritum und eine weitere für das Partizip II. Das heisst: im Singular Indikativ Präsens und Präteritum kann grundsätzlich (jedenfalls in den Ablautklassen I bis V) ein anderer Vokal auftreten als im Plural Indikativ (s. Tabelle). Insofern ist das mhd. System komplizierter als das nhd.
Und jetzt noch eine gute Nachricht: Ihr braucht die Ablautklassen nicht auswendig zu lernen!
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Else2 fragt: "laut des Kompendiums, aber ob ich das verstehe/erinneren kann?"
Heinz-Peter ruft: "Kuck mal aufs Dia!"
Heinz-Peter fragt: "Wer hat Fragen?"
Anne_E sagt: "den letzen Satz find isch sehr gut"
Heinz-Peter fragt: "Nicht wahr?"
Oddny [zu Anne_E]: "ich auch"
Else2 sagt: "danke"
Frode_R geht ins Mellomfags-Atelier.
Heinz-Peter sagt: "Ihr sollt aber wissen, wie das System IM PRINZIP funktioniert."
Gro L ist soeben ausgestiegen.
Heinz-Peter fragt: "Sollen wir das mal an einem Beispiel üben?"
Solfrid fragt: "Ablaut ist also immer von den KOnsonanten in der Umgebung gefärbt wurden - immer systematisch?"
Heinz-Peter sagt: "Im Mhd. ist der Ablaut im Prinzip systematisch, heute nicht mehr (das kommt später."
Heinz-Peter sagt: "Nicht immer haben allerdings die Konsonanten ihre 'Hand' im Spiel."
Solfrid fragt: "die Leute haben sich die Sprache also einfacher gemacht - zu "faul" um alles deutlich auszusprechen?"
Heinz-Peter sagt: "In der Spalte 'Wurzelvokal' (links in der Übersicht auf S. 16) könnt ihr die lautlichen Bedingungen ablesen."
Heinz-Peter sagt: "Nicht immer sind auch Konsonanten angegeben."
Heinz-Peter [zu Solfried]: "Als 'Faulheit' würde ich das nicht bezeichnen."
Geir fragt: "Zu der Zeit des Mhd. hat es wohl nicht eine starke schrifliche Norm gegeben, also haben auch andere Formen auftreten können?"
Heinz-Peter [zu Geir]: "Ja, sehr wichtig. Das ist aber zum Teil noch gar nicht richtig erforscht, damit fängt man erst jetzt systematisch an."
Solfrid sagt: "eigentlich eine "lebendige Sprache"
Heinz-Peter sagt: "Die Tabelle bezieht sich auf das 'normalisierte' Mhd."
Anne_E fragt: "Wo wwurde das gesprochen?"
Heinz-Peter sagt: "Die Zeit ist fast schom wieder um. Ich zeige euch jetzt noch 2 Hausaufgaben für Woche 49."
Heinz-Peter [zu Anne_E]: "Das ist NIE so gesprochen worden, das ist eine Konstruktion der Germanisten!"
Heinz-Peter zeigt Dia 7.
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Aufgabe: Auf S. 29 des Kompendiums finden sich ganz unten die Verse von Walther: ich hete in mîne hant gesmogen daz kinne und ein mîn wange. Wie lautet der Infinitiv von gesmogen, und zu welcher Ablautklasse gehört das Verb? (Benutzt die Übersicht im Kompendium!)
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Heinz-Peter sagt: "Zweite (und wichtigere) Aufgabe:"
Ingeborg A ist soeben ausgestiegen.
Heinz-Peter zeigt Dia 8.
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Aufgabe für Woche 49::
Schaut euch die Übersicht auf S. 17 des Kompendiums an. Die handschriftlichen Zahlen am linken Rand zeigen, welche der 5 Stammformen des starken Beispielverbs im Mhd. jeweils gebraucht wird. Fragen:
1. Wie verhält das mhd. System sich zum ahd. bzw. nhd. System?
2. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen der mhd. und der nhd. Konjugation der starken Verben?
Zu beachten: Die Abkürzung 'Opt.' in der Übersicht steht für 'Optativ' und ist hier gleichbedeutend mit 'Konjunktiv'.
Die Lösungen braucht ihr mir nicht zu schicken, ich werde allerdings voraussetzen, dass ihr euch mit der Übersicht und den Fragen beschäftigt habt.
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Heinz-Peter sagt: "Die Aufgaben könnt ihr euch ja noch mal in Ruhe in der Aufzeichnung ansehen."
Heinz-Peter sagt: "Heute haben wir viel gearbeitet. Jetzt haben wir ein bisschen Erholung verdient."
Heinz-Peter fragt: "Oder sind noch wichtige Fragen zu den Aufgaben?"
Heinz-Peter ruft: "Dann: Tschüss und schönen Abend!"
Tore_T sagt: "Danke, und auf Wiedersehen."
Heinz-Peter ruft: "Wir 'sehen' uns in 2 Wochen!"
Anne_E sagt: "Auf Wiedersehen"
Oddny sagt: "auf Wiedersehen"
Tellef sagt: "Auf Wiedersehen"
Tellef ist soeben ausgestiegen.
Geir ruft: "Auf Wiedersehen!"
-- Ende der Aufzeichnung: Mittwoch, 21. November 2001 8:01 Uhr Dreistadt-Zeit --
Solfrid sagt: "bis zum nächsten Mal"