Auf dem Dokument steht folgendes ...
Das sog. Falkenlied
1.Übersetzung
Übersetzen Sie die beiden Strophen des Gedichts ins Neuhochdeutsche.
2. Das Genre des Gedichts
a)Lesen Sie Brandt, S. 233. Welchem Genre des Minnesangs ist dieses
Gedicht zuzuordnen?
b)Dieses Gedicht kann man als Beispiel für Rollenlyrik verstehen.
Erläutern Sie!
3.Zur Entwicklung des Minnesangs
Lesen Sie Brandt, S. 254 ff. Welcher Entwicklungsphase ordnen Sie
dieses Gedicht zu? Begründen Sie!
4.ich (Z. 1)
a)Bestimmen Sie zunächst die Wortform ich (Wortart + nähere
Angaben, passend zur Wortart).
b)Dieses Lexem heißt im Niederdeutschen ik und im
Lateinischen ego. Erklären Sie die Änderungen im Konsonantismus.
5.zôch (Z. 1)
a)Nennen Sie die 5 mhd. Stammformen dieses starken Verbs (vgl.
Kompendium S. 16).
b)Vergleichen Sie den Konsonantismus der 1. und 5. Stammform. Wie
erklären Sie den Unterschied, der noch heute sichtbar ist? (Sie
finden etwas darüber bei Stedje,, S. 44 ff.).
6.vliegen (Z. 5) : vlouc (Z. 4)
a)Den Unterschied im Vokalismus (
Stammform vliegen hat
in der Form vlouc belegt ist. Wie nennt man dieses Phänomen?
b)Ist dieses Phänomen auch im heutigen Deutsch noch SICHTBAR?
Erläutern Sie!
7.in anderiu lant (Z. 4)
a)In der nhd. Übersetzung muss es in andere Länder heißen.
Versuchen Sie mit Hilfe des Punktes 2.5.2 des Kompendiums eine
Erklärung für die unterschiedlichen Formen zu finden.
b)Kennen Sie eine germanische Sprache, die bei der entsprechenden
Form noch heute die Ø-Endung im Plural hat?
8.was (Z. 7)
was ist die 3. Stammform eines starken, jedoch auch sehr
unregelmäßigen Verbs (im Kompendium steht es unter den anormalen
Verben). Die 5 Stammformen lauten: wesen/sîn : bin : was : wâren :
gewesen.
a)Wie erklären Sie den unterschiedlichen Konsonantismus in den
Formen was und wâren?
b)Im Prät. gibt es im Neuhochdeutschen nur eine Stammform. Welche hat
sich durchgesetzt? Warum? Wie ist es im Englischen?
Steinar Nyböle