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Thema: TYSV153vom 27.05.02, 1.a)und e) und 2.a) (= INF/Modus)
Fazit zu TYSV153 vom 27.05.02, 1.a) und e)
a) IK
ohne zu bieten Advmod
Gates zu locken S (es ist vorl. S)
das Recht zu geben, das Programm zu gestalten Attr. (zu Forderung) (Die zweite IK ist Teil der ersten.)
das Program zu gestalten - Attr. (zu Recht)
diese Meinung zu untermauern Oa (zu versuchen)
in die Weiterentwicklung zu investieren - Attr. (zu Anreiz)
eine konkrete Utopie zu verwirklichen Op (zu bestehen (in), darin ist Korrelat)
einen Ort zu schaffen, an dem man sich bemühte, hier und jetzt nach zu leben alternatives/neues Op (zu bestehen (in)), evtl auch als App. zur vorangehenden IK zu sehen
hier und jetzt nach zu leben Op (zu bemühen sich um etw. bemühen)
einen Ferienort zu schaffen, an dem umzusetzen Attr. (zu Versuch)
jeden Sommer umzusetzen Attr. (zu Möglichkeit)
Synergien hervorzurufen Op (zu gehen (um), darum ist Korrelat)
c) "würde ... führen" - K II, Gegenwartsform der "würde"-Umschreibung (= Kond.I) in einem so genannten verkappten Bedingungsgefüge. Die Bedingung steckt im Subjekt, vgl.: "Wenn man Teile des Programmcodes von Windows offenlegte, würde das zu ..." Hier gebraucht man die "würde"-Umschreibung, um die nicht eindeutige Konj.form "führte" zu vermeiden. "werde" und "gebe" - K I, Gegenwartsform, Referat. Eine eigentliche Redeeinleitung gibt es nicht, aber sie steckt implizite im Satz "Gates versuchte, diese Meinung mit Hilfe bunter Informationsgraphfiken zu untermauern". Es ist also Gates, der referiert wird. Auch der vorangehende Satz mit "würde... führen" ist ein Referat von Gates, nur hier liegt der hypothetische Konj. schon in der direkten Rede vor und wird unverändert übernommen.
Fazit zu TYSV153 vom 27.05.02, 2.a)
(1) a)Wenn er mich jetzt wieder fragte, würde ich ja sagen b) Wenn er mich jetzt wieder fragen würde, würde ich ja sagen Hypothetisches Bedingungsgefüge. Hier geht es um die Zeitreferenz Gegenwart, deshalb sind die Gegenwartsformen des KII zu benutzen. Da diese Formen hier sowohl im Bedingungssatz wie im Folgesatz nicht eindeutig sind, sollte man in dem einen Teilsatz die würde-Umschreibung benutzen, man kann sie aber auch in beiden Teilsätzen benutzen. Im Norw. kann das Plusquamperf. im hypothetischen Bed.gefüge mit Gegenwartsreferenz gebraucht werden, im Dt. ist aber das Plusquamperfekt (sowohl im Ind. als wie hier im Konj.) eine Vergangenheitsform. Im Norw. benutzt man den Kond. (hier Kond.I) nicht im Bedingungssatz, wohl aber im Folgesatz; im Dt kann man den Kond. (= würde-Umschreibung) auch im Bedingungssatz verwenden.
(2) Wenn du dir damals ein Haus gekauft hättest, wärst du heute ein reicher Mann (..., würdest ... sein) Wieder ein hypothetisches Bed.gefüge. Im Bed.satz liegt Vergangenheitsref. vor, deshalb benutzt man im Dt. die Verg.form des KII; im Folgesatz liegt Gegenwartsref. vor, deshalb ist die Gegenwartsform des KII zu benutzen. Die würde-Umschreibung ist im Folgesatz lieber nicht zu benutzen, weil die KII-Form (wär(e)st) eindeutig ist und auch nicht veraltet klingt. Weiter: Der Kond 2. (= würde-Umschreibung mit Verg.referenz) wird im Dt. selten verwendet, die normalen KII-Formen mit Verg.ref. (Plusquamperf. Konj.) sind immer eindeutig und geläufig. Reduzierte Formen wie im Norw. (ville (ha) sagt) gibt es nicht, im Dt. nur würde gesagt haben, und diese Form kann im Dt anders als im Norw. nur Verg.ref. haben.
Fazit zur Kasusaufgabe F: (1) Tränen liefen *ihm übers Gesicht. *ihm = possessiver Dativ ("Gesicht" = Körperteil). (2) *Einen Augenblick dachte ich nach. *einen Augenblick = Advtemp/quant - Zeitdauer (wie lange?). (3) Der Nachbar wurde *des Einbruchs beschuldigt. *des Einbruchs = Og, von "beschuldigen" regiert, im Aktiv neben einem Oa, das hier im Passiv als S steht. Alternative = wegen des Einbruchs. (4) Die Überwindung *des Schamgefühls war **ihr nicht leicht. * des Schamgefühls = Genitivattribut, objektiver Genitiv. Alternative = vom Schamgefühl. ** ihr = Od, regiert von einem Verb + einem Piv, evtl. auch als freier Dativ und zwar als Dativ des Richters zu deuten. Alternative = für sie. (5) Die Ankuft *des Präsidenten erfolgt **nächsten Sonntag. *des Präsidenten =Genitivattribut, subjektiver Genitiv. Alternative = vom Präsidenten (nicht besonders zu empfehlen, wohl aber möglich). **nächsten Sonntag = Advtemp, bestimmter Zeitpunkt (wann?). Alternative = am nächsten Sonntag. (6) Der Arzt kam *dem Verunglückten zu Hilfe. *dem Verunglückten = Od, regiert von einem Prädikat bestehend aus Verb + Präpositionalgefüge. (7) Am Morgen *des dritten Tages musste das Haus geräumt werden. *des dritten Tages = Genitivattribut, Genitiv der Zugehörigkeit. Alternative = vom dritten Tag (nicht besonders zu empfeheln, wohl aber möglich). (
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Er war *groBer Leistungen fähig. *groBer Leistungen = Og, vom Adjektiv fähig regiert. Alternative = zu groBen Leistungen (heute viel üblicher als Og bei diesem Adjektiv). (9) Der General setzte *seine Soldaten **der gröBten Gefahr aus. *seine Soldaten = Oa, **der gröBten Gefahr = Od, beide vom Verb aussetzen regiert. Bei diesem Verb bezeichnet das Od in der Regel keine Person, das Oa aber doch. Bei den meisten Verben mit Oa und Od ist es in der Regel umgekehrt. (10) Die Expedition kehrte *unverrichteter Sache zurück. *unverrichteter Sache = Advmod, modaler Genitiv (Art und Weise - wie?). Alternative = mit unverrichteter Sache (Genitiv aber wohl üblicher).
Fazit zu Inf/Part C, 1.
a)das hereinzukriegen, was der Magen forderte UND davon möglichst wenig abzugeben - die zwei durch "und" verbundenen IK haben die Funktion Op (Worum ging es?). "darum" ist Korrelat (vorläufiges Op).
b)das Butterbrot ... zu halten, um ... zu erzeugen - Die IK ist Attribut zu "Technik" (Welche Technik?)
c)um ... zu erzeugen - Diese IK ist ein Teil der attributiven IK in b) und ist ein Advfin darin. Sie könnte auch als Advfin im Hauptsatz gesehen werden. (In welcher Absicht/Zu welchem Zweck/Wozu?)
d)vor den F. zu warnen - Og, vom Adj. "müde" regiert. (Wessen werden sie nicht müde?)
e)nach einem langen A. .... zu zaubern - Op vom Verb "bringen" regiert (jemanden zu etw. bringen")- Wozu sind sie zu bringen? - "dazu" ist Korrelat (vorläufiges Op).
Fazit zu INF/PART C, 2.
"verlockender" ist ein Partizipialadjektiv. Es wird wird kompariert wie ein Adjektiv, nämlich durch die Endungen "-er" und "-est". Im Text steht es schon mit der Komparativendung "-er". Es kann darüber hinaus durch "äuBerst" graduiert werden: "Das war äuBerst verlockend".
Komparation durch Endungen ist bei den verbalen Partizipien nicht möglich, da erfolgt die Komparation durch "mehr" und "am meisten": "Dieses Buch ist mehr gelesen (und nicht: *gelesener) als jenes". Und "äuBerst" kann nicht davor stehen: "Dieses Buch ist *äuBerst gelesen".
Die Partizipialadjektive haben sich im Gebrauch und in der Bedeutung von den entsprechenden verbalen Partizipien mehr oder weniger losgelöst und das zeigt sich eben in den meisten Fällen darin, dass sie anders kompariert werden (eben wie normale Adjektive) und anders graduiert werden können (eben etwa durch "äuBerst"). Oft ist der Bedeutungsunterschied so klar, das man überhaupt nicht an das entsprechende Verb denkt: "bekannt" in "ein bekannter Schriftsteller" hat nur von der Form her eine Beziehung zum Verb "bekennen" (Part.2 "bekannt").
Fazit zu INF/PART C, 3.:
"(die) von Mutter reichlich garnierte (Käsestulle)" ist ein erweitertes vorangestelltes Partizipialattribut. "garnierte" ist das (deklinierte) Partizip, "von Mutter" und "reichlich" sind die davon abhängigen Glieder. Umformung in einen Relativsatz: "... als die Käsestulle, die von Mutter reichlich garniert (worden) war".
Fazit zu INF/PART C, 4.:
"(wurden) ... geschickt": Das ganze Prädikat ist Prät. Ind. (werden-)Passiv.
"(wurde) ... überführt": wie das vorangehende Prädikat!
"(wurde) ... unterzogen": wie das vorangehende Prädikat!
"retten (wollen)": Präs. Ind. Akt., objektive modale Bedeutung des Modalverbs "wollen": Absicht/Willen des grammatischen Subjekts wird ausgedrückt.
"(können)... sagen": Präs. Ind. Akt., obektive modale Bedeutung von "können": Fähigkeit des gr. Subjekts wird ausgedrückt.
"(sind)... zu bringen": Präs. Ind. Passiv(-variante), neben der passivischen Bed. auch objektive modale Bed. im Sinne von "können", vgl. "(dazu) gebracht werden können".
Thema heute 09.12.03: Inf/Part C, 2. - 4. und Inf/Part D
Aufgaben heute (03.02.): KONJ E, F und G
Fazit zu KONJ B
(1) Der Vorsitzende sagte, er rechne mit unserer Mitwirkung.
(2) Sie sagten, sie hätten manchmal auch sonntags um 7 aufstehen müssen.
(3) Die ausländischen Studenten sagten lächelnd zu uns, wir möchten bitte etwas langsamer sprechen.
Fazit zu KONJ C
(1) Konj. 2 Vergangenheitsform in einem irrealen Wunschsatz. Zeitreferenz ist also Vergangenheit.
(2) Konj. 1 Vergangenheitsform in der indirekten Rede. Diese Konj.1-Form ist distinktiv (eindeutig) und wird hier deshalb gewählt. Es gibt hier keine eigentliche Redeeinleitung und eine Konjunktivform ist hier notwendig, um die Aussage als Referat zu markieren. Die Vergangenheitsform zeigt, dass in der direkten Rede eine Vergangenheitsform benutzt wurde, hier wohl Perfekt Ind. (Passiv!).
(3) a) gesagt hätte, wären ausgebrochen - Konj. 2 Vergangenheitsformen in einem irrealen Bedingungsgefüge. Die Zeitreferenz ist also Vergangenheit. b) werde verboten Konj. 1 Gegenwartsform (Passiv!) in der indirekten Rede. Die Zeitreferenz ist Zukunft. Besonders im Passiv werden die Präsensformen oft mit Zukunftsreferenz benutzt, weil man zweimal eine Form von werden vermeiden möchte (hier: werde verboten werden).
D
(1) Man sagte, er sei krank geworden.
(2) Es wurde behauptet, er sei gerettet worden.
(3) Er meinte, man müsse sie retten.
(4) Er meinte, man habe sie retten müssen.
(5) Sie erzählte, sie habe ihm tragen geholfen/helfen. (Ersatzinf. möglich!)
Fazit zu KONJ E
(1) wüsste (/wisse) In irrealen Vergleichsätzen wir meistens der Konj.2 benutzt, aber auch Konj.1-Formen sind möglich. Die Gegenwartsformen des Konj. drücken in solchen Sätzen Gleichzeitigkeit (mit der Handlung im übergeordneten Satz in diesem Beispiel so) aus, die Vergangenheitsformen drücken Vorzeitigkeit aus.
(2) ist - Wenn in einer Redeeinleitung das Verb in der 1. Pers. Präsens steht, verwendet man den Indikativ, denn in diesem Fall gibt es kein Referat.
(3) ist Wenn die Redeeinleitung die Form eines Präpositionalgefüges mit zufolge, laut und nach hat, wird in der Regel der Indikativ benutzt.
Fazit zu KONJ F
(1) Sie meinte, sie habe den Bus kommen hören/gehört, aber habe die Augen nicht öffnen können.
(2) Er sagte, ich solle/(sollte) endlich den Mund halten.
(3) Er bat mich, ich möge/möchte bitte in die Sprechstunde kommen.
Fazit zu KONJ G
Der Minister meinte, mit dem Ende der Ost-West-Spaltung müsse die in vier Jahrzehnten erreichte Zusammenarbeit, die u.a. auch den Frieden gesichert habe, schrittweise ausgedehnt werden. Die Einbeziehung der nordeuropäischen Staaten und Österreichs sei dazu der erste Schritt gewesen. Weitere Beitrittskandidaten aus dem mittleren Europa hätten bereits an die Brüsseler Tür geklopft. Man werde sie nicht schon morgen aufnehmen können das wäre eine wirtschaftliche und politische Überforderung aller Beteiligten. Abr es sei ihnen gezeigt worden, dass die Tür offen sei.
Im Grammatikzimmer liegt jetzt ein Dokument "Aufgaben zum Konj. H, I und K" aus. In diesen Aufgaben geht es meistens nicht um den Gebrauch das Referatkonjunktivs, sondern um andere Verwendungen des Konjunktivs. Bitte diese Aufgaben für die nächste(n) Stunde(n) im Unterricht vorbereiten, zunächst einmal für den 10.02.04! Und bitte dabei natürlich die relevanten Seiten in REITEN studieren!
Heute (23.03.) besprechen wir die Aufgabe INF/PART H zu Ende und nehmen danach die Aufgabe KONJ L (und evtl. auch KONJ M) unter die Lupe.
Fazit zur Aufgabe KONJ H
Gleiche Übersetzung aller drei Sätze: "Er hätte jetzt eine gute Stellung, wenn er in der Studienzeit fleiBiger gewesen wäre."
Kommentar: Es handelt sich um ein hypothetisches Bedingungsgefüge, deshalb müssen wir den Konj.2 benutzen. Im Hauptsatz (Folgesatz) liegt Gegenwartsbezug vor, deshalb müssen wir die Gegenwartsform benutzen, im Bedingungssatz liegt Vergangenheitsbezug vor, und deshalb müssen wir die Vergangenheitsform benutzen.
Im Norwegischen kann das Plusquamperfekt und der Kond.2 sowohl mit Gegenwartsbezug als mit Vergangenheitsbezug verwendet werden, der Kontext entscheidet, was jeweils gemeint ist. Darüber hinaus kann im Kond. 2 das Hilfsverb "ha" wegfallen, ohne dass die Bedeutung sich ändert (vgl. (3)). Im Deutschen ist der entsprechende Wegfall von "haben" in dieser Form (etwa: "würde gehabt (haben)") nicht möglich. Hier passt aber auch die volle Form nicht, weil diese Form im Deutschen Vergangenheitsbezug hat. Und überhaupt wird der Kond.2 nur selten in Bedingungsgefügen verwendet, man verwendet stattdessen eben den Plusquamperf. Konj., der immer eindeutige Konjunktivformen hat (das finite Verb ist ja entweder eine Form von haben (hätte, hättest etc.) oder von sein (wäre, wärest etc.).
- Bei Gegenwartsbezug kann man auch den Kond.1 (= würde haben) benutzen, um eine nicht eindeutige Gegenwartsform des Konj.2 zu vermeiden (etwa bei den schwachen Verben!). Hier ist das aber nicht aktuell, die Form "hätte" ist eindeutig.
Fazit zu KONJ I (1) (10)
(1) Konj.2 in einem hypothetischen Bedingungsgefüge, Gegenwarts-/Zukunftsreferenz (Gegenwartsformen). Im Folgesatz wird die würde-Umschreibung (Kond. 1) benutzt, weil die Form weinten nicht eindeutig ist.
(2) Es liegt ein so genanntes verkapptes (= maskiertes) hypothetisches Bedingungsgefüge vor, die Bedingung steckt in einem Satzglied und nicht in einem Bedingungssatz, hier in ohne sie (= wenn sie nicht da wäre). Gegenwartsreferenz (Gegenwartsform des Konj.2).
(3) Konj.2 in einem hypothetischen Wunsch, Gegenwartsreferenz. Typisch in solchen Wünschen sind die Partikeln nur, bloß oder doch.
(4) Konj.1 Vergangenheitsform (eindeutig) in der indirekten Rede, Vergangenheitsreferenz. hören ist hier Redeeinleitung, man hört und referiert eine Aussage.
(5) Konj. 1, Gegenwartsform von mögen, indirekte Wiedergabe einer höflichen Aufforderung (also Referat). Redeeinleitung ist hier bettelte. hörte im Hauptsatz ist hier keine Redeeinleitung, deshalb ist bettelte eine Indikativform.
(6) Die beiden Nebensätze machen ein hypothetisches Bedingungsgefüge aus, deshalb werden hier Konj.2-Formen benutzt, und zwar die Vergangenheitsformen (also Vergangenheitsreferenz). In Verbindung mit wissen wird sonst meist der Indikativ im abhängigen Satz verwendet. Hier hat aber eben der Gebrauch vom Konj.2 nichts mit wissen zu tun, sondern ist durch den hypothetischen Inhalt begründet.
(7) Konj.2 im hypothetischen Bedingungsgefüge, im Folgesatz liegt Vergangenheitsreferenz vor (deshalb die Vergangenheitsform!), im Bedingungsatz liegt Gegenwartsreferenz vor, die würde-Umschreibung (Kond.1) ist aber gewählt worden, weil man die Gegenwartsform stünde vermeiden möchte. Die meisten umgelauteten Konj.2-Formen (=Prät. Konj.) der starken Verben (flöge, verlöre, gelänge etc.) klingen nämlich gehoben bzw. veraltet und werden deshalb in der Regel durch die würde-Umschreibung ersetzt.
(
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Im ersten Satz liegt ein verkapptes (siehe oben!) hypothetisches Bedingungsgefüge vor, die hypothetische Bedingung steckt in sonst (= wenn das nicht der Fall gewesen wäre). Es liegt Vergangenheitsreferenz vor, deshalb wird die Vergangenheitsform gebraucht. Im zweiten Satz liegt indirekte Rede vor, und zwar mit Gegenwartsreferenz, deshalb wird die Gegenwartsform des Konj.1 (eindeutig!) benutzt. Redeeinleitung ist hier das Verb denken, ein (hypothetischer) Denkinhalt wird referiert.
(9) Es liegt eine höfliche Frage vor, indirekt als Bitte zu verstehen. Hier könnte man auch die Indikativform (Darf ich ) benutzen, dabei klingt aber die Frage weniger höflich. Allgemein gilt, dass der Gebrauch von Konj.2-Formen eine Aussage vorsichtiger und eine Frage höflicher macht als entsprechende Aussagen/Fragen mit dem Indikativ. Es handelt sich in solchen Fällen meist um Modalverben, sein und haben. Vgl. REITEN S. 254, Pkt. 3.
(10) Im Geschäft/Restaurant benutzt man in der Regel die Konj.2-Form von haben, wenn man einen Wunsch äußert. Dabei ist das Wort gern obligatorisch. Vgl. auch das unter (9) Gesagte zur Verwendung von Konj.2 in höflichen Fragen/vorsichtigen Aussagen. Sonst (und bei anderen Verben) benutzt man oft Konj.2 von mögen zum Ausdruck eines höflichen und bescheidenen Wunsches, wobei gern fakultativ gebraucht werden kann, z.B. Ich möchte dich morgen (gern) besuchen. Vgl. REITEN S. 254 unten, Merk. 1, 2 und 3.
Fazit zu KONJ I (11) (20)
(11) Ein hypothetisches Bedingungsgefüge liegt vor, hier als vorsichtige /höfliche Frage gemeint. Es liegt Gegenwartsreferenz vor, deshalb werden Gegenwartsformen des Konj.2 benutzt. Sowohl das Verb im Bedingungssatz wie das im Folgesatz haben keine endeutigen Konj.2-Formen (genügte, sagtest), deshalb benutzt man hier im Folgesatz die würde-Umschreibung. Das genügt, damit man sagtest als Konjunktivform interpretiert (mit Gegenwartsreferenz). Man hat also nicht in beiden Sätzen eine eindeutige Konj.2-Form nötig, um die Aussage konjunktivisch zu interpretieren, eine endeutige Form genügt. Man kann aber auch in beiden Sätzen die würde-Umschreibung benutzen: Vielleicht würde genügen, wenn sagen würdest. Das klingt aber sehr umgangssprachlich und wird von vielen als stilistisch unschön empfunden.
(12) Konj.1 Gegenwartsform in einem (realisierbaren) Wunsch. Nur diese Form kann in solchen Wünschen gebraucht werden. Umschreibung durch mögen (ebenfalls im Konj.1) ist möglich, dann kann das finite Verb auch an erster Stelle stehen: Möge Gott/Gott möge ihm schenken.
(13)Konj.2 Vergangenheitsform in einem Satz mit dem Adverb fast. Drückt aus, dass die Handlung/das Geschehen nicht stattfand, es war nur nahe daran. So auch in Verbindung mit u.a. beinahe und um ein Haar. Vgl. REITEN S. 252 oben Merk.
(14) Konj.2 Vergangenheitsform in einem adverbialen Folgesatz (Konsekutivsatz). Wenn das Prädikat im übergeordneten Satz ein Vergangenheitstempus hat, ist in solchen Sätzen der Konj.2 (Vergangenheitsform) möglich, um Eventualität auszudrücken, aber auch Indikativformen kommen vor.
(15) Der Konj.1 Gegenwartsform kann gebraucht werden, um den Willen des Sprechers/eine Art Aufforderung an den Hörer auszudrücken. Dieser Gebrauch ist typisch für die wissenschaftliche Prosa und ist beschränkt auf die 3. Person Sg. (vgl. Norw.: La fölgende opplevelse tjene som ).
(16) Konj. 2 Gegenwartsform in einer vorsichtigen Aussage. Hier könnte man auch den Indikativ verwenden (Ûbrigens habe ich ), dann klingt die Aussage weniger vorsichtig, direkter irgenwie.
(17) Konj.2 Vergangenheitsform in einer hypothetischen Aussage. (Impliziert wird: Sie trugen ihn nicht.)
(1
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Konj. 2 Gegenwartsform in einer vorsichtigen Aussage. Wenn man den Konjunktiv hier benutzt, klingt eine schwache Reservation mit (Vielleicht hat man doch etwas vergessen?), der Unterschied zum Indikativ (Das ist alles) ist aber nicht groß. Trotzdem eine übliche Wendung, vgl. auch Norw.: Det var (vel) alt istf. Det er (vel) alt.
(19) Der gleiche Fall wie in (10), gern steht aber hier im Superlativ (am liebsten). Konj. 2 Gegenwartsform.
(20) Konj.2 Gegenwartsform. Wenn das Bezugswort des Relativpronomens ein negiertes Wort ist, kann im Relativsatz der Konj.2 gebraucht werden, aber der Indikativ (weiß) ist immer möglich.
Fazit zu MODALVERB ville/skulle
(1) Es war Mitternacht, und das Brautpaar wollte sich gerne zurückziehen Ein höflicher, bescheidener Wunsch, hier mit Vergangenheitsreferenz, deshalb wollte = Prät. Ind.. Entspricht mit Gegenwartsreferenz: möchte (gern). (Vgl. hierzu und zum Satz (2) R. S. 132, Merk 1 oben )
(2) Sie möchte gern Parteivorsitzende werden Wie (1), aber mit Gegenwartsreferenz. Prät. Konj. (=Konj 2 Gegenwartsform).
(3) Wir wollten eben zu Bett gehen, als es an der Tür klingelte Wenn in der Vergangenheit etwas unmittelbar (eben)bevorsteht, und der Wille des Subjekts ausschlaggebend ist, benutzt man wollen. Prät. Ind. (Vgl. R. S. 133, Merk 2 unten)
(4) Sie soll sehr reich sein sollen drückt hier aus, dass die Aussage von einer dritten Person stammt (Referat einer dritten Person).. Präs. Ind., Gegenwartsreferenz. Subjektiver Gebrauch (sonst in allen Sätzen obj. Gebr.).
(5) Das hättest du nicht sagen sollen sollen entspricht hier norw. burde (bör). Plusquamperf. Konj.,
Vergangenheitsreferenz (Vergangenheitsform des Konj 2).
(6) Sollte er nicht rechtzeitig auftauchen, haben wir ein Problem sollen entspricht norw. skulle in Bedingungssätzen, gewöhnlich wie hier mit Zukunftsreferenz. Prät Konj (Gegenwartsform des Konj 2) (Vgl. R. S. 133 Merk. 1 oben)
Fazit zu INF/PART H
a)
(1) Ihr braucht es ihm nicht (zu) sagen. Bei brauchen kann der abhängige Infinitiv mit oder ohne Infinitivpartikel (zu) stehen, so ist es aber auch beim entsprechenden norwegischen Verb trenge (å).
(2) Ich fand sie auf einer Bank im Park sitzen(d). Bei finden kann sowohl ein Part. 1 als ein Infinitiv stehen, beim entsprechenden norwegischen Verb kann nur das Part.1 (presenspartisipp) stehen.
(3) Sie kamen in einem alten Opel gefahren. Bei kommen wird das Part.2 von intr. Bewegungsverben benutzt (wie hier), sonst das Part.1. Beim entsprechenden norwegischen Verb ist von allen Verben nur ein Part.1 (presenspartisipp) möglich.
(4) Sie kamen pfeifend die Straße hinunter. - pfeifen ist kein intr. Bewegungsverb, deshalb nur Part. 1. Vgl. Kommentar zu (3) oben.
(5) Sie haben vieles dulden müssen. U.a. bei den Modalverben muss man den so genannten Ersatzinfinitiv benutzen im Perf. und Plusquamperf. (statt eines Part. 2). Im Norw. gibt es keinen Ersatzinf.
(6) Sie hat ein paar ziemlich gravierende Fehler gemacht. Keine Unterschiede.
(7) Ich habe nie tanzen gelernt. Bei lernen steht der Infinitiv in der Regel (wie hier) ohne zu, wenn der Inf. keine oder nur eine Ergänzung hat. Die Infinitivpartikel ist also in solchen Fällen ungewöhnlich. Beim entsprechenden norwegischen Verb steht der Infinitiv immer mit Infinitivpartikel.
(
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Der fliegende Holländer ist eine von Wagners bekanntesten und am meisten gespielten Opern. Vgl. hier norw. mest kjente und mest spilte, also in beiden Fällen Komparation durch mest (analytische Komparation). Bei bekannt muss man im Deutschen die synthetische Komparation (=durch Endungen) benutzen , weil das Wort ein Partizipialadjektiv ist, das eine andere Bedeutung gekriegt hat als das (verbale) Part.2 von bekennen. Im Norw. benutzt man die analytische Komparation nicht nur wie auch im Deutschen - bei verbalen Partizipien , sondern auch bei vielen Adjektiven (und darunter auch Partizipialadjektiven), wo im Deutschen eben Komparation durch Endungen vorgeschrieben ist.
b)
(der) im Sommer an die Spitze der Partei zurückgekehrte (einstige Vorsitzende) - der einstige Vorsitzende, der im Sommer an die Spitze der Partei zurückgekehrt war,
(die) von ihm neu geordnete (Parteiführung) - die Parteiführung, die von ihm neu geordnet (worden) war,
(gegenüber der) stets rebellierenden (orthodoxen Linken) - gegenüber der orthodoxen Linken, die stets rebelliert,
(In dem) am Sonntag gebilligten (Grundlagentext) - In dem Grundlagentext, der am Sonntag gebilligt wurde,
(mit dem) einst in der DDR praktizierten (Sozialismus) - in dem Sozialismus, der einst in der DDR praktiziert wurde,
Fazit zu KONJ L
a) Gerhart Hauptmann erzählte einem Kölner Theaterkritiker: Albert Bassermann spielte/hat in der Uraufführung der Griselda dem Markgrafen Ulrich gespielt. Darüber verwunderte sich der Theaterkritiker und fragte: War denn Bassermann die ideale Besetzung? Hauptmann erwiderte: Das ist ja das Kuriose, das sind die großen Schauspieler ziemlich selten. Bassermann bestand/hat aber darauf bestanden, den Markgrafen zu spielen, und es hätte viel Ärger gegeben, wenn die Rolle anders besetzt worden wäre.
b) Mir war es, als hätte /(habe) hinter mir etwas geklappert. Die Geschichte macht den Eindruck, als ob sie erfunden wäre /(sei). Es sieht so aus, als ob Petra kein Interesse an der Sache hätte/(habe).
c) Wenn ich an dem Abend nicht so müde gewesen wäre, wäre ich ins Kino gegangen.
Wenn Oma einige Jahre jünger wäre, könnte sie viel mehr reisen /(würde reisen können). (Gegenwarts-/Zukunftsreferenz!) Wenn Oma einige Jahre jünger gewesen wäre, hätte sie viel mehr reisen können. Vergangenheitsreferenz!)
Fazit zu KONJ M
1.
Wenn ich mehr Zeit hätte, reiste /würde ich nach Berlin reisen. (Gegenwarts-/Zukunftsreferenz!)
Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, wäre ich nach Berlin gereist. (Vergangenheitsreferenz!)
Sie stellte fest, dass die Regierung sich geirrt habe /(hatte ohne Referat zu markieren!)
Professor Hansen sagt, dass die Probleme im Laufe dieses Jahres gelöst werden könnten.
Sie meinen, die Polizei hätte keine Probleme gekriegt, wenn man früher eingegriffen hätte.
2.
Petra sagte, diese Vereine (hülfen veraltet!)/würden jetzt nur gewissen Personen helfen. Dies sei darauf zurückzuführen, dass sie zu wenig Geld habe. So sei es jetzt schon seit ein paar Jahren. Vor zehn Jahren sei die Situation ganz anders gewesen.
3.
Es hatte den Anschein, als ob er lange vor dem Konkurs der Firma Informationen über Zahlungsschwierigkeiten bekommen hätte /(habe).
Wenn ich jetzt plötzlich eine Million Euro ins Ausland überwiese/(überweisen würde), dann würde ich Probleme bekommen.
Ach, wenn ich damals auf meine Eltern gehört hätte!
Fazit zu 153, Sept.02, Aufgabe 1. a)
um das Netz zu kontrollieren - Advfin (Wozu? Zu welchem Zweck?)
ihre Online-Aktivitäten zu überwachen Op (Womit?)
Internet-Cafés zu benutzen Oa (Was?)
die Freiheiten zu beschneiden Attr. (zu Bestrebungen welche Bestrebungen?)
den Zugang einzuschränken S (Was?)
ihre Bürger fernzuhalten Op (Worum?)
solche Inhalte zu stoppen Attr. (zu Möglichkeiten welche Möglichkeiten? Möglichkeiten wozu?)
eine Kontrolle zu begründen Op (Worum?)
ihre individuellen Rechte unterzuordnen Op (Wozu?)
Fazit zu Konj. in der ind. Rede - Aufg. I
Die Polizei fragte, ob er nicht Herr Müller sei, (Konj.1, Gegenwartsform) und ob er nicht gestern am Hauptbahnhof gewesen sei. (Konj.1, Vergangenheitsform). Er solle/möge/möchte doch lieber gleich gestehen (Konj.1 von "sollen" oder "mögen"(höflicher!), bei "mögen" auch die Konj.2-Form - alles Wiedergabe eines Imperativs in der dir. Rede), dass er und seine Komplicen dort ein Auto geknackt hätten (Konj.2, Vergangenheitsform, die entsprechende Konj.1-Form ist identisch mit der Indikativform und wird deshalb vermieden). Das werde/würde ihm sicher vor dem Richter zugute kommen (Konj.1, Zukunftsform oder "würde"-Umschreibung - letztere ist klingt hier weniger gehoben/vornehm).
Der Verdächtigte erwiderte, erstens heiBe er nicht Müller, sondern von Holzapfel (Konj.1, Gegenwartsform). Zweitens könne er nicht verstehen (Konj.1, Gegenwartsform), wieso die Polizei/er ihn verdächtigen könne (Konj.1, Gegenwartsform); seine Frau und er seien gestern bei Freunden auf dem Lande gewesen (Konj.1, Vergangenheitsform). Zwar hätte er nichts gegen einen neuen Wagen (Konj.2, Gegenwartsform, hier unverändert übernommen aus der direkten Rede), aber den würde er sich lieber auf ehrliche Weise verschaffen (Konj.2, Gegenwarts-/Zukunftsbezug = "würde"-Umschreibung, hier unverändert übernommen aus der direkten Rede). - Ob er jetzt gehen dürfe (Konj.1, Gegenwartsform)?
KONJUNKTIV IN DER INDIREKTEN REDE
Hauptregel(n) für die Verwendung:
a) Bei der Umformung von direkter in indirekte Rede benutzt man in der Regel Konj.1-Formen, wenn diese sich von den entsprechenden Indikativ-Formen unterscheiden. Falls es einen Zusammenfall gibt, benutzt man die entsprechenden Konj.2-Formen.
b) Falls in der direkten Rede schon Konjunktivformen vorliegen, werden diese unverändert in die indirekte Rede übernommen.
c)Präsens Indikativ in der direkten Rede wird durch Präsens Konjunktiv (=Gegenwartsform der Konj.1) wiedergegeben, bei Zusammenfall durch Präteritum Konjunktiv (= Gegenwartsform des Konj.2); Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt Indikativ werden alle durch den Perfekt Konjunktiv (= Vergangenheitsform des Konj.1),bei Zusammenfall durch den Plusquamperfekt Konjunktiv (= Vergangenheitsform des Konj.2); Futur Indikativ wird durch Futur Konjunktiv (= Zukunftsform des Konj.1) wiedergegeben, bei Zusammenfall -aber auch sonst - durch die sogenannte "würde"-Umschreibung (Zukunftsform des Konj.2) - Zu beachten ist, dass die Gegenwartsformen (Präsens und Präteritum Konjunktiv) sich auch auf die Zukunft beziehen können (wie ja auch das Präsens Indikativ!)
Das Tempussystem des Konjunktivs ist also reduziert verglichen mit dem Indikativ: Es gibt keinen temporalen Unterschied zwischen Präsens und Präteritum Konjunktiv (beides Gegenwartsformen), auch nicht zwischen Perfekt und Plusquamperfekt Konjunktiv (beides Vergangenheitsformen), noch zwischen Futur Konjunktiv und der "würde"-Umschreibung (beides Zukunftsformen). - Es gibt aber - auBerhalb der indirekten Rede - einen wichtigen modalen Unterschied!
d) Zu Konj.1-Formen vs. Konj.2-Formen: Konj.1-Formen sind Formen, die aus einer Präsens-Konjunktiv-Form - evtl. zusammen mit infiniten Verbformen - besteht. Konj.2-Formen sind Formen, die aus einer Präteritum-Konjunktiv-Form - evtl. zusammen mit infiniten Formen - besteht.
Fazit zu INF 17, I. 1. : Zeile 5: "die P. zu beobachten" - Attribut zu "Auftrag" (Welchen Auftrag?). Zeile 11: "sich zum U. durchzuschlagen" - Oa bei "versuchen" (Was?). Zeile 12: "den G. aufzusuchen" - SPiv (evtl. auch als S zu analysieren, dann ist "das beste" SPiv) (Was?). Zeile 18: "sich dazuzusetzen" - Op bei "auffordern" (Wozu?). Zeile 19: "von a. und s. P. zu nehmen" - Attribut zu "Möglichkeit" (Welche Möglichkeit?).
Fazit zu INF 17 I 4.: a)"gefahren" - PT (Hauptverb im Prädikat). Das ganze Prädikat ("war gefahren")ist Plusquamperfekt Indikativ Aktiv, 3.Pers. Sg., "war" ist also hier temporales Hilfsverb. b) "untersucht" - PT (Hauptverb im Prädikat). Das ganze Prädikat ("waren untersucht worden") ist Plusquamperfekt Indikativ ("werden"-)Passiv, 3. Pers. Pl., "war" ist also temporales Hilfsverb, "worden" ist Passivhilfsverb (in der Form des Partizips). c) "worden" - PT (Passivhilfsverb), siehe b). d) "zu bringen" -PT (Hauptverb im Prädikat). Das ganze Prädikat ("war zu bringen") ist Präteritum Indikativ der Passivvariante "sein" + Inf. mit "zu", 3. Pers. Sg., diese Passivvariante hat zugleich auch modale (hier im Sinne von "sollen", d.h. Notwendigkeit) Bedeutung, vgl. die Umschreibung "sollte ... gebracht werden". e) "reingefegt" - PT (Hauptverb im Prädikat), das ganze Prädikat ("war reingefegt") ist Präteritum Indikativ ("sein"-)Passiv (= Zustandspassiv), "war" ist also hier Passivhilfsverb. f) "gebracht" - PT (Hauptverb im Prädikat). Das ganze Prädikat ("hatte gebracht") ist Plusquamperfekt Indikativ Aktiv, 3. Pers. Sg., "hatte" ist also temporales Hilfsverb. (g)"verhaftet" - Opiv (zu "ihn"), das Part. 2 hat passivische Bedeutung, vgl. "er war verhaftet". h) ""zitternd" - Part. 1 als freies SPiv, kann evtl. auch als ADVmod (Untergruppe "begleitender Umstand")analysiert werden, vgl. die Umschreibung "indem/wobei er zitterte". i) "eingeschlafen" - PT (Hauptverb im Prädikat). Das ganze Prädikat ("war eingeschlafen") ist Plusquamperfekt Indikativ Aktiv, 3. Pers. Sg., "war" ist also temporales Hilfsverb.
- NB! Ich habe hier versucht, die Prädikate möglichst genau zu beschreiben - als Muster für euch. In der Aufgabe wird nur gebeten, die Prädikate "kurz zu charakterisieren". Also wäre hier eine kürzere Beschreibung zu akzeptieren, etwa in a) so: PT, Teil von Plusquamp. Akt.
5 DEKLINATIONSTYPEN nach der Endung im Nom. Pl.
1. Deklinationstyp: -e
2. Deklinationstyp: -er
3. Deklinationstyp: Ø (keine Endung)
4. Deklinationstyp: -(e)n
5. Deklinationstyp: -s
Die Endung (e)n wird schwach genannt, die anderen stark
Genusregeln
Genus nach der Bedeutung
1 Übereinstimmung mit dem natürlichen Geschlecht: Mann, Frau, Vater, Mutter, Sohn, Tochter usw.
Ausnahmen: das Mädchen, das Fräulein, das Kind, das Weib die Wache, der mensch, die Person
2 Tierbezeichnungen
der Bulle, der Stier die Kuh, die Henne das Huhn, das Pferd
3 Flussnamen
Deutsche Flüsse in der Regel Feminina: die Elbe, die Weser, die Donau, die Mosel, die Oder usw.
Maskulina: der Rhein, der Main, der Neckar, der Lech, der Inn
Flüsse auBerhalb des deutschen Sprachgebiets sind in der Regel Maskulina, die auf e oder a aber Feminina: der Nil, der Mississippi aber: die Themse, die Seine, die Wolga
4 Städte-, Länder- und Inselnamen und die Namen der Kontinente
In der Regel Neutra: das alte Rom, das heutige Norwegen (Artikel nur bei näherer Bestimmung!)
Ausnahmen: die Schweiz, die Slowakei, die Bundesrepublik, die Türkei u.a.
der Iran, der Irak, der Sudan, der Libanon u.a.
die Niederland, die USA / die Vereinigten Staaten
der/Den Haag, der Balkan, die Krim
die Färöer, die Hebriden
5 Gebirgs- und Landschaftsnamen
Bei Zusammensetzung ist das Geschlecht des letzten Teils bestimmend: der Schwarzwald, die Zugspitze, das Matterhorn, das Riesengebirge
Sonst meistens Maskulina: Der GroBglockner, der Harz, der Taunus, der Momnt Blanc, der Vesuv. Feminina sind die Eifel, die Rhön, die Pfalz sowie die Normandie. die Bretagne, die Champagne
6 Schiffsnamen sind in der Regel Feminina: die Deutschland, die Norway. Aber auch: der Kronprinz Harald, der Bismarck
7 Bezeichnungen für Wochentage, Monate und Jahreszeiten sind Maskulina: der Sonntag, der Januar, der Winter
8 Automarken sind Maskulina: der Volvo, der Mercedes, der Toyota usw.
9 Metallbezeichnungen sind in der Regel Neutra: das Gold, das Silber, das Eisen. Ausnahmen: die Bronze, der Stahl
Genus nach der Form
1 Ableitungen von starkenVerben ohne Endung (Stamm des Verbs) sind Maskulina: der Fall, der Schnitt, der Gang, der Flug. der Schuss
Ausnahmen: das Grab, das MaB, das Schloss
2 So auch oft bei schwachen Verben: Der Kuss, der Laut, der Stamm, der Ton usw.
Ausnahmen: Die Antwort, die Arbeit, die Dauer, die Mauer, die Trauer, die Qual, die Wahl, die Wut, die Zahl; das Bad, das Spiel, das Ziel
3 Verbalstamm + -el, -er - in der Regel Maskulina: der Deckel, der Zeiger
4 Infinitiv Neutra: das Leben, das Essen, das Ziehen, das Können
5 Substantive mit der Endung ig, -ich, -lich, -ing, -ling sind Maskulina: der Honig, der Teppich, der Hering, der Sonderling
6 Mehrsilbige Substantive auf ei, -heit, -keit, -schaft, -ung sind Feminina: die Malerei, die Schönheit, die Einsamkeit, die Eigenschaft, die Hoffnung
7 Mehrsilbige Fremdwörter auf ie, -ik, -ion, -tät, -ur, -enz, -anz sind Feminina: die Demokratie, die Politik, die Nation, die Universität, die Natur, die Konferenz, die Relevanz
8 Von Verben oder Adjektiven abgeleitete Substantive auf e sind Feminina: die Bitte, die Breite
9 Substantive auf chen und lein sind Neutra: das Mädchen, das Männlein