
Lyrik: 22. 04.02
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Dias sind praktisch für vorbereitete Stunden mit Thesen, Textauszügen, Übungsaufgaben usw., die man schnell bei der Hand haben will.
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Peter Huchel: Chausseen
Bestimmen Sie die folgenden Metaphern:
Str. 1:
1: "Erwürgter Abendröte/Stürzender Zeit!"
2: "Chausseen, Chausseen/Kreuzwege der Flucht"
3: "Wagenspuren über den Acker,/Der mit den Augen/Erschlagener Pferde/Den brennenden Himmel sah."
Str. 2:
1: "Wenn Schüsse/Auf die Dämmerung schlugen"
2: "Aus zerbrochenem Tor /Trat lautlos Asche und Wind, Ein Feuer, /Das mürrisch das Dunkel kaute."
Str. 3:
1: "Den erstickten Schrei/Wie einen Stein am Gaumen"
2: "Ein schwarzes /Summendes Tuch aus Fliegen/Schloss ihre Wunden"
Brecht: Deutschland 1952
Kommentieren Sie die Metaphorik und Sprache der folgenden Zeilen:
1: "O Deutschland wie bisst du zerissen/
Und nicht mit dir allein!"
2: "In Kält' und Finsternissen/
Lässt eins das andre sein."
3: "Und hätt'st so schöne Auen
Und reger Städte viel;/ Tät'st du dir selbst vertrauen/Wär alles Kinderspiel"
Brecht: Nicht so gemeint
Kommentieren Sie die Metaphorik/Sprache der folgenden Zeilen:
1:"Aber nicht, um ihn zu umarmen, sondern /Ihm aus der schmutzigen Hand die Flasche zu schlagen/Forderten wir die Freiheit des Ellbogens"
2:"Selbst die schmalsten Stirnen/In denen der Friede wohnt/Sind den Künsten willkommener als jener Freund/Der auch Freund der Kriegskunst ist"
Brecht: Der Radwechsel
Frage: Durch welche Zeilen kommt die Stimmung und Grundhaltung des Gedichts am deutlichsten zum Ausdruck?
Ich sitze am Strassenhang.
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel
Mit Ungeduld?
Brecht: Die Lösung
Frage: Welche Zeilen/Worte sind für die Ironie als Effekt/Kunstgriff
dieses Gedichts am wichtigsten?
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Liess der Sekretär des Schriftstellerverbandes
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, dass das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
Zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?
Biermann: Deutschland. Ein Wintermärchen
Kommentieren Sie die Sprache/Metaphorik der folgenden Zeilen:
1: "Das ging mir so seltsam ins Gemüt/Und bitter auch durch den Sinn"
2: "Durchlöchert läuft der Eimer aus/Wenn die MP von hinten bellt"
3: "Die DDR, Mein Vaterland/Ist sauber immerhin/Die Widerkehr/Ist absolut nicht drin"
4: "So gründlich haben wir geschrubbt/Mit Stalin hartem Besen/Dass rot verschrammt der Hintern ist/Der vorher braun gewesen"
Biermann: Ermutigung
Kommentieren Sie folgende Strophe in bezug auf den Titel des Gedichts:
Wir wollen es nicht verschweigen
In dieser Schweigezeit
Das Grün bricht aus den Zweigen
Wir wollen das allen Zeigen
Dann wissen sie Bescheid
Biermann: Das Hölderlin-Lied
Bestimmen Sie die Metaphorik und Funktion der
Gestaltungsweise/(Sprache) der folgenden Zeilen:
1: "In diesem Lande leben wir/wie Fremdlinge im eigenen Haus"
2: "Die eigne Sprache, wie sie uns/entgegenschlägt, verstehen wir nicht"
3: "Durch die zugenagelten Fenster dringt nichts/nicht wie gut das ist, wenn draussen regnet/noch des Windes übertriebene Nachricht /vom Sturm"
4: "Ausgebrannt sind die Öfen der Revolution"
5: "früherer Feuer Asche liegt uns auf den Lippen"
6: "kälter, immer kältre Kälte sinken in uns"
7: "Über uns ist heieingebrochen/solcher Friede!/solcher Friede/Solcher Friede"
Biermann: Realismus bei Brecht
Kommentieren Sie die Sprache des folgenden Gedichts:
Brecht, die zerbrochene Welt
zeigte er uns in seinem geschliffenen
Spiegel. Wir Neueren
haben nun auch den Spiegel zerbrochen
und zeigen in den Spiegel die Welt
ganz
Biermann: "Brecht, Deine Nachgeborenen"
Vergleichen Sie dieses Gedicht mit dem folgenden Gedicht(-Auszug) von Brecht:
BRECHT: An die Nachgeborenen
1
Wirklich ich lebe in finsteren Zeiten!
Das arglose Wort ist töricht. Eine glatte Stirn
Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende
Hat die furchtbare Nachricht
Nur noch nicht empfangen.
Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist.
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschliesst!
Der dort über die Strasse geht,
Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde,
Die in Not sind?
[...]
2
In die Städte kam ich zur Zeit der Unordnung
Als da Hunger herrschte.
Und ich empörte mich mit ihnen.
So verging meine Zeit,
Die auf Erden mir gegeben war.
[...]
3
Ihr, die ihr auftauchen werdet aus der Flut
In der wir untergegangen sind
Gedenkt
Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
Auch der finsteren Zeit
Der ihr entronnen seid.
Gingen wir doch, öfter als die Shuhe die Länder wechselnd
Durch die Kriege der Klassen, verzweifelt
Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung.
Dabei wissen wir doch:
Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
Verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
Macht die Stimme heiser. Ach, wir
Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
Konnten selber nicht freundlich sein.
Ihr aber, wenn es es soweit sein wird
Dass der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
Gedenkt unsrer
Mit Nachsicht.