-- Start der Aufzeichnung: Mittwoch, 5. Dezember 2001 5:30 Uhr Dreistadt-Zeit --
Solfrid kommt.
Anne_E sagt: "Hallo"
Renate kommt.
Solfrid sagt: "hallo"
Steinar sagt: "Guten Abend."
Renate sagt: "Guten Abend"
Geir kommt.
Renate fragt: "Was ist heute dran?"
Steinar sagt: "Heute wollen wir nur Älteres machen... Heinz-Peter und ich freuen uns auf den 'alten' Abend"
Steinar sagt: "Auf dem Programm steht:"
Tore_T sagt: "Hallo. Renate, du warst lange nicht dabei"
Else2 sagt: "Guten Abend"
Steinar sagt: "a) FL fertigmachen"
Renate [zu Tore_T]: "Ich hatte Ferien und war in Mexico."
Steinar sagt: "und dann zu Walthers Under der linden"
Tore_T sagt: "Das war eine lange Reise."
Steinar sagt: "ich möchte auf einige Dokumente hinweisen (siehe rechts)"
Renate sagt: "Ja, aber schön."
Steinar sagt: "Tafel Extra am 12.12"
Renate fragt: "Welche Dokumente?"
Steinar sagt: "Dok.: under der linden (für den 10.12)"
Renate sagt: "Ja, das habe ich gesehen."
Steinar sagt: "Dok.: Arbeitsaufgaben Under der linden"
Tore_T fragt: "Stimmt dieses Programm mit dem Plan?"
Steinar sagt: "und schliesslich Walther im Internet"
Steinar sagt: "Zum Plan: Wir hinken hinterher, aber die Reihenfolge stimmt"
Renate fragt: "Aber was ist heute aktuell?"
Steinar sagt: "Heute: die letzten Aufgaben zum FL und dann zu Walther"
Tore_T sagt: "Ich bin sowieso schlecht vorbereitet."
Steinar fragt: "können wir jetzt anfangen?"
Bjørg sagt: "ja"
Oddny sagt: "ok"
Steinar sagt: "Sie brauchen jetzt die Fragen zu FL und Ihre Antworten. Ich zeige Ihnen Dias"
Tore_T fragt: "FL?"
Steinar zeigt Dia 7.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
5b) Den Unterschied im Konsonantismus (h vs. g) bezeichnet man als Grammatischer Wechsel. In der 1. Lautverschiebung wurde ie. k normalerweise zu h verschoben. Wenn jedoch k 1) in stimmhafter Umgebung stand UND 2) der vorhergehende Vokal NICHT den Hauptton trug (Verners Gesetz), wurde k zu einem g lenisiert. Bei der 4. und 5. Stammform kann daher der vorhergehende Vokal im Übergang zum Germanischen nicht den Hauptton gehabt haben.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Steinar sagt: "Ich glaube, hier waren wir wohl stehengeblieben"
Steinar sagt: "Also bei Frage 5"
Steinar fragt: "Jetzt haben Sie eine Woche gehabt, um diesen Stoff zu verdauen... wie sieht's jetzt aus. Alles verstanden?"
Anne_E sagt: "Ich habe Brandt für heute gelesen"
Steinar fragt: "Heisst das ja?"
Geir sagt: "Im Moment keine Fragen, aber vielleicht nicht alles verstanden."
Anne_E sagt: "leider nicht"
Solfrid fragt: "kannst du ein paar Beispiele geben bitte?"
Else2 sagt: "nicht ganz, wenn man hier um Gramm. Wechsel spricht, ist das was anderes als Lautverschiebung?2"
Steinar sagt: "Wir werden auf diese Problematik später eingehen...und weitere Beispiele bekommen Sie dann"
Steinar sagt: "Zu Else2: Grammatischer Wechsel ist immer mit der 1.LV verbunden"
Steinar sagt: "Der gramm. W. kommt zustande durch die Spaltung in zwei germ. Laute"
Steinar fragt: "Ok?"
Else2 sagt: "OK"
Steinar sagt: "Nächste Frage"
Steinar zeigt Dia 8.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
6. vliegen (Z. 5) : vlouc (Z. 4)
a) Die Stammform vliegen hat g, während ein c (steht hier für /k/) in der Form vlouc belegt ist. Wie nennt man dieses Phänomen? Man nennt es Auslautverhärtung.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Steinar sagt: "Einige Zeichen sind im Netz verschwunden"
Ingrid_J kommt.
Steinar sagt: "Es geht um den Unterschied g/c"
Steinar sagt: "d.h. /g/ und /k/"
Steinar sagt: "Daher meine ausführliche Antwort"
Steinar sagt: "Hier liegt also kein gramm. Wechsel vor"
Steinar sagt: "d.h. g/k ist kein gramm. Wechsel"
Steinar sagt: "Sondern k ist Auslautverhärtung von g"
Geir fragt: "Diese Änderung hat also nur mit Phonetik zu tun?"
Steinar fragt: "Kennen Sie den Begriff 'Auslautverhärtung'?"
Geir sagt: "Ja"
Bjørg sagt: "Ist dies auch 1. Lautverschiebung? oder später"
Steinar sagt: "Ja, Geir. Auch im Mittelalter galten gewisse phonetische Regeln"
Else2 fragt: "Nein - steht es im Kompendium etwas darüber?"
Solfrid fragt: "Wann kommt Auslautverhärtung vor?"
Steinar sagt: "Die Auslautverhärtung wird sichtbar im Übergang zw. dem Ahd. und Mhd."
Steinar fragt: "Wer kann erklären, war Auslautverhärtung ist?"
Steinar sagt: "was"
Steinar fragt: "?"
Oddny sagt: "wie b,d,g - p,t,k"
Geir sagt: "Beispiel: Tag-Tage"
Steinar sagt: "ja"
Geir sagt: "G wird verhärtet und /k/ ausgesprochen."
Solfrid sagt: "am Ende wird der laut härter"
Ingrid_J fragt: "Ein unbetonter Klusil wird zu einem betonten?"
Tore_T sagt: "Stimmhafte Laute werdens stimmlos"
Geir sagt: "Betont wird unbetont."
Steinar sagt: "b,d,g in finaler Position (im Auslaut) werden 'verhärtet' zu p, t, k"
Steinar sagt: "nicht betont/unbetont... stimmhaft wird stimmlos"
Ingrid_J sagt: "OK"
Geir sagt: "Entschuldingung"
Geir sagt: "-igung"
Steinar sagt: "Die Auslautverhärtung schrieb man im Mhd. Heute sprechen wir sie, aber wir schreiben sie nicht"
Steinar ruft: "Frage 6 war eine Falle!"
Steinar sagt: "Ok. jetzt weiter"
Steinar zeigt Dia 9.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
b) Die Auslautverhärtung ist im heutigen Deutsch in der Schrift beseitigt worden, d. h. die Verhärtung ist nicht sichtbar, sie ist aber wie im Mhd. hörbar.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Solfrid fragt: "man sagt also Dienstak?"
Steinar sagt: "Richtig, Solfried"
Solfrid ruft: "und ich habe geübt um Dienstag zu sagen!"
Steinar fragt: "Ok?"
Anne_E fragt: " was ist mit "Dienstach?"
Renate sagt: "Das sagt man in Westfalen."
Steinar sagt: "Zu Anne: das ist Norddeutsch"
Steinar fragt: "Sollen wir noch ein Bildchen wagen?"
Renate sagt: "Ja, immer 'ran an den Feind."
Steinar zeigt Dia 10.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
7. in anderiu lant (Z. 4)
a) Das mhd. Substantiv lant hat die Ø-Endung im Pl. Nom./Akk. D.h. man kann am Substantiv alleine nicht erkennen, ob Sg. oder Pl. vorliegt. Die Pl.-Markierung erfolgt nur durch die Endung des Adjektivs anderiu. Im Übergang zum Frünhd. bestand offensichtlich ein Wunsch, Pl. am Substantiv zu signalisieren (=Numerusprofilierung). Auch die Abschwächung der Nebensilbenvokale (hier: -iu zu e, in einigen Dialekten zu Ø) führt dazu, dass der Unterschied zw. Sg. und Pl. mit Hilfe flexivischer Mittel am Substantiv signalisiert werden musste. Die deutlichste Pl.-Markierung bietet die Bildung er mit Umlaut. So entsteht die Pl.-Form Länder. Weniger deutlich ist die Bildung e. Einen Rest dieser Bildung finden wir in die Niederlande.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Steinar sagt: "hier ist viel Information..lesen Sie erstmal durch"
Steinar sagt: "Ø-Endung=Null-Endung"
Steinar fragt: "Haben Sie Fragen?"
Renate fragt: "Der letzte Satz - bedeutet das auf Holländisch?"
Tellef fragt: "Anderiu in singularis?"
Steinar sagt: "Nein, es heisst auf Deutsch 'die Niederlande' (nicht *die Niederländer)"
Ingrid_J sagt: "Wann entstand die Pl.Form Länder? (Erst lant, dann Lande , dann Länder?)"
Anne_E fragt: "was wird in mhd - et annet land?"
Steinar sagt: "Zu Tellef: anderiu ist Pl."
Steinar sagt: "Die neuen Formen entstanden im Übergang zum Frühnhd... wohl kaum eine Chronologie wie Ingrid J vorschlägt"
Solfrid fragt: "hat e am Ende von Lande den a gefärbt und daraus Umlaut gemacht?"
Steinar sagt: "zu Anne E: in ein anderez lant"
Anne_E sagt: "danke"
Steinar sagt: "Zu Solfried: Nei, das e hat keinen Umlaut bewirkt (das e war früher ein a)"
Steinar fragt: "Habe ich jemanden vergessen?"
Tore_T sagt: "Lande - das ist auch eine alte Dativ Sg. Form"
Steinar sagt: "zu Tore: das stimmt. 'lande' kann daher - ohne Bezugswort - Pl. und Dat. Sg. sein. Daher ist die -er-Form mit Umlaut besser"
Tore_T sagt: "ok"
Steinar sagt: "sie zeigt deutlich an, dass Pl. vorliegt"
Steinar sagt: "jetzt zu b)"
Steinar zeigt Dia 10.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
7. in anderiu lant (Z. 4)
a) Das mhd. Substantiv lant hat die Ø-Endung im Pl. Nom./Akk. D.h. man kann am Substantiv alleine nicht erkennen, ob Sg. oder Pl. vorliegt. Die Pl.-Markierung erfolgt nur durch die Endung des Adjektivs anderiu. Im Übergang zum Frünhd. bestand offensichtlich ein Wunsch, Pl. am Substantiv zu signalisieren (=Numerusprofilierung). Auch die Abschwächung der Nebensilbenvokale (hier: -iu zu e, in einigen Dialekten zu Ø) führt dazu, dass der Unterschied zw. Sg. und Pl. mit Hilfe flexivischer Mittel am Substantiv signalisiert werden musste. Die deutlichste Pl.-Markierung bietet die Bildung er mit Umlaut. So entsteht die Pl.-Form Länder. Weniger deutlich ist die Bildung e. Einen Rest dieser Bildung finden wir in die Niederlande.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Geir sagt: "7b: Im Norw.: land-land"
Oddny sagt: "Norwegisch (nynorsk) - Neutrum, eit land, fleire land"
Steinar fragt: "können Sie das Bild sehen?"
Renate ruft: "Nein!"
Solfrid sagt: "nein"
Else2 sagt: "nein"
Geir sagt: "Nur noch 7A"
Oddny sagt: "ich auch nicht"
Tore_T sagt: "nein"
Bjørg sagt: "nein, kein Neues Bild"
Steinar sagt: "ich probiere noch einmal"
Renate sagt: "Es ist nicht da - nur noch das alte."
Steinar zeigt Dia 11.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
b) Im Norw. haben die meisten Neutra keine Endung im Pl., jedoch setzt sich auch hier eine ähnliche Entwicklung ein, z. B. et universitet flere universitet > flere universiteter.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Steinar sagt: "So, jetzt hat es geklappt"
Steinar sagt: "Also, im Norwegischen haben wir etwas ähnliches wie im Mhd"
Geir fragt: "Wir singen ja 'blant alle lande' - vielleicht vom Dän.?"
Oddny sagt: "nicht in "nynorsk"
Steinar sagt: "zu Geir...ja, ich glaube, das ist eher Dänisch"
Oddny fragt: "oder ?"
Renate fragt: "flere universiteter - ist das heute korrekt?"
Anne_E sagt: "Ich hätte gern gewusst, wie das geshehen ist, kam das von gesprochener Sprache oder vom "Amt", in N."
Steinar sagt: "Die Frmedwörter haben wohl eher -er im Pl. (?)"
Steinar sagt: "Zu Renate: ich sage 'flere universitet' (aber ich bin altmodisch)"
Renate sagt: "ich sage das auch, weil ich das so gelernt habe."
Steinar meint: "Aber jetzt zurück zum Mhd..."
Steinar sagt: "neues Bild"
Steinar zeigt Dia 12.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
8. was (Z. 7)
a) Man nennt diesen Unterschied (s vs. r) den Grammatischen Wechsel. Ie. s wurde in sth. Umgebung, wenn der vorhergehende Vokal nicht den Hauptton trug, zunächst zu /z/ lenisiert, dann zu einem r-Laut geändert (=spontaner Wandel, Rhotazismus genannt).
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Steinar sagt: "Wer wollte noch ein Beispiel des gramm. Wechsels? Hier ist eines"
Ingrid_J sagt: "say Zu Renate: Universitet/universiteter: Man darf wählen. Die beidenformen sind heute korrekt."
Renate [zu Ingrid_J]: "Danke."
Steinar sagt: "Also ie. s blieb normalerweise s im Germ."
Renate [zu Steinar]: "Verlieren - Verlust?"
Solfrid fragt: "kannst du ein Beispiel nennen wo der vorhergende Vokal den Hauptton trägt?"
Tore_T fragt: "Ist Grammatischer Wechsel dann eine Lenisierung/Stimmlosigkeit?"
Steinar sagt: "zu Solfried: was"
Steinar sagt: "nicht Hauptton: waren"
Steinar sagt: "daher s > z > r"
Steinar fragt: "Wann waren die Verhältnisse in puncto Betonung so?"
Solfrid sagt: "ich glaube ich muss dich anrufen damit ich den unterschied zwischen Hauptton tragende Vokal und nicht hören kann"
Solfrid fragt: "oder hat es mit lang und kurz zu tun?"
Steinar sagt: "zu Solfried: Das hilft nicht, mich anzurufen... diese unterschiedliche Betonung war im Übergang zw. dem Indoeuropäischen und dem Germanischen"
Solfrid sagt: "mit langem und kurzem Vokal meine ich"
Steinar sagt: "vor mehreren tausend Jahren"
Steinar sagt: "3000-4000"
Steinar sagt: "Ok, Solfried"
Solfrid sagt: "na gut -"
Solfrid fragt: "was - kurzen Vokal nicht Hauptton tragender?"
Steinar sagt: "zu Tore T: Der Wechsel ist zwischen (in diesem Fall) s und r (was:waren)"
Ingrid_J fragt: "So, wenn du sagst, waren ist ein Beispiel wo der Vokal den Hauptton trägt, dann ist es wie man es früher ausgesprochen hat?"
Oddny fragt: "was = ein ie. Wort wo der Vokal nicht den Hauptton trägt, wurde deshalb zu war ?"
Tore_T sagt: "Danke."
Steinar sagt: "zu Solfried: was ; der vorhergehende Vokal hat den Hauptton gehabt"
Ingrid_J sagt: "NICHT den HT trägt, meine ich."
Steinar ruft: "ja!"
Ingrid_J sagt: "Danke"
Solfrid ruft: "ach -man hat waaaas gesagt!"
Steinar sagt: "zu Solfried: das a war schon kurz"
Steinar fragt: "Verstehen Sie Rhotazismus?"
Oddny fragt: "ein Beispiel ohne Änderung denn ?"
Bjørg sagt: "nein"
Solfrid sagt: "nein"
Geir fragt: "Woher kommt diese Änderung?"
Steinar sagt: "Kein Mensch kann eigentlich erklären, warum aus dem /z/ ein r-Laut entstanden ist."
Steinar sagt: "daher: spontaner Lautwandel"
Geir meint: "Das müsste man versuchen..."
Geir sagt: "also Rhotazismus zu erklären"
Steinar sagt: "Rhota = Griechisch, ist der Name für r"
Solfrid [zu Geir]: "ich freue mich auf deine Doktorarbeit betr, dieser Spontane Wandel "
Geir meint: "Wer hier eine Theorie findet ..."
Steinar sagt: "spannend, Geir"
Geir sagt: "aber jetzt nicht"
Steinar sagt: "jetzt zum nächsten Dia"
Steinar zeigt Dia 13.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
b) Der Konsonantismus der Prät.Pl.-Form hat sich durchgesetzt. Das ganze System der starken Verben wurde vereinfacht. Die zwei Stammformen des Prät. wurden auf eine reduziert (=Vereinfachung), in diesem Fall zugunsten der Pl.Form. Es gibt aber auch andere Beispiele, bei denen sich die Sg.Form durchsetzt, ohne dass immer ein bestimmter Grund genannt werden kann. Im Englischen sind noch zwei Prät.Formen vorhanden (mit gramm. Wechsel): was : were
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Steinar sagt: "Also was:waren wurden reduziert auf war:waren"
Tore_T fragt: "Eine dumme Frage: Was ist hier mit dem Konstantismus gemeint?"
Steinar sagt: "und zwar im Übergang zum Frühnhd."
Tore_T sagt: "Konsonantismus"
Steinar sagt: "zu Tore T: Es gibt keine dummen Fragen"
Tore_T sagt: "danke"
Steinar sagt: "Der Konsonantismus: bezogen auf Konsonanten"
Oddny fragt: "hat Engl. das alte "was" behalten ?"
Steinar sagt: "d.h. hier konkret: es geht um 's' und 'r'"
Tore_T sagt: "ok"
Steinar sagt: "ja, Oddny: I was, but you were"
Oddny sagt: "ok"
Oddny sagt: "eine Mischung denn"
Steinar sagt: "Jetzt haben wir wahnsinnig viele Probleme gelöst. Es mag vielleicht jetzt schwierig wirken. Der Vorteil ist aber: dieselben"
Steinar sagt: "Probleme tauchen ständig auf...und irgendwann werden Sie alles verstehen"
Steinar sagt: "Trost: Es gibt keine 3. Lautverschiebung"
Solfrid fragt: "Verstehen kann man - aber erinnern?"
Else2 ruft: "Danke!"
Steinar sagt: "Wir werden ständig üben"
Ingrid_J sagt: "Gut."
Renate meint: "Dann brauchen wir aber Aufgaben..."
Steinar sagt: "Jetzt möchte ich, dass Sie sebstständig arbeiten, und zwar in Gruppen"
Solfrid sagt: "und r - s kann man nicht verstehen - ehe Geir seine Doktorarbeit gemacht hat - nur wissen"
Steinar sagt: "Es gibt Kolloquienräume, aber warten Sie bis ich alles gesagt habe"
Geir [zu Solfrid]: "Das wird laaaange dauern."
Steinar sagt: "Wir wollen jetzt mit dem Walther Text 'under der linden arbeiten' und zwar zunächst nur 15 Minuten. Wir treffen uns also wieder hier um 18.50 Uhr"
Steinar sagt: "Die Aufgaben finden Sie im Dokument 'Arbeitsaufgaben Under der linden'"
Steinar sagt: "Finden Sie eine/n passende/n PartnerIn und fangen Sie an. Verwenden Sie Stedje und das Kompendium"
Steinar fragt: "Fragen?"
Bjørg fragt: "wo gehen wir?"
Steinar sagt: "Sie gehen in die Kolloquienräume"
Steinar fragt: "ok?"
Anne_E fragt: "Wir müssen erst die Aufgaben holen?"
Steinar fragt: "ok?"
Ingrid_J geht zum Kolloquienraum 1.
Oddny geht zum Kolloquienraum 3.
Geir geht zum Kolloquienraum 4.
Anne_E fragt: "Wir müssen erst die Aufgaben holen?"
Bjørg geht zum Kolloquienraum 3.
Steinar sagt: "ja, die Aufgaben haben Sie jetzt rechts im Bild"
Solfrid geht zum Kolloquienraum 4.
Else2 geht zum Kolloquienraum 4.
Anne_E geht zum Kolloquienraum 4.
Ingrid_J kommt.
Solfrid kommt.
Solfrid geht zum Kolloquienraum 4.
Renate geht zum Kolloquienraum 4.
Tore_T geht zum Kolloquienraum 4.
Renate kommt.
Else2 kommt.
Renate ist gegangen.
Ingrid_J geht zum Kolloquienraum 2.
Solfrid kommt.
Anne_E kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 4.
Else2 sagt: "man muss zurückgehen und dort findet man die Aufgaben"
Solfrid geht zum Kolloquienraum 4.
Steinar kommt.
Else2 sagt: "Str.1, Z 1= Under der Linden"
Steinar geht zum Kolloquienraum 3.
Anne_E geht zum Kolloquienraum 4.
Steinar kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 2.
Steinar kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 1.
Steinar kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 3.
Steinar kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 2.
Steinar kommt.
Else2 sagt: "Auf Seite 20 im Komp. steht es über Subst. Deklinationen"
Steinar geht zum Kolloquienraum 1.
Steinar kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 4.
Else2 geht zum Kolloquienraum 4.
Steinar kommt.
Steinar geht zum Kolloquienraum 3.
Steinar kommt.
Steinar sagt: "Kommen Sie bitte wieder"
Geir kommt.
Else2 kommt.
Anne_E kommt.
Renate kommt.
Bjørg kommt.
Solfrid kommt.
Oddny kommt.
Steinar sagt: "Das war kurz, aber es hat funktioniert"
Steinar fragt: "haben Sie alle gesehen, dass ich 'gebrüllt' habe?"
Renate fragt: "War auch in jedem Raum ein Rekorder?"
Tore_T kommt.
Geir [zu Steinar]: "Ja"
Steinar sagt: "zu Renate: das weiss ich nicht"
Heinz-Peter kommt.
Renate sagt: "Sonst kann man hinterher nicht lesen, was gesagt worden ist."
Oddny sagt: "nicht bei uns, glaube ich"
Steinar sagt: "Jetzt zeige ich das erste Dia"
Else2 fragt: "Ja - aber wie konnte man gleichzeitig die Aufgaben sehen als man im Koll.r. war?"
Geir [zu Renate]: "Den Rekorder haben wir nicht angeschaltet, glaube ich."
Renate [zu Else2]: "Das war unmöglich."
Steinar zeigt Dia 1.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
1. Substantive
linde: Dat. Sg. Fem. schw.Dekl.Klasse
(siehe Stedje Kap. 14.1.1)... Die schwachen Fem. fallen allmählich mit den st. zusammen, zeigen eine deutliche Numerusunterscheidung und bilden die heutige gemischte Dekl., d. h. st. im Sg. und schw. im Pl. (=Hauptgruppe bei den fem. Substantiven)
Reste der alten Dekl. lassen sich heute erkennen: Frauen-kirche, im Himmel und auf Erden
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
Ingeborg_A kommt.
Oddny sagt: "bravo Bjørg"
Steinar fragt: "Haben Sie die Form richtig bestimmt?"
Tore_T sagt: ""linde" ist also Sing. - ok"
Solfrid sagt: "bei uns gab es Probleme mit sg vs pl"
Steinar sagt: "ja, es ist Sg. 'under' regiert hier den Dat."
Steinar sagt: "Pl. wäre 'den' statt 'der'"
Renate sagt: "und man konnte es am bestimmten Artikel sehen."
Steinar sagt: "genau, Renate"
Steinar fragt: "Kennen Sie im heutigen Deutschen schwache Feminina?"
Geir sagt: "Das gibt es wohl nicht mehr."
Steinar sagt: "richtig, Geir"
Steinar fragt: "Erklärung?"
Geir sagt: "Im Maskulinum gibt es aber einige."
Ingrid_J kommt.
Geir sagt: "Die Numerus sind deutlicher geworden: Frau-Frauen."
Geir sagt: "Bei der schwachen Dekl. ist es schwerer den Unterschied zu sehen."
Steinar sagt: "Ja, man möchte deutlich erkennen, ob Sg. oder Pl. vorliegt, und zwar am Substantiv."
Geir fragt: "Frau war vielleicht kein gutes Beispiel?"
Steinar sagt: "wäre z. B. 'Frau' noch schw., hätten wir den Fall gehabt: die Frauen (Akk.Sg.) - die Frauen (Nom./Akk.Pl.)"
Geir fragt: "Wurde Frau schwach dekliniert?"
Steinar ruft erregt: "Also schliessen wir hier für heute: Es gibt keine schwachen Frauen mehr!!"
Ingrid_J ruft: "Genau!"
Renate fragt: "Pause?"
Geir sagt: "Ich dachte an die Endungen.."
Tore T ist soeben ausgestiegen.
Geir sagt: "linde-linden usw., also -e im Sing. Nom."
Steinar sagt: "zu Geir: ja, vrouwe war schwach im Mhd."
Geir sagt: "danke"
Geir sagt: "da war der -e"
Steinar ruft: "Bitte, arbeiten Sie weiter mit den Aufgaben. Wir machen dort weiter in einer Woche!"
Solfrid fragt: "also schwache "Frauen" sind verschwunden weil man den unterschied von sg zu pl nicht hören/sehen konnte?"
Steinar sagt: "zu Solfried: kann man wohl so sagen"
Steinar ruft: "PAUSE!"
Renate ist soeben ausgestiegen.
Solfrid sagt: "danke erstmal"
Geir [zu Solfrid]: "vrouwe im Nom.Sing. und sonst vrouwen dann?"
Ingeborg A ist soeben ausgestiegen.
Steinar sagt: "ja, Geir"
Geir sagt: "Danke"
-- Ende der Aufzeichnung: Mittwoch, 5. Dezember 2001 7:04 Uhr Dreistadt-Zeit --
Geir sagt: "Auf wiedersehen."