24.04.02


-- Start der Aufzeichnung: Mittwoch, 24. April 2002 7:17 Uhr Dreistadt-Zeit --


Geir kommt.
Tore_T fragt: "am 7. Mai also - nicht 7. Juni?"

Solfrid kommt.
Renate sagt: "zu Tore Ja, ich habe den 7. Mai aufgeschrieben."
Gro_L sagt: "Ja, Mai"
Heinz-Peter ruft: "Hei alle sammen!"
Oddny sagt: "hallo"
Bjørg sagt: "hallo"
Renate ruft: "Guten Abend!"
Else2 sagt: "hallo"
Tore_T sagt: "ok"
Ingeborg_A [zu Oddny]: "Ich rufe dich an wenn ich es weiB"
Heinz-Peter sagt: "Ich bin leider nicht darüber informiert worden, dass modernes Deutsch heute ausgefallen ist."
Oddny [zu Ingeborg_A]: "ok"
Renate ruft: "Aber nicht diese Stunde jetzt!"
Heinz-Peter sagt: "Aber es freut mich, dass trotzdem so viele von euch gekommen sind."
Renate sagt: "Nur die heutige, erste Doppelstunde."
Else2 sagt: "nur Solfjelds Stunde"
Heinz-Peter ruft: "Ja, wir arbeiten heute!"
Heinz-Peter meint: "Obwohl es in Oslo sehr warm war..."
Heinz-Peter meint: "Ein Dia...."
Renate sagt: "Hier ist es regnerisch - gut für die Arbeit drinnen."

Heinz-Peter zeigt Dia 15.

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Die (nach wie vor 3) Tristan-Antworten habe ich heute per mail zurückgeschickt. Ich hoffe, es gab keine technischen Probleme, sonst müssen die Betreffenden sich bei mir melden.

Frage:
Worin liegt die sprachgeschichtliche Bedeutung der Ostkolonisation (ausser natürlich darin, dass sich der deutsche Sprachraum erweiterte)?








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Renate sagt: "es entstanden sprachliche Angleichungsprozesse."
Heinz-Peter [zu Renate]: "Warum?"
Renate sagt: "es kommen Leute aus verschiedenen Gegenden mit verschiedenen Sprachen"
Heinz-Peter ruft: "Gut!"
Gro_L sagt: "Werden wir einige Antworte lesen dürfen? Ich habe wenig verstanden"
Bjørg sagt: "es gaben Menschen von verschiedenen Dialekträumen"
Heinz-Peter fragt: "Wie heissen die neu entstandenen Mundarten?"
Gro_L sagt: "Man hat sich anpassen müssen"
Renate sagt: "Ostmitteldeutsch"
Tore_T sagt: "Ostmitteldeutsch wurde die wichtigste von den überregionalen Sprachen"
Heinz-Peter sagt: "Ja, völlig richtig. Dia:"
Solfrid ist eingestiegen.

Solfrid geht ins Mellomfags-Atelier.

Heinz-Peter zeigt Dia 16.

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In den neuen Gebieten trafen Siedlerströme aus unterschiedlichen Gegenden des 'Altlandes' zusammen. Man glaubt, dass sich auf diese Weise eine erste deutsche 'Ausgleichssprache' gebildet hat. Besonders dem Ostmitteldeutschen (im wesentlichen bestehend aus Thüringisch und Obersächsisch) messen manche Germanisten eine wichtige Rolle bei der Herausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache bei, weil dies später auch die Landschaft und Sprache Martin Luthers war. Durch die Reformation - so wiederum eine Forschungsmeinung - fand das Ostmitteldeutsche dann überregionale Verbreitung.









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Solfrid kommt.
Heinz-Peter fragt: "Solfrid, hast du Probleme?"
Solfrid sagt: ""hallo"
Heinz-Peter ruft: "Hei!"
Solfrid ruft: "ja, aber jetzt habe in Kontakt!"
Heinz-Peter ruft: "Das wisst ihr also alles schon. Neues Dia!"

Heinz-Peter zeigt Dia 17.

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zu Stedje: Welches sind wichtige Faktoren (Institutionen, Ereignisse, Personen...) des Sprachwandels in frnhd. Zeit?









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Bjørg sagt: "Die Rittestand"
Gro_L sagt: "Martin Luther"
Heinz-Peter [zu Bjørg]: "In frühneuhochdeutscher Zeit?"
Geir sagt: "Die kanzleien, z.B. in Prag."
Bjørg sagt: " nein , das ist fehl"
Heinz-Peter fragt: "Richtig, Gro. Weitere?"
Else2 sagt: "Die Städten prägten die Sprache"
Tore_T sagt: "Die Kanzleien, Luthers Bibelübersetsung, die Erfindung der Druckkunst."
Gro_L sagt: "Die Erfindung des Buchdrucks"
Heinz-Peter fragt: "Was könnte die Rolle der Kanzleien gewesen sein?"
Geir sagt: "Der Übergang vom Lateinischen zum Deutschen als Buchsprache."
Oddny fragt: "die Reformation ?"
Tore_T sagt: "Die Bürokratie in den Kleinstaaten wntwickelte sich."
Geir sagt: "Die Kanzleien waren politisch wichtig und hatten darum Einfluss."
Renate sagt: "Die Kanzleien musstem eine Sprache schreiben, die jeder verstand."
Heinz-Peter fragt: "Welche Rolle spielten die Kanzleien?"
Heinz-Peter sagt: "Richtig, Renate."
Geir sagt: "In den Kanzleien wurde viel geschrieben."
Heinz-Peter [zu Renate]: "Vielleicht nicht jeder, aber die Sprache sollte nicht ganz regional sein."
Heinz-Peter sagt: "Dia:"
Else2 sagt: "man strebte nach eine Verwaltungssprache"

Heinz-Peter zeigt Dia 18.

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- Zu wirtschaftlichen und politischen Zentren werden in frnhd. Zeit die Städte, und die Höfe verlieren an Bedeutung. Hiermit einher geht eine politische Stärkung des Bürgertums.
- Die politische Situation des Reiches ist gekennzeichnet von territorialer Zersplitterung, es fehlt die Zentralmacht. Dem entspricht auf sprachlicher Seite ein Nebeneinander von diversen (Schrift-)Dialekten. Eine gewisse Rolle bei dem langsamen Prozess der sprachlichen Einigung könnten die unterschiedlichen Kanzleien mit ihren ansatzweise überregionalen Kanzleisprachen gespielt haben, besonders die Wiener und die sächsische Kanzlei, weniger wohl die Prager Kanzlei.
- Auf ähnliche Weise könnte die überregionale und z.T. internationale kaufmännische Korrespondenz zu einer Vereinheitlichung der Schriftsprache beigetragen haben.
- Um 1450 erfand Gutenberg den modernen Buchdruck. Diese Erfindung war eine Grundbedingung für viele der späteren Entwicklungen. Die neuen Druckereien verbreiteten sich rasch in ganz Europa (trotz des Widerstandes der misstrauischen Obrigkeit), und in diesen Druckereien bildeten sich Sprachnormen mit regionaler und ansatzweise auch überregionaler Gültigkeit, die sogenannten Druckersprachen. Im Zusammenspiel mit anderen Faktoren führte der Buchdruck zu einer enormen Steigerung der Buchproduktion und -lektüre.
- Im 16. und 17. Jahrhundert erscheinen die ersten deutschsprachigen Grammatiken sowie eine Reihe von Wörterbüchern zur deutschen Sprache. Dies zeugt von einem gesteigerten Sprachbewusstsein und hatte sicherlich auch eine gewisse normierende Kraft, deren Ausmass jedoch schwer abzuschätzen ist.
- Im Laufe der frnhd. Zeit nimmt die Bedeutung des (Mittel-)Niederdeutschen als Schriftsprache zugunsten des Hochdeutschen ab. Um 1650 erlischt das Niederdeutsche als Schriftsprache (auch unter dem Einfluss der Reformation).







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Heinz-Peter fragt: "Habt ihr bis hierhin Fragen?"
Heinz-Peter fragt: "...oder Kommentare?"
Renate sagt: "Im Augenblick nicht."
Geir sagt: "Interessantes Thema."
Oddny fragt: "die ûbergang von Pergament zu Papier spielte vielleicht auch eine Rolle?"
Heinz-Peter sagt: "Dann kommen wir jetzt zu dem grossen Thema Luther."
Heinz-Peter fragt: "Welche Rolle spielte also Martin Luther in der deutschen Sprachgeschichte?"
Heinz-Peter [zu Oddny]: "Ja, Papier machte die Bücher billiger."
Geir sagt: "Seine Rechtschreibung hat die Sprache stark geprägt."
Heinz-Peter meint: "Seine Rechtschreibung nun gerade nicht..."
Renate sagt: "Luther bemühte sich um einen klaren, verständlichen Stil - das wurde normgebend."
Else2 sagt: "er versuchte verschiedene Traditionen und Tendenzen zu vereinigen"
Geir sagt: "Er hat den Wortschatz geprägt."
Heinz-Peter meint: "Ja, teilweise. Sehr teilweise..."
Oddny sagt: "Luther hatte Bibelübersetzungen gemacht"
Heinz-Peter meint: "Vielleicht merkt ihr, dass ich nicht zu denen gehöre, die Luther eine SEHR grosse Rolle zugestehen..."
Geir sagt: "Seine Bibelübersetzungen wurden bekannt - und von manchen Leuten gelesen."
Heinz-Peter fragt: "Gab es Bibelübersetzungen vor Luther?"
Tore_T sagt: "Er vereinfachte die Sprache, näherte sie die mündliche Sprache."
Else2 fragt: "warum nicht?"
Renate [zu Heinz-Peter]: "Peter Das ist interessant - warum nicht?"
Gro_L sagt: "Ja, aber aus Lateinisch übersetzt"
Heinz-Peter sagt: "Wir kommen gleich dazu."
Heinz-Peter sagt: "Erstmal ein Dia:"
Gro_L sagt: "Luther hat aus Griechisch übersetzt"

Heinz-Peter zeigt Dia 19.

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Eine besondere Rolle haben Martin Luther, seine Bibelübersetzung und die Reformation in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gespielt. Früher wurde Luther oft geradezu als der 'Schöpfer' der neuhochdeutschen Schriftsprache bezeichnet; diese Position wird heute nicht mehr ernsthaft vertreten.
Ein 'Nebeneffekt' der Reformation war es, dass Luther auf die Lektüre bzw. das laute Vorlesen der Bibel grossen Wert legte und sich deshalb energisch für die Verbesserung des Schulwesens einsetzte. Im Laufe des 16. Jahrhunderts nahm der Anteil der lesekundigen Bevölkerung, besonders der lesekundigen Frauen, stark zu.

zur Hausaufgabe:
Komp. S. 45f (Luthers Bibelübersetzung, Matth. 23): Sammelt Unterschiede zwischen Luthers Deutsch und der heutigen Schriftsprache (Graphematik, Morphologie, Syntax usw.).
Was habt ihr gefunden, bzw. welche Fragen habt ihr?







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Geir sagt: "Seine Übersetzung war sprachlich vom Originaltext freier."
Renate sagt: "Bei Stedje steht, seine Sprache hätte normative Kraft gehabt - wie heute die Massenmedien."
Heinz-Peter [zu Renate]: "Jaja, aber zwischen Luthers Bibelübersetzung und den heutigen Massenmedien bestehen doch grosse Unterschiede."
Renate ruft: "Ja, natürlich, besonders der Inhalt!"
Heinz-Peter sagt: "Richtig. Aber nicht nur in dieser Hinsicht."
Renate sagt: "der ist wohl heute nicht so erbaulich."
Heinz-Peter ruft: "Aber jetzt zu meiner Frage!"
Gro_L sagt: "Luther schreibt viele Substantive gross, aber nicht alle"
Heinz-Peter fragt: "Lässt sich eine Tendenz erkennen?"
Gro_L sagt: "Wichtige Subst. werden gross geschrieben"
Renate sagt: "Die Wortstellung, besonders der Verben, ist unterschiedlich."
Heinz-Peter fragt: "Marckt gross, heuser klein?"
Geir sagt: "Rechtschreibung: i/j, u/w, ue/uh usw."
Heinz-Peter [zu Renate]: "Ja, ganz wichtig!"
Gro_L sagt: "Es war Mode v oder W statt u und Y oder J statt i zu schreiben"
Heinz-Peter fragt: "Könnt ihr mehr zur Wortstellung sagen?"
Gro_L sagt: "doppelte Konsonanten wo wir sie jetzt nicht finden: auff, Tissch, Teilhafftig"
Heinz-Peter [zu Gro_L]: "Auch das stimmt."
Oddny fragt: " warum ist "WEh" (Z.20)so geschrieben?"
Tore_T meint: "...wer da schweret bey dem Tempel..."
Heinz-Peter [zu Oddny]: "Am Beginn eines neuen Absatzes stehen oft zwei Grossbuchstaben."
Gro_L sagt: "Damals kam das Verb nicht immer zuletzt"
Solfrid sagt: "das Verb ist kommt nicht zum Schluss im Satz " die jr das Himelreich zuschliesset fur den Menschen"
Else2 sagt: "Z.11 Wortstellung - die Verben dort"
Heinz-Peter [zu Gro_L]: "Richtig! Wie nennt man diese Erscheinung?"
Gro_L sagt: "Beispiel: und jr solt euch nicht lassen Meister nennen"
Gro_L sagt: "weiss nicht"
Renate sagt: "das Finitum steht nicht am Ende"
Heinz-Peter meint: "Im Deutschen haben wir eine Satzklammer..."
Heinz-Peter fragt: "Wie nennt man es, wenn etwas noch hinter der rechten Klammer steht?"
Geir sagt: "Ausklammerung"
Heinz-Peter sagt: "Richtig, Geir. Oder Nachfeldbesetzung."
Geir fragt: "Hat es mit Rhytmus zu tun?"
Geir fragt: "Oder hat man auch so gesprochen?"
Heinz-Peter fragt: "Was ist mit Phrasen wie 'an der Propheten blut', Z. 33?"
Heinz-Peter [zu Geir]: "Ja, man glaubt, dass die Ausklammerung etwas mit der gesprochenen Sprache zu tun hat. Das ist aber insgesamt wieder einmal schwer zu beurteilen."
Heinz-Peter sagt: "Dia:"
Else2 fragt: "Z.8 & 9-sie sagens...thuns... habens.." warum dieses - s am Ende der Verben?"

Heinz-Peter zeigt Dia 20.

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Der Luthertext von 1545 unterscheidet sich auf allen sprachlichen Ebenen mehr oder weniger deutlich von der nhd. Schriftsprache:

- Graphematik/'Orthographie': inkonsequente Grossschreibung der Substantive; Buchstabe v für u, j für i; Umlautschreibungen wie in heuser, greber; Schreibung nach der Aussprache ('phonetisches Prinzip') auch in Formen wie jr kompt;
- Lautstand: 'entrundete' Formen wie schweren, Gezichte statt nhd. schwören, Gezücht, landschaftlich bedingte Umlaute wie in wöllen;
- Morphologie: die vbertünchte_ Greber, jr fresset/schmücket/bawet;
- Syntax:
vorangestellte Genitivattribute: zu vnser Veter zeiten, an der Propheten blut;
häufige Ausklammerung (Nachfeldbesetzung): Weren wir zu vnser Veter zeiten gewesen / so wolten wir nicht teilhafftig sein mit jnen / an der Propheten blut.






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Gro L ist soeben ausgestiegen.
Heinz-Peter sagt: "Beispiele für den Bereich des Wortschatzes enthält unser Ausschnitt wohl nicht, aber auch solche finden sich in der Lutherbibel."
Tore_T fragt: "was bedeutet "blut"?"
Heinz-Peter [zu Tore_T]: "???"
Tore_T fragt: "blod?"
Heinz-Peter sagt: "Richtig, 'das Blut der (ermordeten) Propheten."
Tore_T fragt: "oder "bare"?"
Tore_T sagt: "danke"
Solfrid sagt: "gentiv wie im Norwegisch "profetens blod"
Heinz-Peter sagt: "Richtig, im Norwegischen gibt es NUR den vorangestellten Genitiv."
Heinz-Peter sagt: "Im Deutschen wurde der Genitiv immer häufiger nachgestellt, und heute stehen nur noch wenige Genitive vor dem Kernsubstantiv."
Geir sagt: "im Gedicht: 'des Soldaten Weib'"

Renate fragt: "an der propheten blut - ist Blut hier nicht Dativ? nach an?"
Heinz-Peter [zu Renate]: "Ja, sicher."
Renate sagt: "Gen.= der propheten"
Oddny fragt: "Veter bedeutet was? Vater oder Vetter ?"
Geir sagt: "Väter"
Heinz-Peter sagt: "Väter"
Oddny sagt: "danke"
Else2 fragt: "ich versuche noch einmal - s am Ende der Verben "sie sagens...thuns..habens.." warum?"
Renate sagt: "tut es - haben es"
Heinz-Peter sagt: "Luthers Sprache unterscheidet sich also noch sehr vom Nhd. Daher meine Skepsis, was Luthers Bedeutung betrifft."
Heinz-Peter [zu Else2]: "Renate hat ganz recht"
Else2 sagt: "ich habe daran gedacht aber vielen Dank für die Bestätigung"
Heinz-Peter erzaehlt: "Das soll natürlich nicht heissen, dass L. unwichtig war. Nur ist die Wissenschaft sich in diesem Punkt, der ja auch ziemlich 'ideologiebelastet' ist, überhaupt nicht einig."
Heinz-Peter sagt: "Insgesamt sieht man seine Rolle heute nicht mehr so 'dominierend'."
Solfrid fragt: "die Katholiken wollen nicht dass er betr. Sprachentwicklung so wichtig sein soll?"
Renate meint: "Uneinigkeit der Wissenschaft ist wohl keine Überraschung..."
Heinz-Peter ruft: "Ja, oder die Protestanten wollten, dass er der grosse 'Sprachschöpfer' sein soll!"
Heinz-Peter [zu Renate]: "Nein, nicht im geringsten."
Renate sagt: "Aber ich habe diese Behauptung immer für bare Münze genommen (Luthers Sprichwörter!)"
Heinz-Peter [zu Renate]: "Welche Behauptung?"
Renate sagt: "Dass er einen so grossen Einfluss gehabt hat."
Else2 fragt: "wichtig war wohl auch dass der Bibel nicht nur auf Lateinisch war?"
Heinz-Peter sagt: "Es ist sehr schwer zu beurteilen."
Heinz-Peter fragt: "Was meinst du, Else?"
Heinz-Peter sagt: "Na, wir sind wieder am Ende."
Solfrid sagt: "als Reformator hat er wohl bewegt, die die Schriftsprache unter das Volk mehr verbreitet wurde"
Renate fragt: "Ich muss leider gleich gehen - gibt es neue Hausaufgaben für das nächste Mal?"
Else2 fragt: "ich habe das so verstanden, dass die lateinische Sprache damals immer eine wichtige Rolle hatte?"
Heinz-Peter sagt: "Wir können nächstes mal hier weiter machen."
Geir fragt: "Nach Relativpronomen steht hier Pers. Pron., z.B. jr Heuchler/die jr ... (Z.15), wie heute 'ich, der ich ... Aber sagt man noch 'ihr, die ihr ...'?"
Solfrid sagt: "ok - das ist interessant"
Heinz-Peter meint: "Aufgaben gibt es nicht, aber in der nächsten und letzten Sitzung könnt ihr Fragen stellen. Was immer ihr fragen wollt ..."
Renate [zu Geir]: "Ja, in gewissen Texten, auch heute noch"
Ingeborg A ist soeben ausgestiegen.
Renate sagt: "Gut, dann können wir alles durchlesen und fragen."
Geir [zu Renate]: "Danke. Mündlich auch?"
Renate meint: "Auf Wiedersehen. - Nein..."
Renate ist soeben ausgestiegen.
Solfrid ist soeben ausgestiegen.
Heinz-Peter ruft: "Also, wir kommen auf Luther zurück. Tschüss!"
Oddny sagt: "Tschüss"

-- Ende der Aufzeichnung: Mittwoch, 24. April 2002 8:04 Uhr Dreistadt-Zeit --