-- Start der Aufzeichnung: Montag, 28. Januar 2002 5:33 Uhr Dreistadt-Zeit --
Benedikt meint: "Wir sprechen heute über den Text "Repressionen im Vorfeld ..."
Benedikt meint: "Zuerst möchte ich euch kurz noch ein paar Informationen zur Geschichte der Stasi geben ..."
Benedikt sagt: "Es kommt nun eine kleine Vorlesung"
Benedikt kramt die Vorlesung 'Stasi Daten' hervor, entfaltet sie und räusperst sich...
Benedikt liest vor: "Einige Daten über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) besser bekannt als die Stasi"
Benedikt liest vor: "Die Stasi wurde 1950 gegründet."
Benedikt liest vor: "Sie bestand aus 13 Hauptabteilungen (z.B. Spionageabwehr, Funküberwachung usw.)"
Benedikt liest vor: "Neben der Berliner Zentrale (Normannenstraße) gab es 217 Kreis- und Objektdienststellen."
Benedikt liest vor: "Hier seht ihr gleich ein Schaubild über den Aufbau des MfS:"
Benedikt liest vor: "<http://cmc.uib.no/~johan/uploads/uid0256/Stasi-Organogramm.gif>."
Benedikt sieht von seiner Vorlesung auf...
Benedikt setzt die Vorlesung 'Stasi Daten' fort...
Benedikt liest vor: "Von 1957-1989 war Erich Mielke Chef der Stasi"
Benedikt liest vor: "Von besonder Bedeutung ist die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen:"
Benedikt liest vor: "1950: 1 000 (hauptamtliche Mitarbeiter)"
Benedikt liest vor: "1957: 14 000 "
Benedikt liest vor: "1972: 52 000"
Benedikt liest vor: "1989: 91 015"
Daniel kommt um Benedikt zu besuchen.
Benedikt liest vor: "Die Anzahl der IMs (inoffiziellen Mitarbeiter) stieg von anfangs 10 000 auf bis zuletzt 174 000."
Benedikt liest vor: "Damit war 1989 jeder hunderste DDR-Einwohner IM."
Benedikt liest vor: "Die Stasi erstellte Listen über Menschen, die im Verteidigungsfalle zu internieren seien. 1989 fanden sich 86 000 Menschen auf dieser Liste"
Benedikt liest vor: "Es ist allerdings nicht korrekt alle Probleme des Überwachungsstaates bei der Stasi abzuladen, vielmehr muß man der Militarisierung der Gesellschaft Rechnung tragen."
Benedikt liest vor: "Neben der Stasi existierten noch folgende militärischen Gruppierungen in der DDR."
Benedikt liest vor: "- NVA"
Benedikt liest vor: "- Kampfgruppen der Betriebe (400 000)"
Benedikt liest vor: "- Deutsche Volkspolizei (80 000)"
Benedikt liest vor: "Darüber hinaus wurden die Kinder in der DDR sehr früh an die Militarisierung der Gesellschaft gewöhnt."
Benedikt liest vor: "Dies geschah durch Wehrerziehung (Gesellschaft für Sport und Technik) und Wehrkunde-Unterricht an den Schulen."
Benedikt liest vor: "(9.+10. Klasse mit je vier Doppelstunden), in Klasse 11+12 wird dies durch das Fach Grundlagen der Militärpolitik fortgeführt"
Benedikt liest vor: "Auch im Studium waren Vorlesungen zur Militärkunde Pflichtveranstaltungen."
Benedikt faltet die Vorlesung 'Stasi Daten' wieder zusammen und sieht auf.
Renate meint: "Das sind ja ungeheuere Zahlen..."
Benedikt meint: "Ich möchte euch noch einmal den Organisationsplan der Stasi zeigen ..."
Benedikt fragt: "Welchen Eindruck vermittelt diese Graphik?"
Daniel ist soeben ausgestiegen.
Tore_T sagt: "Ich möchte gern erzählen, dass ich Eric Mielkes Büro besucht habe. Im März 1991. E.M. befand sich dann im Altersheim."
Else2 sagt: "eine furchtbare Bürokratie.."
Benedikt [zu Else2]: "Ja eine riesige Bürokratie"
Bjørg sagt: "nicht so hierarkisch wie wie gewöhnt sind"
Ingeborg_A fragt: "etwas Riesiges und Bürokratisches?"
Daniel ist eingestiegen.
Benedikt meint: "Ja auch die Grösse ist beängstigend ..."
Benedikt sagt: "Chef der Stasi war der eben schon angesprochene Erich Mielke"
Renate [zu Tore-T]: "Was hast Du dort gemacht?"
Benedikt zeigt Dia 3.
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Erich Mielke
geb. 28. Dezember 1907 in Berlin, gest. 21.5.2000
Gymnasium in Berlin; 1924-1927 Ausbildung und Tätigkeit als Speditionskaufmann, 1927 KPD; 1928-1931 Lokalreporter der "Roten Fahne" und Mitglied des Parteiselbstschutzes; 1931 Flucht in die UdSSR (nach der Ermordung von zwei Polizisten); Juni 1934 in Abwesenheit zum Tode verurteilt; 1934/35 Ausbildung zum militärisch-politischen Lektor der Lenin-Schule; 1936-1939 im Militärdienst bei den Internationalen Brigaden in Spanien; März 1939-Mai 1940 in Belgien, Mai 1940-April 1941 in Frankreich interniert; 1944 Mitarbeiter der Organisation Todt; 1945 Rückkehr nach Berlin; 1945/46 KPD/ SED; Inspektionsleiter bei der Volkspolizei; Abteilungsleiter Polizei und Justiz beim ZK der KPD; 1950-1989 Mitglied des ZK der SED; 1950-1953 Staatssekretär im MfS; später Staatssekretär und stellvertretender Minister für Staatssicherheit; ab 1957 Minister für Staatssicherheit; Abgeordneter der Volkskammer; Mitglied des Politbüros des ZK der SED; Armeegeneral; 7.11.1989 Rücktritt als Minister mit der Regierung Stoph, 17.11.1989 Aufhebung des Abgeordnetenmandats, Ausschluss aus dem ZK und der SED; ab 7.12.1989 Untersuchungshaft, 26.10.1993 Verurteilung zu sechs Jahren Gefängnis wegen der Polizistenmorde 1931; wegen Haftunfähigkeit kein Vollzug.
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Daniel ist soeben ausgestiegen.
Geir ist eingestiegen.
Tore_T sagt: "Ich war nicht verhaftet - sightseeing"
Benedikt sagt: "Wichtiger als der Mann an der Spitze waren allerdings seine Spitzel."
Benedikt sagt: "Was war ein IM"
Benedikt fragt: "Was war ein IM?"
Geir ist soeben ausgestiegen.
Bjørg sagt: "inofizielle Mitarbeiter"
Bjørg meint: "inoffizielle..."
Benedikt fragt: "Was waren die Aufgaben der IM?"
Renate sagt: "Sie mussten an ihre Führungsoffiziere Bericht erstatten."
Tore_T fragt: "Menschen an einem Arbeitsplatz, die ihre Kollegen bespitzelten?"
Anne_E sagt: "Menschen an ihre Idologie zu überprüfen"
Ingeborg_A fragt: "über Mitbürger etwas erzählen?"
Benedikt ruft: "Richtig!"
Benedikt fragt: "Aus welchen gesellschaftlichen Schichten kamen die IM?"
Anne_E sagt: "Aus allen"
Bjørg sagt: "aus allen Schichten"
Ingeborg_A fragt: "War Monika Maron ein IM?"
Anne_E sagt: "Ja"
Benedikt fragt: "Wer wurde von IM bespitzelt?"
Ingeborg_A sagt: "Anybody"
Anne_E sagt: "z.B wer West D Kontakte Hatten"
Benedikt [zu Ingeborg_A]: "Bitte differenziere ein wenig."
Renate sagt: "Über jeden DDR-Bewohner gabe es eine Kaderakte -"
Tellef sagt: "Alle die verdächtig waren."
Benedikt [zu Renate]: "Erläutere doch bitte kurz, was eine Kaderakte ist."
Renate sagt: "Ein "Buch", das jedem folgte und wo immer wieder Eintragungen vorgenommen wurden."
Kari_P kommt.
Tellef sagt: "Das ist eine Akte in der alle Auskünfte über die aktuelle Person gespeichert war."
Renate sagt: "in der Schule, an der Uni, am Arbeitsplatz."
Anne_E fragt: "Frage: in der Praxis was war ein Kader und Welche Ausbildung hatte jmdn. bekommen?"
Ingeborg_A [zu Renate:Wie]: "die "Mappen" in Norwegen?"
Renate [zu Ingeborg_A]: "Ja, eine Mappe."
Benedikt [zu Renate]: "Hatte jeder der eine Kaderakte hatte mit der Stasi zu tun?"
Ingeborg_A [zu Renate]: "Danke"
Renate sagt: "nicht unbedingt."
Renate sagt: "aber sobald Unregmässigkeiten entstanden, wurde eingetragen."
Renate sagt: "Unregel.."
Kari_P geht. Sie winkt.
Benedikt [zu Anne_E]: "Kader war die Bezeichnung für Funktionsträger in der DDR. Die Kaderakte funktionierte wie ein Arbeitsbuch (Anstellungen, Krankheiten usw. wurden vermerkt.)"
Benedikt sagt: "Zur Klärung des Begriffes folgt gleich ein längeres Dia zum Thema IM."
Anne_E fragt: "Funktionsträger. bitte näher erläutern?"
Benedikt zeigt Dia 1.
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Inoffizieller Mitarbeiter (IM)
Seinem Selbstverständnis nach hatte das Ministerium für Staatssicherheit die Aufgabe, die DDR auf der Basis der SED-Beschlüsse gegen "Angriffe" auf politischem, wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und militärischem Gebiet zu schützen. Um Informationen über "feindliche" Ereignisse und Personen zusammenzutragen, bediente sich das Ministerium der Inoffiziellen Mitarbeiter (IM). Ziel der Staatssicherheit war seit den 50er Jahren die flächendeckende Überwachung der DDR, wie Minister Wollweber 1954 äußerte: "Wenn wir gute [IM] haben, müssen wir das Gras wachsen hören. Wir müssen überhaupt alles wissen." Am Ende der DDR gab es den IM zur politisch-operativen Durchdringung und Sicherung des Verantwortungsbereiches (IMS), den Gesellschaftlichen Mitarbeiter für Sicherheit (GMS), den IM im besonderen Einsatz (IME) und den Führungs-IM (FIM). Die IM mussten ihrem Führungsoffizier regelmäßig berichten.
Dieser konnte die Verbindung zum IM wegen Erfolglosigkeit, Unehrlichkeit, Dekonspiration (der IM hatte sich einem Dritten offenbart) oder bei verweigerter "Zusammenarbeit" des IM beenden. Auch der IM konnte die Verbindung z.B. durch Dekonspiration abbrechen. Eine Verweigerung oder ein Abbruch der Zusammenarbeit blieben in der Regel ohne Folge.
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Benedikt [zu Anne_E]: "Jemand der für die Partei arbeitet."
Solfrid fragt: "Wie hat man neue IM "angestellt"? -Aus welche Gruppe worden sie geholt?"
Tellef fragt: "Ich habe auf dem Dia vorhin nicht ganz verstanden das Erich Mielke für die Organisation Todt gearbeitet hat?"
Anne_E fragt: "Gehörte also jeder der für die Patei arbeietet ein Kader an?"
Benedikt [zu Anne_E]: "Die Person ist der Kader"
Anne_E sagt: "ok"
Benedikt [zu Tellef]: "Ja"
Benedikt meint: "Bevor wir näher auf den Text eingehen, möchte ich euch bitten in Gruppen zu arbeiten ..."
Benedikt meint: "In den Räumen stehen die Arbeitsanweisungen an der Tafel ..."
Benedikt sagt: "Tore T, Anne E, Ingeborg A, Bjørg geht bitte in Raum 1"
Renate fragt: "Gibt es dort auch Recorder?"
Benedikt [zu Renate]: "Nein"
Renate meint: "Sonst weiss hinterher niemand, was dort gesagt wurde..."
Benedikt sagt: "Gro_L, Tellef, Else 2 geht bitte in Raum 2"
Benedikt sagt: "Renate undSolfrid geht bitte in Raum 3"
Gro_L geht zum Kolloquienraum 2.
Anne_E geht zum Kolloquienraum 1.
Solfrid geht auf den Dorfplatz.
Renate geht zum Kolloquienraum 3.
Bjørg geht zum Kolloquienraum 1.
Solfrid kommt.
Else2 geht zum Kolloquienraum 2.
Solfrid geht zum Kolloquienraum 2.
Tellef fragt: " Zur Frage Mielke. Warum, er war doch schon damals ein überzeugter Kommunist, Benedikt?"
Tore T ist soeben ausgestiegen.
Tellef geht zum Kolloquienraum 2.
Benedikt geht zum Kolloquienraum 1.
Tore T ist eingestiegen.
Ingeborg A ist soeben ausgestiegen.
Tore_T geht zum Kolloquienraum 1.
Guest kommt.
Guest geht zum Kolloquienraum 1.
Benedikt kommt.
Benedikt geht zum Kolloquienraum 1.
Benedikt kommt.
Benedikt [zu Ingeborg_A]: "Gehst du bitte in einen der drei Kolloquienräume."
Benedikt geht zum Kolloquienraum 1.
Benedikt kommt.
Benedikt geht zum Kolloquienraum 2.
Benedikt kommt.
Benedikt geht zum Kolloquienraum 2.
Guest kommt.
Guest geht zum Kolloquienraum 1.
Benedikt kommt.
Benedikt geht zum Kolloquienraum 1.
Bjørg kommt.
Bjørg geht zum Kolloquienraum 1.
Benedikt kommt.
Benedikt geht zum Kolloquienraum 2.
Tore_T kommt.
Gro_L kommt.
Benedikt kommt.
Bjørg kommt.
Tellef kommt.
Guest kommt.
Else2 kommt.
Renate kommt.
Renate sagt: " Hallo, wir sind wieder da."
Benedikt meint: "Es fehlen noch ein paar Mitstudenten ..."
Anne_E kommt.
Renate sagt: "in unserem Raum stand ein Rekorder - den habe ich ein- und nachher ausgeschaltet."
Anne_E geht ins Mellomfags-Atelier.
Anne_E kommt.
Benedikt sagt: "Eure Diskussionen aus den Gruppen sollen jetzt in die Diskussion einfliessen. Ich spreche euch dann gezielt an."
Gro_L geht zum Kolloquienraum 3.
Solfrid kommt.
Gro_L kommt.
Anne E ist soeben ausgestiegen.
Benedikt meint: "Wir werden jetzt genauer auf den Text (Repressionen) eingehen ..."
Benedikt fragt: "Was war eine sog. OpK?"
Anne E ist eingestiegen.
Bjørg sagt: " es war eine person , die anderen kontrollierte"
Else2 sagt: "operative Personenkontrolle"
Tore_T sagt: "Operative Personenkontrolle"
Anne E ist soeben ausgestiegen.
Guest sagt: "Operativer Kontrolleur"
Tellef sagt: "Eine Operative Personenkontrolle. Sie könnte in mehreren Weisen durchgeführt werden."
Benedikt [zu Else2]: "Prima, was waren die Ziele einer solchen OpK"
Tellef sagt: "konnte"
Anne E ist eingestiegen.
Tellef sagt: "Eine einschätzun der politischen Zuverlässigkeit."
Tore_T sagt: "Informationen Über potensielle feindlich-gesinnte Personen zu sammeln."
Else2 sagt: "verantwortlich für Einsammlung von Information"
Tellef sagt: "g"
Benedikt sagt: "Prima - alles richtig. Die Grundfrage war: Wer ist wer."
Solfrid fragt: "ist der OpK angestellt gewesen und der IM "freiwillig"?"
Benedikt [zu Solfrid]: "Opk ist ein Vorgang und keine Person. IM haben die OpK durchgeführt."
Solfrid sagt: "danke - alles klar"
Benedikt fragt: "Wie überprüft man die politische Zuverlässigkeit?"
Hans_E kommt.
Renate sagt: "Alle Parteimitglieder mussten sich strenger Disziplin unterwerfen. Sie mussten ein Vorbild sein."
Gro_L sagt: "Hat es gereicht Mitlied einer erlaubten Partei zu sein"
Tore_T sagt: "Durch das Einsammeln und Registrierung von allerlei privaten und offiziellen Relationen"
Tellef sagt: "Man klärte das Persöhnlichkeitsbild, Ansichten und Aktivitäten des Betroffenen auf."
Benedikt [zu Tore+Tellef]: "Ja. Man erstellt ein Persönlichkeitsprofil - man versucht in die Leute hineinzukriechen ..."
Benedikt [zu Gro_L]: "Nein. Man konnte jederzeit bespitzelt werden ..."
Benedikt fragt: "Wenn eine OpK ergab, dass jemand DDR kritisch war, schloss sich ein OV an. Was ist das denn?"
Else2 fragt: "dieser Persönlichkeitsprofil - wurde alles in der Akte denn eingetragen"?"
Tellef sagt: "Ein Operativer Vorgang."
Anne E ist soeben ausgestiegen.
Benedikt [zu Else2]: "Ja."
Anne E ist eingestiegen.
Benedikt fragt: "Was waren die Ziele eines operativen Vorgangs?"
Gro_L sagt: "Feinden der DDR zu entdecken"
Tore_T sagt: "Es könnte ein juridisielles Verfahren gegen eine Person bedeuten."
Else2 sagt: "ein Ermittlungsverfahren zu einleiten, danach Verhaftung"
Guest fragt: "Oppositionelle zu vervolgen?"
Anne_E geht ins Mellomfags-Atelier.
Anne_E kommt.
Tellef sagt: "Die Person möglicher Weise zu diskredittieren, wenn das Strafrecht ungeeignet für den Fall war."
Benedikt sagt: "Ja - genau. Es geht um die 'Unterdrückung' der kritischen Geister."
Benedikt fragt: "Welche Methoden wendet man bei einem OV an?"
Anne E ist soeben ausgestiegen.
Renate sagt: "Manchmal setzte man noch mehr IMs ein, um näher an die Person heranzukommen."
Guest sagt: "Berufliche behinderungen, Ausstreuung von Gerüchten im Bekanntenkreis uzw."
Benedikt [zu Renate]: "Sehr richtig, man wollte bis in die Intimsphäre eindringen (teilweise haben Ehepartner sich bespitzelt)"
Gro_L sagt: "Die Person verliert die Stelle bzw. bekommt nicht eine gewünschte Stelle"
Benedikt [zu Guest]: "Sehr richtig. Diffamierung - den Ruf schädigen ..."
Guest sagt: "Ausbildungsbeschrenkung für die Kinder"
Benedikt meint: "Man wollte auch zu Straftaten provozieren, um dann gerichtlich gegen die Personen vorzugehen ..."
Gro_L ruft hocherregt: "Sowas!!!"
Hans_E fragt: "Eigentlich von allen Seiten angfreifen oder?"
Benedikt meint: "Hierbei ist besonders an §106 zu denken - Staatsfeindliche Hetze. Wer sich negativ äusserte konnte verurteilt werden ..."
Benedikt [zu Hans_E]: "Wie meinst du das?"
Tellef sagt: "Es war wohl auch leichter "gewöhnliche Leute" ins Gefängnis zu stecken als , z.b. einen berühmten Schriftsteller."
Hans_E sagt: "Halt dass man alle Möglichkeiten verwendeten um an das vorher bestimmte Ziel zu gelangen."
Benedikt [zu Tellef]: "Sehr richtig. Man denke nur an die Biermann Proteste ..."
Solfrid fragt: "Der Artikel Zerzetzung und Zersetzungsrichtlinie - so wurde gearbeitet?"
Benedikt sagt: "Ich versuche diesen Punkt mit einem Dia zusammenzufassen"
Benedikt zeigt Dia 11.
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OV - Operativer Vorgang
a) Straftaten provozieren.
b) Zersetzung
c) Diffamierung
d) Vertiefung persönlicher Probleme und Krisen
e) Eindringen ins soziale und private Umfeld
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Benedikt [zu Solfrid]: "Ja."
Benedikt sagt: "Besonders menschenverachtend finde ich Punkt d)"
Tellef ist soeben ausgestiegen.
Solfrid sagt: "und dies alles um "Frieden" zu bewahren.."
Benedikt fragt: "Wann und warum gebrauchte die Stasi das Mittel der Zersetzung?"
Tellef ist eingestiegen.
Solfrid sagt: "das habe ich nicht so ganz verstanden"
Guest sagt: "Um politische Gegner zu bekämpen"
Benedikt [zu Solfrid]: "Die Frage oder die Tatsache?"
Solfrid sagt: "die Tatsache"
Benedikt [zu Guest]: "Warum verhaftete man die Gegner nicht einfach?"
Renate sagt: "Besonders seit 1981. Man wollte die Oppositionellen dadurch ermürben."
Guest fragt: "Sie hatten nichts eigentliches Verbotenes getan?"
Benedikt [zu Renate]: "Ist da Inhaftierung nicht besser?"
Renate sagt: "Ein Beispiel im Text sind die Linkes, ein Pfarrer und seine Frau."
Guest sagt: "Man musste zuerst Straftaten provozieren"
Renate sagt: "Hätten man sie ins Gefängnis gesteckt, wären sie Märtyrer geworden - also bekannt und anerkannt."
Renate sagt: "Ich meinte: hätte"
Tellef sagt: "Bei einer Inhaftierung bekam Man Proteste aus dem "kapitalistischen Ausland"."
Benedikt [zu Renate]: "Prima. Ausserdem hatte man Angst vor zuviel Aufsehen im Westen."
Benedikt [zu Tellef]: "Du bist zu schnell für mich ..."
Gro L ist soeben ausgestiegen.
Benedikt meint: "Alles was Öffentlichkeit schaffen konnte sollte vermieden werden ..."
Gro L ist eingestiegen.
Gro L ist soeben ausgestiegen.
Gro L ist eingestiegen.
Benedikt meint: "Zersetzung war demnach Verfolgung ohne Verurteilung - sehr perfide ..."
Guest ist soeben ausgestiegen.
Der Hausmeister kommt und bringt Guest nach Hause.
Tore_T fragt: "Hatte ein Stasi-Mitarbeiter ökonomische Vorteile verglichen mit anderen Bürgern?"
Benedikt sagt: "Die Betroffenen konnten nicht sicher sein, ob sie überhaupt verfolgt wurden oder ob sie paranoid waren."
Heinrich_Guest kommt.
Benedikt [zu Tore_T]: "In relativ bescheidenem Rahmen ja."
Renate sagt: "Oft auch sehr demütigend, wenn man z.B. zu Kadergesprechen geladen wurde. (gilt Zersetzung)"
Heinrich_Guest sagt: " ich bin ausgefallen,und kam nicht wieder herein"
Benedikt sagt: "Ich würde jetzt gerne die 15 Minuten Pause machen."
Renate ruft: "In Ordnung!"
Tore T ist soeben ausgestiegen.
Benedikt sagt: "Wir sprechen uns um 19.15 wieder"
Else2 sagt: "ich auch, danke"
Heinrich_Guest sagt: "Die Maschine wollte nicht mein Passwort"
Solfrid sagt: "verfolgund ohne verurteilung - das ist natürlich geschicht gemacht! Jetzt verstehe ich die Tatsache"
Renate fragt: "da jetzt Pause ist: Wer fährt mit nach Kiel?"
Tellef sagt: "War es ein Problem das viele "Unschuldige aus persöhnlichen Gründen falsch angegeben worden="
-- Ende der Aufzeichnung: Montag, 28. Januar 2002 7:02 Uhr Dreistadt-Zeit --