Some writing on the letter explains that you should 'read letter', and when you've finished, 'burn letter'.
Fazit zu INF/PART D
(1) Drei Jahre (lang) blieben wir dort wohnen. Inf. ohne zu (= PT) bei bleiben, beim entsprechenden norw. Verb bli aber Part. 1.
(2) Der Hund kam nach Hause gehinkt. In Verbindung mit kommen steht in der Regel das Part. 2 von intr. Bewegungsverben im Deutschen (= PT), bei anderen Verbgruppen aber das Part. 1 (Der Hund kam bellend (= Advmod) nach Hause), im Norw. hat man beim entsprechenden Verb komme immer nur das Part. 1 von allen Verbgruppen.
(3) Ich habe noch nie jemanden so schnell fahren sehen/gesehen. Von einigen Verben, die die sich mit einem Infinitiv ohne zu (bei brauchen auch mit zu!) verbinden, verwendet man im Perfekt und Plusquamperfekt den sogenannten Ersatzinfinitiv, obligatorisch bei den Modalverben und brauchen, weitgehend so auch bei lassen, fakultativ bei sehen, hören, fühlen, helfen und heißen (=befehlen). Im Norw. gibt es keinen Ersatzinfinitiv.
(4) Im Süden pflegt man zum Essen Wein zu trinken. - Bei pflegen steht der Infinitiv immer mit zu, beim entsprechenden norw. Verb pleie kann der Infinitiv sowohl mit als ohne å stehen. Vgl. auch die norw. Verben be, klare, greie, orke und deren deutsche Entsprechungen in Bezug auf die Verwendung der Infinitivpartikel beim abhängigen Infinitiv!
(5) Er hatte eine große Landkarte auf dem Tisch liegen. - Im Deutschen steht bei haben ein Infinitiv ohne zu (als OP), beim entsprechenden norw. Verb ha benutzt man aber das Part. 1.
(6) Komm/Kommt/Kommen Sie uns (ein)mal besuchen! kommen + Infinitiv ohne zu entspricht in der Regel zwei koordinierten Verben im Norwegischen (und umgekehrt). So auch bei gehen.
(7) Wir beschlossen(,) nach Hause zu gehen und auf eine bessere Gelegenheit zu warten. Im Deutschen muss man bei zwei oder mehr koordinierten Infinitiven bzw. Infinitivkonstruktionen bei jedem Infinitiv die Infinitivpartikel (zu) setzen, im Norwegischen braucht sie (å) nur bei beim ersten Infinitiv zu stehen.
(
Sie fanden Schneewittchen im Walde liegen(d). - In Verbindung mit finden steht im Deutschen entweder ein Infinitiv ohne zu oder ein Part.1, im Norw. steht beim entsprechenden Verb nur das Part.1.
(9) Auf einem Zettel an der Tür stand geschrieben: Bitte zweimal klingeln!. Im Deutschen kann man den Infinitiv in Aufforderungen benutzen. Diese Form von Aufforderung ist besonders dann üblich, wenn die Aufforderung an keine bestimmte Person gerichtet ist. Im Norwegischen gibt es diese Möglichkeit nicht, man benutzt auch in solchen Fällen den Imperativ.
(10) Er schaffte es nicht / hat es nicht geschafft, eine gute Antwort auf die Frage zu finden. Bei gewissen Verben kann im Norwegischen der Infinitiv mit oder ohne Infinitivpartikel (å) stehen, während bei den entsprechenden deutschen Verben der Infinitiv mit zu stehen muss. So bei greie, klare, orke (bei den deutschen Ensprechungen wie schaffen und fertigbringen steht auch in der Regel ein Korrelat es) und bei pleie (hier aber kein Korrelat möglich bei pflegen!) und bei be (bei bitten kann ein Korrelat in der Form von einem Pronominaladverb (darum) fakultativ gebraucht werden).