Deklinationsklassen/Genusregeln


TYS161
VS05
Karl Ekroll


DEKLINATIONSTYPEN nach der Endung im Nom. Pl.


1. Deklinationstyp: -e
2. Deklinationstyp: -er
3. Deklinationstyp: Ø (keine Endung)
4. Deklinationstyp: -(e)n
5. Deklinationstyp: -s

Die Endung (e)n wird schwach genannt, die anderen stark




GENUSREGELN

Genus nach der Bedeutung

1 Übereinstimmung mit dem natürlichen Geschlecht: Mann, Frau, Vater, Mutter, Sohn, Tochter usw.

Ausnahmen: das Mädchen, das Fräulein, das Kind, das Weib, die Wache, der Mensch, die Person

2 Tierbezeichnungen

der Bulle, der Stier die Kuh, die Henne das Huhn, das Pferd

3 Flussnamen

Deutsche Flüsse in der Regel Feminina: die Elbe, die Weser, die Donau, die Mosel, die Oder usw.

Maskulina: der Rhein, der Main, der Neckar, der Lech, der Inn

Flüsse auBerhalb des deutschen Sprachgebiets sind in der Regel Maskulina, die auf e oder a aber Feminina: der Nil, der Mississippi aber: die Themse, die Seine, die Wolga

4 Städte-, Länder- und Inselnamen und die Namen der Kontinente

In der Regel Neutra: das alte Rom, das heutige Norwegen (Artikel nur bei näherer Bestimmung!)

Ausnahmen: die Schweiz, die Slowakei, die Bundesrepublik, die Türkei u.a.
der Iran, der Irak, der Sudan, der Libanon u.a.
die Niederlande, die USA / die Vereinigten Staaten
der/Den Haag, der Balkan, die Krim
die Färöer, die Hebriden

5 Gebirgs- und Landschaftsnamen

Bei Zusammensetzung ist das Geschlecht des letzten Teils bestimmend: der Schwarzwald, die Zugspitze, das Matterhorn, das Riesengebirge

Sonst meistens Maskulina: Der GroBglockner, der Harz, der Taunus, der Mont Blanc, der Vesuv. Feminina sind die Eifel, die Rhön, die Pfalz sowie die Normandie, die Bretagne, die Champagne

6 Schiffsnamen sind in der Regel Feminina: die Deutschland, die Norway. Aber auch: der Kronprinz Harald, der Bismarck

7 Bezeichnungen für Wochentage, Monate und Jahreszeiten sind Maskulina: der Sonntag, der Januar, der Winter

8 Automarken sind Maskulina: der Volvo, der Mercedes, der Toyota usw.

9 Metallbezeichnungen sind in der Regel Neutra: das Gold, das Silber, das Eisen. Ausnahmen: die Bronze, der Stahl




Genus nach der Form

1 Ableitungen von starkenVerben ohne Endung (Stamm des Verbs) sind Maskulina: der Fall, der Schnitt, der Gang, der Flug, der Schuss

Ausnahmen: das Grab, das MaB, das Schloss

2 So auch oft bei schwachen Verben: Der Kuss, der Laut, der Stamm, der Ton usw.

Ausnahmen: Die Antwort, die Arbeit, die Dauer, die Mauer, die Trauer, die Qual, die Wahl, die Wut, die Zahl; das Bad, das Spiel, das Ziel

3 Verbalstamm + -el, -er - in der Regel Maskulina: der Deckel, der Zeiger

4 Infinitiv Neutra: das Leben, das Essen, das Ziehen, das Können

5 Substantive mit der Endung ig, -ich, -lich, -ing, -ling sind Maskulina: der Honig, der Teppich, der Hering, der Sonderling

6 Mehrsilbige Substantive auf ei, -heit, -keit, -schaft, -ung sind Feminina: die Malerei, die Schönheit, die Einsamkeit, die Eigenschaft, die Hoffnung

7 Mehrsilbige Fremdwörter auf ie, -ik, -ion, -tät, -ur, -enz, -anz sind Feminina: die Demokratie, die Politik, die Nation, die Universität, die Natur, die Konferenz, die Relevanz

8 Von Verben oder Adjektiven abgeleitete Substantive auf e sind Feminina: die Bitte, die Breite

9 Substantive auf chen und lein sind Neutra: das Mädchen, das Männlein