Neues von den Bühnen Norwegens
Dr. phil. Anne-Britt Gran
Auf dem Gebiet der Bühnenkunst beschäftigen besonders zwei Themen schon einige Jahre die Öffentlichkeit. Das eine ist die geplante neue Oper, das andere der Erfolg des Dramatikers Jon Fosse im In- und Ausland. In einem kleinen Land wie Norwegen sind eine neue Oper und ein neuer Ibsen, wie Fosse oft genannt wird, Begebenheiten von kulturgechichtlicher Bedeutung. Davon gibt es mehrere, wenn auch weniger spektakuläre: Neue Ausbildungswege für Bühnenmitarbeiter, experimentelle regionale Theaterprojekte und ungewohnte künstlerische Konstellationen gehören zum Gesamtbild der Schau- und Singspielszene.
Während das Publikum auf die neue Oper in Oslo wartet, kann es sich an der aufblühenden Vitalität von Theater und Oper erfreuen.
Neue norwegische Dramatik
Jon Fosse (*1959) ist derzeit der meistgespielte Dramatiker Norwegens im In- und Ausland. In Norwegen setzen ihn jedes Jahr zwei bis drei Bühnen auf ihr Programm, wobei Kai Johnsen für die meisten Inszenierungen verantwortlich ist. Von 1999 bis 2001 wurden zwölf von Fosses Stücken an 40 Bühnen Europas aufgeführt, allen voran Frankreich und Deutschland. Die meistgespielten Stücke an ausländischen Bühnen sind Der Name (1995), Jemand wird kommen (1996), Die Nacht singt ihre Lieder (1998), Ein Sommertag (1998) und Traum im Herbst (1999). Fosse schreibt auch Romane, Gedichte, Essays und Kinderbücher und ist in über 20 Sprachen übersetzt.
Kennzeichnend für Fosses Schreibkunst ist ein minimalistischer, verdichteter und repetitiver Stil, der zwischen Realismus und Absurdität dicht an der poetischen Sprache angesiedelt ist. Die Stücke forschen Beziehungen zwischen Menschen beziehungsweise das Defizit an Beziehungen aus und präsentieren dem Zuschauer Personen in ungewöhnlichen existenziellen Situationen.
Fosse schreibt auf Neunorwegisch, eine offizielle Sprachform, die sich von seinem Stil oder von der Geschichte dieser Schriftsprache in Norwegen nicht trennen lässt. Die Besonderheiten des Neunorwegischen sind ein Aspekt der Dramatik Fosses, der bei der Übersetzung vielleicht verloren geht.
Fosse ist nicht der einzige Erneuerer des norwegischen Schauspiels. Ein vielversprechendes Talent hat auch Lene Therese Teigen. Ihr Stück Mater Nexus wurde schon vor der Uraufführung am "Det Åpne Teater" 2001 vom Stockholmer Stadsteater eingekauft. Der schwedische Verlag Colombine Teaterförlag, der Teigen nun auf dem skandinavischen Markt einführt, hat seinerzeit schon Jon Fosse in Europa lanciert. Es wirkt fast wie eine Ironie des Schicksals, dass ein schwedischer Verlag die größten Dramatiker Norwegens im Ausland vermarktet.
Das Außenministerium bemüht sich im Jahr 2001 besonders um die Einführung norwegischer Stücke am amerikanischen Markt. Fünf Schauspiele u.a. von Cecilie Løveid und Finn Junker wurden ins Amerikanische übersetzt. In Norwegen interessiert man sich neuerdings wieder für den Dichternachwuchs, dem ein eigener Ausbildungsweg geschaffen wurde.
Dramatikerausbildung
Träger der neuen Dramatikerausbildung sind Det Åpne Teater, Nationalteatret, Det Norske Teatret und die staatliche Theaterhochschule. Finanzielle Beiträge kommen auch von der Stiftung Fritt Ord (Freies Wort). Bei dem Projekt werden vorläufig drei Verfasser betreut, die im Verlauf von zwei Jahren eine allseitige Einführung in Dramaturgie, Schreibkunst, Theater- und Schauspielgeschichte erhalten. In erster Linie geht es darum, die Autoren in Zusammenarbeit mit professionellen Theaterleuten an eigenen Texten arbeiten zu lassen. Die Ausbildung hat am 1. August 2001 begonnen. Das besondere dieses Studienganges ist, dass jede/r Absolvent/in einen persönlichen Betreuer bekommt, der sie/ihn durch die Ausbildung begleitet.
Unterricht und Lehre werden in enger Anbindung an das professionelle Theatermilieu durchgeführt.
Zur neuen Dramatikerausbildung haben sich 50 Bewerber gemeldet. Offenbar gibt es viele Menschen, die sich mit Stückeschreiben beschäftigen.
Ausbildung für das Figurentheater
Die Akademie für Figurentheater in Frederikstad wurde 1996 als Sektion der Hochschule Østfold gegründet. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist auf Gegenwartskunst orientiert, wobei Objekttheater, Performancevorstellungen und Multimedia den Kern bilden. Die Ausbildung sichert den Figurentheatergruppen den Nachwuchs, und mehrere Projekte werden öffentlich subventioniert, so etwa Hollow Creature und Teater Fusentast mit Mitteln des norwegischen Kulturrats. 1994 wurde das internationale Festival des Figurentheaters in Kristiansand aus der Taufe gehoben.
Die neue Akademie, die jungen Figurentheatergruppen und das Kristiansander Festival haben dazu beigetragen, das Figurentheater in Norwegen auf einen neuen Stand zu heben. Es ist nicht mehr nur "Puppentheater für Kinder". Die Gattung stellt den bislang vorherrschenden Bühnenrealismus vor neue Herausforderungen. Der Choreograph Jo Strømgren bedient sich vieler Effekte des Figurentheaters.
Neues Gegenwartsfestival und das Ibsen-Festival
1990 war das Gründungsjahr der Festspiele zu Ehren des berühmtesten Dramatikers Norwegens. Es ist das Ziel des Ibsen-Festivals, neue norwegische und ausländische Ibsen-Inszenierungen von hoher künstlerischer Qualität vorzustellen. Das wurde seither in sieben Festspielen mit Gastspielen u. a. aus Großbritannien, Bosnien, Griechenland, Deutschland, Frankreich, China, Burkina Faso, Litauen, Armenien und Palästina durchgeführt. Norwegen gab Gastspiele u. a. in Japan, China, Russland und Großbritannien.
Traditionsgemäß wird bei jedem Festspiel ein neues norwegisches Stück vorgestellt. Darunter waren auch schon Jon Fosses Das Kind und Cecilie Løveids Österreich. Es ist auch Brauch, ein ausländisches Gastspiel eines anderen Verfassers als Ibsen einzuladen. So erhielt das norwegische Publikum die Gelegenheit, Inszenierungen so bekannter Regisseure wie Robert LePage und Nekrosius zu sehen.
Zu den künstlerischen Höhepunkten der Festspiele 2000 gehörten "Hedda Gabler" unter der Regie von Gentarus Varas und "Die Wiedergänger" inszeniert von Sebastian Hartmann. Von den norwegischen Beiträgen wäre Dag Solstads "Verlegenheit und Würde" zu nennen. Marit Moum Aune dramatisierte Solstads Roman und machte mit ihrer künstlerischen Leitung das Stück zum Publikumserfolg.
Der neue Chef am Nationaltheater, Eirik Stubø, hat soeben ein Gegenwartsfestival ins Leben gerufen, das alle zwei Jahre mit dem Ibsen-Festival alterniert. Hier sollen moderne Dramen im Vordergrund stehen, das erste Mal bereits im Herbst 2001.
Neue Oper
Das Architektenbüro Snøhetta hat den Entwurf für die neue Oper im Stadtteil Bjørvika geliefert. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2008 in Aussicht gestellt. Im Zusammenhang mit dem Neubau wird die gesamte Gestaltung des neuen Stadtteils insbesondere von Architekten, Volkswirten und Stadtplanern in den Medien diskutiert. Nicht so lautstark, aber ebenso wichtig ist die ständig wiederkehrende Debatte des künstlerischen Profils der neuen Oper. Sie wird eine große und eine kleine Bühne haben, was den Wechsel von traditionellem und experimentellem Spiel in der Oper wie beim Ballett möglich macht.
Die neue Oper gibt auch dem zeitgenössischen Musiktheater spürbaren Auftrieb. Die Projekte "Operatoriet" und "Attaca-00", beide vom Kulturrat finanziert, lösten in den zurückliegenden Jahren eine Flut von musikdramatischen Uraufführungen aus: Sera, komponiert von Henrik Hellstenius, The maid of Norway, Musik von Kjell Habbestad, Hjerterdame til Ringve (Herzdame zu Ringve), Komponist Bertil Palmar Johansen, und Jemand wird kommen von Jon Fosse mit Musik von Knut Waage. Mit dem Projekt "Warten auf die Oper" des Kulturrats soll der Schub 2001 fortgesetzt werden.
Auch wenn der Standort der neuen Oper der gleiche wie der der alten ist, heißt das nicht, dass alle musikalischen Bühnenaktivitäten Norwegens nur in Oslo vor sich gehen. Es gibt über zehn regionale Bühnen, die mindestens eine Vorstellung jährlich produzieren. Musiktheater wird in Kristiansund, Bergen, Trondheim, Kristiansand und Ringsaker gemacht. Viele dieser Inszenierungen entstehen in Zusammenarbeit mit der Norwegischen Oper, die eine lange Gastspieltradition hat. Projekte wurden auch in Zusammenarbeit mit Russland, Schweden und England durchgeführt.
Die "Opera Vest" in Bergen hat sich auf Gegenwartsoper spezialisiert. Sieben Stücke dieser Gattung stehen auf ihrem Repertoire. Auch diese Bühne arbeitet eng mit dem Ausland zusammen.
Historische Stücke im Trend
In den 1990er Jahren lässt sich ein neu erwachtes Interesse für historische Stücke beobachten. Die Themen sind geschichtlichen Ereignissen, Mythen oder Sagen entlehnt und spielen häufig im Mittelalter. Sie werden mit historischen Kostümen und Requisiten aufgeführt. Örtliche Laienschauspieler arbeiten dabei eng mit professionellen Kollegen zusammen.
Das Herz jeder Inszenierung ist stets der Ort, an dem das historische Ereignis der Überlieferung nach stattfand. Die Vorstellung ist in jeder Beziehung an diesen Schauplatz gebunden. Die Zuschauer müssen herkommen, um das Stück zu sehen. Historische Schauspiele werden nie auf Tournee geschickt. Sie werden nur sommers im Freien aufgeführt, in der Regel vor einer spektakulären Naturkulisse.
Die Zahl der Freilichtstücke stieg von 1987 bis 1995 von 20 auf 85. Die Tausendjahrfeier der Kirche 1995 hatte zahlreiche neue Schauspiele zum Thema Christianisierung Norwegens im Gefolge. Viele Inszenierungen werden nur ein einziges Mal anlässlich eines geschichtlichen Jubiläums aufgeführt, andere werden jedes Jahr gespielt. Zu letzteren gehört das älteste und bekannteste der historischen Dramen, "Spelet om heilag Olav" (Das Spiel vom heiligen Olav) in Stiklestad in Nord-Trøndelag, das seit 1961 jedes Jahr auf dem Spielplan steht und heute 300 Mitwirkende zählt. Die Handlung spielt einen Steinwurf von dem Ort, an dem der geschichtliche Olav der Heilige fiel, was dem Ganzen einen kultischen Glanz verleiht.
Mit der höchsten Zahl an Outdoor- Inszenierungen können die Fylker Trøndelag und Nordland aufwarten. Oslo steht an letzter Stelle, was bei der lokalen und regionalen Verankerung der Tragödien verständlich ist, die in Oslo fehlt. Die Zugkraft der Aufführungen im restlichen Land kann ein Ausdruck für das wachsende Bedürfnis der Menschen nach lokaler und regionaler Zugehörigkeit und kultureller Betätigung sein. Sehr viele Ortsansässige sind am Zustandekommen der Schaustücke beteiligt, die natürlich auch Touristen und Zuschauer aus der ganzen Region anziehen.
Multikulturelles Theater
Norwegen ist keine ethnisch homogene Gesellschaft hellhäutiger Hünen und ist es nie gewesen, denn es gibt eine samische Urbevölkerung. Seit den 1960er Jahren gibt es außerdem Einwanderer.
Die Kultureinrichtung Theater war von Anfang an eine politische, nationale Angelegenheit. Im 19. Jahrhundert lautete der Auftrag an die Bühnen, die dänische Vorherrschaft in der Kultur zu brechen. An diesem Erbe trägt das Theater in Norwegen selbst unter den heutigen multikulturellen Gesellschaftsverhältnissen noch schwer.
1990 erhielten die Samen nach jahrzehntelangen Bemühungen ihr eigenes Theater, Beaivvás Sámi Theáter. Samisch ist die dritte offizielle Sprache Norwegens, und die samische Bühne ist ein öffentlich gefördertes Nationaltheater wie ihr Gegenstück in Oslo.
1991 wurde das Nordic Black Theatre aus der Taufe gehoben, eine Bühne für außereuropäische Künstler. Sie hat ihre Räumlichkeiten im östlichen Teil von Oslo, wo die meisten Einwanderer leben.
Das Nordic Black Theatre betreibt eine Theaterschule. Da die öffentlichen Mittel ungleichmäßig fließen, kämpft die Truppe ständig ums Überleben.
An den etablierten Bühnen gibt es so gut wie keine farbigen Schauspieler, was auch in der Öffentlichkeit kommentiert wird. "Blind casting" war bis jetzt nicht üblich, die Rollen werden eher nach der Hautfarbe vergeben. Ibsens Solveig ist nach wie vor bleichgesichtig und blond. An den Schauspielhäusern ist jedoch nicht nur die Hegemonie der Weißen durch das wachsende Selbstbewusstsein eines farbigen Schauspielerstandes herausgefordert. Auch die historisch-politische Legitimierung des norwegischen Theaters wird allmählich in Frage gestellt.
Großer Beliebtheit erfreut sich die Stand-up-Komikerin Shabana Rehman. Wenn sie sich auf der Bühne des Schleiers entledigt, provoziert sie damit sowohl die norwegischen Klischeevorstellungen von muslimischen Frauen als auch die muslimischen Erwartungen an eine pakistanische Frau. Rehmans öffentliche Auftritte erhitzen die Gemüter, und ihre Show ist derzeit vielleicht die einzige, die an ein politisches Kabarett in Norwegen erinnert. Zu sehen ist sie in Lokalen und Clubs.
Neue künstnerliche Konstellationen
Seit dem 19. Jahrhundert ist das Theater in Norwegen der Ibsentradition verpflichtet. Dramaturgie, Regie und Spielstil stehen im Zeichen des Realismus. Schon viele Generationen von Dramatikern und Regisseuren haben mit wechselndem Erfolg versucht, diese Tradition zu lockern, zu erneuern oder zu überwinden. Nach wie vor herrscht der Realismus an den Hauptbühnen der institutionellen Theater vor.
Eine modernistische und allmählich schon post-modernistische Bühnensprache wurde von den sogenannten freien Gruppen entwickelt. Ensembles wie Grenland friteater, Totalteatret, Cirkateatret, Verdensteatret, Passage Nord und BAKtruppen trotzen seit Jahrzehnten dem etablierten Bühnenrealismus. Sie können ihre Vorstellungen auf drei Bühnen zeigen: Black Box Theater in Oslo, Avantgarden in Trondheim und Teatergarasjen in Bergen. Die freien Gruppen haben ein dichtes Netz internationaler Verbindungen und sind fleißige Teilnehmer tonangebender Theaterfestspiele. Das "Bergen Internasjonale Teater" (BIT) hat wichtige Gastspiele von Gegenwartstheater und tanz nach Norwegen geholt und gemeinsame Produktionen mit ausländischen Ensembles veranstaltet.
In den ersten zwanzig Jahren ihres Bestehens wirkten die freien Gruppen und die institutionellen Theater streng getrennt. Erst in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre kam es zu gemeinsamen Projekten, teilweise mit spannenden künstlerischen Ergebnissen.
Als Beispiel sei die Vorstellung Hunger nach einem Rom an von Knut Hamsun erwähnt, eine Koproduktion des projektbasierten Oslo Moderne Teater und des Nationaltheaters. Für die Dramaturgie und Regie des Stücks erhielt Yngve Sundvor den Kritikerpreis 19999. Stor stue for ingenting.no (Viel Platz um nichts.no) in der Regie von Catrine Telle und der Choreographie von Ingun Bjørnsgaard war ein weiteres Gemeinschaftsprojekt, bei dem das Nationaltheater den institutionellen Part spielte. Bjørnsgaard brachte Tänzer ihres Ensembles mit.
Tater (Zigeuner) am Oslo Nye Teater Text und Regie von Per-Olav Sørensen ist ein weiteres Beispiel für die Vitalisierung, die eine solche Koproduktion für die Bühnensprache bedeutet. Bei Tater waren sehr viele der maßgeblichen Beteiligten von etablierten Theatern ausgeliehen, und keiner von ihnen entstammte der psychologisch-realistischen Tradition. So wurde eine hybride Theaterform geschaffen, bei der realistische Wirkungsmittel mit modernem Tanz, stilisierter Körpersprache, theatralischen Regietricks und einer nicht-aristotelischen Dramaturgie gepaart waren.
Was diese Entwicklungsrichtung rein ästhetisch kennzeichnet, ist eine "choreographi-sche Wende": der Theaterausdruck wird immer mehr in Richtung Ballett stilisiert. Bei Stor stue for ingenting.no (von Petter S. Rosenlund) und Tater war die Choreographie ganz in die theatralische Bühnensprache integriert. Zugleich wird der moderne Tanz theatralisiert. Choreographen wie Jo Strømgren, Ingun Bjørnsgaard und Ina Christel Johannessen bewegen ihre Balletttänze in Richtung Theater und verschiedene Performanceformen. Der traditionelle Graben zwischen Theater und Kunsttanz ist längst nicht mehr unüberwindlich: Man kann neue Konstellationen wie gesprochenes Theater und choreographierte Körper an den institutionellen Schauspielhäusern sehen.
Anne-Brit Gran ist Dr. phil. der Theaterwissenschaft. Sie ist am Institut für Musik und Theater der Universität Oslo und am Institut für Kompetenzführung der Wirtschaftshochschule BI tätig. Daneben schreibt sie Theaterrezensionen im Morgenbladet.
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Herausgegeben von Nytt fra Norge für das Kgl. Norwegische Außenministerium. Gedruckt im September 2001.Die Verfasserin ist für den Inhalt des Beitrags verantwortlich. Nachdruck gestattet.