Intensivprogramm WISSTRANS
Wissensmanagement und Übersetzungsstrategie beim fachsprachlichen Übersetzen vom Deutschen in kleinere europäische Sprachen
Erasmus-Intensivprogramm 29655-IC-1-2002-1-NO-ERASMUS-IPUC-1
Zielgruppe des Projektes sind Deutschstudierende im letzten Jahr des Bachelorstudiums bzw. im ersten Teil des Masterstudiums. Durch dieses Projekt wird auf die Übersetzung vom Deutschen in kleinere europäische Sprachen eingegangen. Dabei sind zwei wichtige europäische Dimensionen hervorzuheben: Erstens, die Pflege kleinerer Sprachen als eigenständige Zielsprachen im Übersetzungskontext, zweitens, die wichtige Stellung des Deutschen als Ausgangssprache für den Fachsprachenkontakt in Europa. Inhaltlich wird mit verschiedenen Übersetzungssituationen auf der Basis ein und desselben Ausgangstextes im Sinne zielgruppengerechter Übersetzungsstrategien gearbeitet. Dabei sind Präsuppositionen im Ausgangtext übersetzungsstrategisch zu analysieren: Zum einen, was die Beschaffung von Hintergrundinformation für ein notwendiges Verständnis des Ausgangstextes seitens des Übersetzers betrifft, zum anderen, was den unterschiedlichen Grad an Explizitierung von Textinformation je nach den Vorkenntnissen der jeweiligen Zielgruppe betrifft. Der Unterricht wird als Strategieworkshop konzipiert, mit flankierendem Unterricht im betreffenden Sachfach sowie in relevanten übersetzungswissenschaftlichen Themen. Durch die Begegnung von Dozenten und Studiernenden aus dem deutschen und vier kleinen europäischen Sprachräumen können diese Probleme in einer Breite aufgegriffen werden, die an der Heimatuniversität nicht möglich wäre. Dabei sind sowohl selbständige als auch kooperative Arbeitsmethoden unter den Studierenden zu fördern.
Partnerinstitutionen, zuständige Lehrkräfte und Teilnehmer
Ionio Panepistimio/The Ionian University (Korfu, Griechenland)
Zuständige Dozentin: Dr. Anastasia Parianou, parianou@dflti.ionio.gr
Sonstige Lehrkräfte:
Studierende: Tselepaki Elevtheria, tselepakie@yahoo.gr, Kechagia Panagiota, giotakechagia@yahoo.gr, Stavroulaki Androniki ( im Moment keine Mailadresse), Panoutsou Eleni, (im Moment keine Mailadresse), Sourvinou Maria, sourvinou@yahoo.gr, Sfaellou Maria Eleni, sfaellou@otenet.gr, Kokkinou Valentini, valia_kok@yahoo.gr, Theodoropoulou Iliana, ilianatheod@yahoo.gr
Karl-Franzens-Universität Graz (Graz, Österreich)
Zuständige Dozentin: Prof. Dr. Susanne Göpferich, susanne.goepferich@uni-graz.at
Sonstige Lehrkräfte: Mag. Gudrun Götz, gudrun.goetz@uni-graz.at
Studierende: Angelika Hauser, angelika.hauser@hotmail.com, Raimund Lackersdorfer, rai5@gmx.net, Theresia Nickl, resi_uni@hotmail.com, Julia Wachtler, me_in_the_usa@hotmail.com
Handelshøjskolen i Århus/Århus Business School (Århus, Dänemark)
Zuständige Dozentin; Dr. Marianne Grove Ditlevsen, mgd@asb.dk
Sonstige Lehrkräfte: Jan Engberg, je@asb.dk
Studierende: Mette Slavensky Bro MB61913@stud.asb.dk, Anne Kjær Iversen AI71527@stud.asb.dk, Nicolai Dan Jensen NJ71529@stud.asb.dk, Lene Truelsen LT61928@stud.asb.dk
Ventspils Augstskola/Ventspils Univerisity College
Zuständige Lehrkraft: Dr. Valda Rudzisa, valda.rudzisa@venta.lv
Studierende: Signija Taurina, Ketija Boitmane, Armands Akmens, Ivars Lazdins
Høgskolen i Østfold/Østfold University College (Halden, Norwegen)
Zuständige Lehrkraft und Projektleitung: Prof. Dr. Sigmund Kvam, sigmund.kvam@hiof.no
Studierende: Brit Torill Gutbier, btg@shdir.no, Henrik Hamborg, hamborg1982@hotmail.com, Bente Kvarving bente.b.kvarving@hiof.no, Kristin Dahl, kristin.dahl@hiof.no
Zuständig für die Veranstaltungen zu Fragen zur Produktion von medizinischen Fachtexen (Expertenbefragung): Ass. Prof. Dr. Cornelia Feyrer, Universität Innsbruck,
Das Seminar findet im Zeitraum 19. März - 1. April auf Korfu in Griechenland statt.
Vorläufiges Programm
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Tag 1 (20.03.06) |
Tag 2 (21.03.06) |
Tag 3 (22.03.06) |
Tag 4 (23.03.06) |
Tag 5 (24.03.06) |
Tag 5a (25.03.06) |
Tag 6 (27.03.06) |
Tag 7 (28.03.06) |
Tag 8 (29.03.06) |
Tag 9 (30.03.06) |
Tag 10 (31.03.06) |
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Übersetzungsprozess
(MGD) |
Qualität (MGD) - Karlsruher Konzept (SG)
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Psycholinguistische Methoden in der TWL – empirische Methoden zur Bestimmung der Translatqualität im funktionalen Paradigma (SG) |
Freies Arbeiten zum Popularisieren (GG) |
Expertenbefragung (CF ) |
Expertenbefragung (CF ) |
Kontrastive Textologie – Textsortenkonventionen (SK/JE) |
Diskussion zum Thema Teamwork – sprachenspezifisch (ALLE) |
Freies Arbeiten zur Übersetzung - |
Synopsis Vorbereitung der Präsentation, gruppenspezifisch
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Übersetzung und kleine Sprachen (SK /JE.) |
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Translations-theorien (SG) |
Personal Knowledge Management (MGD) |
Beispiel intralinguales Reverbalisieren Diabetes-Text (SG) |
Freies Arbeiten zum Popularisieren (GG) |
Evaluation der 4 popwiss. Texte (ALLE) |
Kontrastive Textologie sprachenpaarspezifisch (SK/JE + ALLE) |
Freies Arbeiten zur Übersetzung - |
Freies Arbeiten zur Übersetzung - |
Synopsis Präsentation, gruppenspezifisch
(ALLE) |
Rückkopplung der Erfahrungen an die theoretischen Teile (SK/JE) |
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Termbank IPDR (SG) |
Einführung (GG) Freies Arbeiten zum Popularisieren - |
Freies Arbeiten zum Popularisieren (GG) |
Problemlösung (PBL / evtl. Strategie) (Ausgangspunkt/ Besprechung: IPDR) (GG/SG) |
Einführung (SK/JE.) Freies Arbeiten zur Übersetzung (ALLE) |
Freies Arbeiten zur Übersetzung - |
Synopsis Vorbereitung der Präsentation, gruppenspezifisch
(ALLE) |
Synopsis Diskussionen (ALLE) |
Zentraler Bestandteil des Seminars ist die intra- und interlinguale Umformung eines fachsprachlichen Textes für verschiedene Zielgruppen und unterschiedlichen Wissensvoraussetzungen. Auf der Grundlage deutschsprachiger fachinterner medizinischer Fachtexte zum Thema Diabetes ist zunächst als Artikel in einer Apothekenzeitschrift interlingual zu popularisieren. In einem zweiten Schritt ist eine der Popularisierungen als Ausgangstext für eine funktionskonstante Übersetzung in die jeweiligen Zielsprachen (griechisch, lettisch, dänisch und norwegisch)auszuwählen. Die österreichischen Teilnehmer übersetzen den Text ins Englische. Dabei wird auf besondere Probleme bei der Übersetzung in europäische "Kleinsprachen" im Vergleich zu der Übersetzung von einer grossen europäischen Sprache in die Weltsprache Englisch eingegangen. Für die Textproduktionsarbeit mit medizinischen Texten ist ein besonderer Seminarblock (Expertenbefragung) vorgesehen.
Bibliographie für Studierende in Korfu
Marianne
Grove Ditlevsen (MGD)
Hönig, Hans
G. (1997 [1995]): IV Fluß-Diagramme. In: Hönig, Hans G.: Konstruktives Übersetzen (=Studien zur Translation, Bd. 1). Tübingen:
Stauffenburg Verlag. 40-63.
Nord,
Christiane (1996): ”Wer nimmt denn mal den ersten Satz?” – Überlegungen
zu neuen Arbeitsformen im Übersetzungsunterricht. In: Lauer, Angelika /
Gerzymisch-Arbogast, Heidrun / Maller, Johan / Steiner, Erich (Hrsg.): Übersetzungswissenschaft
im Umbruch: Festschrift für Wolfram Wilss
zum 70. Geburtstag. Tübingen: Narr. 313-327.
Ditlevsen, Marianne Grove (2005): Transferqualität als fremdsprachliche Qualität – Vorüberlegungen zu einem differenzierten und dynamischen Instrumentarium zur Bewertung von Sprachqualität im Rahmen des TQM-Konzepts. I: Antos, Gerd / Weber, Theo (red.): Transferqualität. Bedingungen und Voraussetzungen für Effektivität, Effizienz, Erfolg des Wissenstransfers (=Transferwissenschaften Bd. 4). Frankfurt/Main: Peter Lang Verlag. 245-254.
Kastberg,
Peter ( 2004): Persönliches Wissensmanagement in der Ausbildung technischer Übersetzer
– oder wie viel Technik brauchen technische Übersetzer? In.: Baumann,
Klaus-Dieter / Kalverkämper, Hartwig (Hrsg.): Pluralität in der Fachsprachenforschung (=Forum für
Fachsprachenforschung, Band 67). Tübingen: Narr. 261-283.
Jan
Engberg(JE)/Sigmund Kvam(SK)
Adamzik, Kirsten (2004): Textlinguistik. Eine einführende Darstellung. Tübingen: Niemeyer. (zentral sind vor allem die Kapitel 2 und 3).
Ditlevsen, Marianne Grove (2002): Zur Evolution der Marktkommunikation - am Beispiel des Geschäftsberichts. In: Schmidt, Christopher M. (Hg.): Wirtschaftsalltag und Interkulturalität. Wiesbaden: DUV. 81 - 96.
Engberg, Jan (2004): Entwicklung einer Textsorte: Zur Anpassung einer Fachzeitschrift an neue Zeiten. In: Baumann, Klaus-Dieter/Kalverkämper, Hartwig (Hg.): Pluralität in der Fachsprachenforschung. Tübingen: Narr. 435 - 459.
Kvam, Sigmund (2001): Parallel Texts, Translation and Contrastive Textology: Some Theoretical Considerations. In: Vagle, Wenche/Wikberg, Kay (Hg.): New Directions in Nordic Text Linguistics ans Discourse Analysis: Methodological Issues. Oslo: Novus. 79 - 91.
Nord, Britta (2002): Hilfsmittel beim Übersetzen. Eine empirische Studie zum Recherchierverhalten professioneller Übersetzer(= Publikationen des Fachbereichs Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim 32). Frankfurt am Main etc.: Peter Lang.
Göpferich, Susanne (2001): „Von Hamburg nach Karlsruhe: Ein kommunikationsorientierter Bezugsrahmen zur Bewertung der Verständlichkeit von Texten." Fachsprache/International Journal of LSP 23.3–4 (2001). 117-138. (auch als pdf).
(Textproduktion, Translation Quality Assessment(TQA))Göpferich, Susanne (2004): „Wie man aus Eiern Marmelade macht: Von der Translationswissenschaft zur Transferwissenschaft." Qualität fachsprachlicher Kommunikation. Hrsg. Susanne Göpferich und Jan Engberg. (Forum für Fachsprachen-Forschung 66.) Tübingen: Narr. 3–29.
(Funktionale Translationstheorien, erweiterter Translationsbegriff)Gile, Daniel (2004): "Integrated Problem and Decision Reporting as a Translator Training Tool." Jostrans – The Journal of Specialized Translation 2 (2004).
(Psycholinguistische Methoden in der Translationswissenschaft, kognitive Problemlöseprozesse)Hönig, Hans (1995): Konstruktives Übersetzen. (Studien zur Translation 1). Tübingen: Stauffenburg. Kap. 4.
(Psycholinguistische Methoden in der Translationswissenschaft, kognitive Problemlöseprozesse)Hönig, Hans (1998): „Positions, Power and Practice: Functionalist Approaches and Translation Quality Assessment." Schäffner, Christina, Hrsg. (1998): Translation and Quality. Clevedon etc: Multilingual Matters.
(TQA)
Gudrun Götz (GG)
Niederhauser, Jürg (1999): Wissenschaftssprache und populärwissenschaftliche Vermittlung. (Forum für Fachsprachen-Forschung 53). Tübingen: Narr. (Popularisierung)
Roelcke, Thorsten (2005): Fachsprachen. (Grundlagen der Germanistik) 2. durchgesehene Aufl. Berlin: Erich Schmidt Verlag. 192 – 199.
(Fachsprache Medizin)Weber, A. (2004) Problem-Based Learning. Ein Handbuch für die Ausbildung auf der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe. Bern: h.e.p. verlag, Pädagogik.
Wichtige Checklisten und Instrumente aus dem Handbuch in:
http://www.hep-verlag.ch/mat/pbl/Checklisten_Instrumente.pdf [5.12.2005]
(Problem-Based Learning)
Links zum Thema Diabetes
www.diabetes.no (norwegisch)
www.ungdiabetes.no (norwegisch)
www.medizin.fu-berlin.de/endo/texte/downloads/Diabetes%20mellitus.pdf
www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/diabetes_1.htm
www.uni-leipzig.de/%7Ediabetes/info_de.htm
www.diabetes.uni-duesseldorf.de/
Durchführung des Intensivprogramms:
Beschreibung des Intensivprogramms WISSTRANS: Wissensmangement
und Übersetzungsstrategie in fachsprachlichen Übersetzungen vom
Deutschen in kleinere europäische Sprachen
(Korfu,
19.3 . - 1.4.2006)
1.
Zielsetzung
Zielgruppe des Projektes sind Studierende im letzten Jahr eines
translationsorientierten Bachelor- bzw.
im ersten Teil eines translationsorientierten Masterstudiums. Mit dem Projekt
werden im Wesentlichen zwei Ziele
verfolgt:
1. die Befähigung zur funktions- und adressatengerechten Textproduktion,
wobei besonderer Wert gelegt wurde auf den Wissenstransfer vom Fachmann zum
Laien
2. die Übersetzung vom Deutschen in kleinere europäische Sprachen
Dabei sind zwei wichtige europäische
Dimensionen hervorzuheben: 1. die Pflege
kleinerer Sprachen als eigenständiger Zielsprachen im Übersetzungskontext,
2. die wichtige Stellung des Deutschen als Ausgangssprache für den
Fachsprachenkontakt in Europa.
Methodisch und didaktisch wurde
dabei besonderer Wert auf die Integration von Theorie und Praxis sowie die
Arbeit in multinationalen Teams gelegt. Translationstheoretisch ist das
Intensivprogramm im funktionalistischen Paradigma anzusiedeln, das mit einer
Aufwertung des Übersetzers vom Textrepoduzenten zum Textdesigner einhergeht.
Um die Studierenden zu sensibilisieren
für den damit verbundenen Handlungsspielraum, aber auch ihre besondere
Verantwortung, wurde die Zielsetzung des Intensivprogramms, wie sie im Antrag
formuliert worden war, dahingehend
erweitert, dass nicht nur ausgangstextgebundene Aufgabenstellungen zu
bewerkstelligen waren, sondern auch eine funktions- und adressatengerechte
freie Textproduktion.
2. Umsetzung
In Verfolgung des ersten Zieles
war ein deutschsprachiger populärwissenschaftlicher Artikel für eine
Apothekerzeitschrift auf der Basis umfangreichen Informationsmaterials
unterschiedlichster Textsortenzugehörigkeit zu erstellen. Dieser Projektteil
war in multinationalen Teams, bestehend aus jeweils einem norwegischen, einem
lettischen, einem österreichischen, einem dänischen und zwei griechischen
Studierenden, zu realisieren. Dabei war nicht nur das Ergebnis, sondern auch
der Entstehungsprozess zu dokumentieren und zu begründen. Die Vermittlung der
hierfür erforderlichen metasprachlichen und metareflexiven Kompetenz war ein
wesentliches Element der hierzu im Vorfeld präsentierten Lehreinheiten. Deren
Inhalte waren im Anschluss an die Texterstellung auch zu nutzen bei der
studentischen Peer-Evaluation der produzierten Texte.
In Verfolgung des zweiten Ziels
war in der zweiten Workshop-Woche der beste populärwissenschaftliche Text
dann in jeweils nationalen Projektteams in die vertretenen kleinen europäischen
Sprachen bzw. ins Englische zu übersetzen. Dabei wurde besonderer Wert gelegt
auf die Erarbeitung der sprachenspezifischen, insbesondere der
kleinsprachenspezifischen Übersetzungsprobleme.
Flankiert wurden beide
Textproduktionsaufgaben von Sachfachunterricht zum Thema Diabetes. Durch die
Begegnung von Dozenten und Studierenden aus dem deutschen und vier kleinen
europäischen Sprachräumen konnten diese Probleme in einer Breite
aufgegriffen werden, die an der Heimatuniversität nicht möglich gewesen wäre.
Dabei wurden sowohl selbständige als auch kooperative Arbeitsmethoden unter
den Studierenden gefördert.
3. Administratives
Dieses Intensivprogramm ist eine Zusammenarbeit zwischen
der Wirtschaftsuniversität Aarhus (Handelshøjskolen i Aarhus) Århus/Dänemark,
der Karl-Franzens-Universität Graz/Österreich, der Gesamthochschule Østfold
(Høgskolen i Østfold), Halden/Norwegen, der Ionischen Universität (Ionio
Panepistimio), Korfu/Griechenland und der Hochschule Ventspils (Ventspils
Augstskola) Ventspils/Lettland. Koordinator des Intensivprogramms war die
Gesamthochschule Østfold in Halden/Norwegen.
Von Aarhus, Graz, Halden und Ventspils haben 4 Studierende
pro Hochschule teilgenommen, Korfu hatte 8 Teilnehmerinnen. Insgesamt
24 Studierende aus 5 Ländern haben am Programm teilgenommen. Das Lehrpersonal
bestand aus DozentInnen aus sämtlichen Partnerinstitutionen sowie auch der
Universität Innsbruck:
Ass. Prof. Dr. Marianne Grove Ditlevsen, Handelshøjskolen
i Århus, Århus/Dänemark, Ass.Prof.Dr. Jan Engberg, Handelshøjskolen i Århus,
Århus/Dänemark, Ass.Prof.
Dr. Cornelia Feyrer, Universität Innsbruck, Innsbruck/Österreich, Univ.-Prof.
Dr. Susanne Göpferich, Universität Graz, Graz/Österreich, Mag. Gudrun Götz,
Universität Graz, Graz/Österreich, Prof. Dr. Sigmund Kvam, Høgskolen i Østfold,
Halden/Norwegen, Dr. Anastasia Parianou, Ionio Panepistimio, Korfu/Griechenland,
Ass.Prof. Dr. Valda Rudzisa, Ventspils Augstskola, Ventspils/Lettland.
4. Inhalt
4.1. Grundsätzliches
Der Unterricht wurde wie folgt gegliedert:
A.
Vorlesungen und Seminare (40 Stunden)
1.
Der Übersetzungsprozess im Überblick (Marianne Grove Ditlevsen),
4 Stunden
2.
Übersetzungstheorien im Überblick, (Susanne Göpferich), 4 Stunden
3.
Übersetzungsqualität im Überblick, (Marianne Grove Ditlevsen) , 4 Stunden
4.
Kommunikationsorientierte Ansätze
zur Bewertung von Textqualität (Susanne Göpferich), 3 Stunden
5.
Psycholinguistische Ansätze
zur Bewertung von Textqualität (Susanne Göpferich), 3 Stunden
6.
Persönliches Wissensmanagement, (Marianne Grove Ditlevsen), 4 Stunden
7.
Popularisieren als Textproduktionsstrategie, (Gudrun Götz), 4 Stunden
8.
Problembasiertes Lernen als Methode, (Gudrun Götz), 4 Stunden
9.
Inhaltliche Probleme bei der Übersetzung und Popularisierung von
medizinischen Texten, (Cornelia Feyrer), 4 Stunden
10.
Kontrastive Textologie und textlinguistische Analysekategorien,
(Sigmund Kvam), 4 Stunden
11.
Analysemodell der kontrastiven Textologie , (Jan Engberg), 4 Stunden
B. Übungen
und Kolloquien unter Mitwirkung
aller jeweils anwesenden Dozierenden (40 Stunden)
1. Gruppenarbeiten zum Popularisieren in internationalen
Gruppen, 8 Stunden
2. Kolloquium zum Thema Diabetes , 2 Stunden
3. Präsentation der Popularisierungen , 2 Stunden
4. Evaluation der Popularisierungen,
2 Stunden
5. Gruppenarbeiten zum Übersetzen in die jeweiligen
Zielsprachen in nationalen Gruppen, 8 Stunden
6. Gruppenarbeiten zur Qualitätssicherung der Übersetzungen,
6 Stunden
7. Präsentation der Übersetzungen mit Evaluation, 6
Stunden
8. Synopsis und Diskussion der Gruppenarbeiten,
2 Stunden
9. Diskussion und Thesen zur Übersetzung in kleine
Sprachen, 2 Stunden
10. Diskussion zum Thema Gruppenarbeit – international
und national, 2 Stunden
11. Rückkopplung zum theoretischen Teil: Vom Nutzen der
Theorie für die übersetzerische Praxis, 2 Stunden
Auswahlbibliographie
für das Intensivprogramm WISSTRANS
Adamzik, Kirsten (2004): Textlinguistik. Eine einführende Darstellung. Tübingen:
Niemeyer. (zentral sind vor allem die Kapitel 2 und 3).
Ditlevsen, Marianne Grove (2002): Zur Evolution der Marktkommunikation - am
Beispiel des Geschäftsberichts. In: Schmidt, Christopher M. (Hg.):
Wirtschaftsalltag und Interkulturalität. Wiesbaden: DUV. 81 - 96.
Ditlevsen, Marianne Grove (2005): Transferqualität
als fremdsprachliche Qualität – Vorüberlegungen zu einem differenzierten und dynamischen
Instrumentarium zur Bewertung von Sprachqualität im Rahmen des TQM-Konzepts. In: Antos, Gerd / Weber, Theo (red.): Transferqualität.
Bedingungen und Voraussetzungen für Effektivität, Effizienz, Erfolg des
Wissenstransfers (=Transferwissenschaften Bd. 4). Frankfurt/Main: Peter Lang
Verlag. 245-254.
Engberg, Jan (2004): Entwicklung einer Textsorte: Zur
Anpassung einer Fachzeitschrift an neue Zeiten. In: Baumann, Klaus-Dieter/Kalverkämper,
Hartwig (Hg.): Pluralität in der Fachsprachenforschung. Tübingen:
Narr. 435 - 459.
Göpferich, Susanne (2001): Von Hamburg nach Karlsruhe:
Ein kommunikationsorientierter Bezugsrahmen zur Bewertung der Verständlichkeit
von Texten. Fachsprache/International Journal of LSP 23.3–4 (2001). 117-138.
(auch als pdf).
Göpferich, Susanne (2004): Wie man aus Eiern Marmelade
macht: Von der Translationswissenschaft zur Transferwissenschaft. Qualität
fachsprachlicher Kommunikation. Hrsg. Susanne Göpferich und Jan Engberg.
(Forum für Fachsprachen-Forschung 66.) Tübingen:
Narr. 3–29.
Gile, Daniel (2004): "Integrated Problem and
Decision Reporting as a Translator Training Tool." Jostrans – The
Journal of Specialized Translation 2 (2004).
Hönig, Hans (1995): Konstruktives Übersetzen( = Studien
zur Translation 1). Tübingen: Stauffenburg. Kap. 4.
Hönig,
Hans G. (1997 [1995]): IV Fluß-Diagramme. In: Hönig, Hans G.: Konstruktives
Übersetzen (=Studien zur Translation, Bd. 1). Tübingen: Stauffenburg . 40-63.
Hönig, Hans (1998): Positions, Power and Practice:
Functionalist Approaches and Translation Quality Assessment. Schäffner, Christina, Hrsg. (1998):
Translation and Quality. Clevedon etc: Multilingual Matters.
Kastberg, Peter ( 2004): Persönliches Wissensmanagement in der Ausbildung
technischer Übersetzer – oder wie viel Technik brauchen technische Übersetzer?
In.: Baumann, Klaus-Dieter / Kalverkämper, Hartwig (Hrsg.): Pluralität
in der Fachsprachenforschung (= Forum für Fachsprachenforschung, Band 67). Tübingen:
Narr. 261-283.
Kvam, Sigmund (2001): Parallel Texts, Translation and
Contrastive Textology: Some Theoretical Considerations. In: Vagle, Wenche/Wikberg,
Kay (Hg.): New Directions in Nordic Text Linguistics and Discourse Analysis:
Methodological Issues. Oslo: Novus. 79 - 91.
Niederhauser, Jürg (1999): Wissenschaftssprache und populärwissenschaftliche
Vermittlung. (Forum für Fachsprachen-Forschung 53). Tübingen: Narr.
Nord, Christiane (1996): ”Wer nimmt denn mal den ersten Satz?” – Überlegungen
zu neuen Arbeitsformen im Übersetzungsunterricht. In: Lauer, Angelika /
Gerzymisch-Arbogast, Heidrun / Maller, Johan / Steiner, Erich (Hrsg.):
Übersetzungswissenschaft im Umbruch: Festschrift für Wolfram Wilss zum
70. Geburtstag. Tübingen: Narr. 313-327.
Nord, Britta (2002): Hilfsmittel
beim Übersetzen. Eine empirische Studie zum Recherchierverhalten
professioneller Übersetzer(= Publikationen des Fachbereichs Angewandte
Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in
Germersheim 32). Frankfurt am Main etc.: Peter Lang.
Roelcke, Thorsten (2005): Fachsprachen. (Grundlagen der
Germanistik) 2. durchgesehene Aufl. Berlin: Erich Schmidt Verlag. 192 – 199.
Weber, A. (2004): Problem-Based Learning. Ein Handbuch für die Ausbildung auf der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe.
Bern: h.e.p. verlag, Pädagogik.
Wichtige Checklisten und Instrumente aus dem Handbuch in:
http://www.hep-verlag.ch/mat/pbl/Checklisten_Instrumente.pdf
[5.12.2005]
Halden, den 15. Juni 2006
Prof. Dr. Sigmund Kvam
Kooordinator/WISSTRANS