Du stehst auf dem Kamm eines Hügels. Etwas weiter weg stehen des Waldes Wipfel in erstem Grüne zart schimmernd. Links und rechts von Dir erstrecken sich zwei Wiesen. Auf der einen kannst Du sehen, wie Hunde über die unterschiedlichsten Hindernisse im Schneematsch wetzen. Und wie Du so gespannt den Drill der Doggen verfolgst - manche kläfft furchtbar unter den Stockhieben, die wohl zur Züchtigung hier noch erlaubt sind - seltsames Tiergesetz, denkst Du mitfühlend - da setzt in dem Augenblick ein besonders großer Wolfshund zum Sprung über den Zaun an .... er ist noch fünfzehn Schritt von Dir entfernt. Seine Lefzen lechzen. Es tropft aus seinem nun zum Biss aufgerissenen Maul. Die Zähne blecken. Angst wandelt sich zu Furcht. Fenris ! Und noch einmal tönt es laut und langgezogen: Fenris ! Bei Fuß ! Da erst pariert das knapp vier Fuß Schulterhöhe messende Ungetüm und kehrt zu seinem Herrchen zurück. Als Du Dich von dem Schreck erholst, bemerkst Du erst, dass die Bestie gar nicht über die breite Hecke zu Dir hätte gelangen können. Außerdem wird er weniger Deine zu Schreck erstarrte Kehle angepeilt haben, als vielmehr den Korb mit dem blutigen Fleische vor der Hecke. Mit einem Schütteln wendest Du Dich ab. Abartiges Spiel - oder nicht ? Der Weg gabelt sich hier. Du magst nun entweder direkt in den Wald hinein zum Goergesplatz den breiten Weg betreten oder den Trampelpfad ins Ungewisse. Du kannst aber auch zum Zimmer von Stephan gehen.